Voss auf Grüner Bundestagsliste

Die Grünen in Dinslaken freuen sich über einen weiteren Listenkandidaten aus ihrem Ortsverband. Neben Niklas Graf  auf der Landtagsliste wurde Patrick Voss auf die Landesliste für die Bundestagswahl gewählt.

Auf der Landesdelegiertenkonferenz der NRW-Grünen am zurückliegenden Wochenende wurden neben dem Beschluss des Landtagswahlprogramms auch die NRW-Kandidat*innen zur kommenden Bundestagswahl gewählt. Der vor Kurzem frisch gekürte Direktkandidat für den Wahlkreis Oberhausen-Dinslaken und Sprecher der Grünen in Dinslaken konnte mit seiner Rede ein überzeugendes Ergebnis einfahren.  

„Die große Zustimmung und Unterstützung meiner Kandidatur ist ein starker Rückenwind des Landesverbandes über den ich mich sehr freue.“, so Patrick Voss nach seiner Wahl. Voss kritisierte in seiner Rede unter anderem den Ausbau des Sterkrader Kreuzes als „ein Verkehrsprojekt, das in Sachen Unverantwortlichkeit seines Gleichen sucht“ und verwies auf die ökologischen Folgen des Ausbaus für die ganze Region.

Mit Listenplatz 26 hat der Dinslakener einen Listenplatz, der bei einem sehr guten Grünen Ergebnis im September den Einzug in den Bundestag bedeuten könnte. Patrick Voss wäre damit der jüngste Bundestagsabgeordnete der Geschichte. 

Die Delegierten der Grünen im Kreis Wesel kamen allerdings noch mit weiteren guten Meldungen zurück. Erfolge gab es bei verschiedenen Anträgen zum Landtagswahlprogramm, die der Kreisverband gestellt hatte.

Im Wahlprogramm zur Landtagswahl 2017 wurde zum Thema Kiesabbau der Vorschlag des Kreisverbandes Wesel mit 100% übernommen. Die GRÜNEN NRW treten somit mit folgender Forderung an:

„Der Rohstoffabbau von Kies, Sand und Kalksteinen ist mit hohen Verlusten anderer Naturgüter verbunden. Die Gewichtung der Speicher-und Filterfunktion für unser Grundwasser ist stärker zu berücksichtigen. Die Kulturlandschaften sind zu erhalten und der unwiederbringliche Verlust der Bodenfunktionen, z.B. die dauerhafte Aufgabe von landwirtschaftlichen Anbauflächen zu vermeiden. Hierzu müssen geeignete Instrumente geschaffen werden: Einführung einer Rohstoffabgabe (Kieseuro), weitere Verbesserungen der restriktiven Bedarfsprüfung zur wirksamen Flächen- und Mengenreduzierung, Unterstützung eines umweltverträglichen Rohstoff-Recycling durch eine Anschubfinanzierung insbesondere für Vorhaben zur Rückgewinnung der Primärrohstoffe und Finanzierung nachhaltiger Projekte in den betroffenen Kommunen. Ferner sollen Trinkwasser-/Wasser-Reservegebiete und Naturschutzgebiete unberührt bleiben.“

Weitere Änderungsanträge hatte auch Niklas Graf aus Dinslaken gestellt, welche er bereits im Programmprozess und in den Denkfabriken sowie im Antragsgrün der Partei eingebracht hatte und beispielsweise innerhalb der Landesarbeitsgemeinschaft Mensch und Tier vordiskutieren konnte. Hierbei ging es um die stärkere Kontrolle von Tiertransporten, der Erweiterung von Biotopverbünden, Grünbrücken für Wildtierwanderrouten und höhere Sorgfalt zur baurechtlichen Stärkung von Artenschutz und etwa dem Vogelschutz bei Glasfassaden. Auch diese Anträge konnten ins Wahlprogramm aufgenommen werden.

Das ganze Wahlprogramm findet ihr, sortiert nach Themengebieten, unter: https://gruene-nrw.de/wahlprogramm/

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