Ungenutztes Potenzial bei erneuerbaren Energien

Nach den Ergebnissen einer Anfrage der Grünen Landtagsfraktion bleibt in Dinslaken viel Potenzial zur Nutzung regenerativer Energien für die Strom- und Wärmegewinnung ungenutzt. Eine Auswertung der Dinslakener Grünen zeigt, dass bei der Gewinnung von Strom aus Windenergie nur 35,6% des vorhandenen Potenzials genutzt wird. Während die Stadt damit im kreisweiten Vergleich immerhin noch auf Platz 6 liegt, fallen die Zahlen bei der Nutzung von Sonnenenergie verheerend aus.

Jonas Wischermann, Sprecher des Arbeitskreises Wirtschaft und Finanzen der Dinslakener Grünen, bemängelt: „Bei Photovoltaikanlagen auf Dachflächen nutzt Dinslaken lediglich 4% seines Potenzials und liegt im Kreis Wesel damit auf dem vorletzten Platz. Während die installierte Leistung in der Stadt seit 2014 mit 80% immerhin spürbar gestiegen ist, treten wir bei den Freiflächen weiterhin auf der Stelle. Nach wie vor sind keine Photovoltaikanlagen auf Freiflächen vorhanden.“

Auch bei der Wärmegewinnung offenbaren die Zahlen erhebliche Schwächen. So wird lediglich 0,3% des verfügbaren Geothermie-Potenzials ausgeschöpft. Damit liegt die Stadt im kreisweiten Vergleich auf dem letzten Platz.

Grünen-Sprecherin Laura Bieder fasst die Ergebnisse zusammen: „Das kommunale Klimaschutzgesetz sieht vor, dass Dinslaken eine CO2-neutrale Stadt wird. Bis dahin ist offensichtlich noch ein weiter Weg zu gehen. Nicht nur öffentliche Gebäude müssen mit Photovoltaik ausgestattet werden. Auch bei der Wohnbebauung müssen wir bestehendes Potenzial besser nutzen. Das Beispiel des Quartiers am Bergpark in Lohberg zeigt, was möglich ist.“

Grundlage dieser Ausarbeitung ist die Anfrage der Grünen im Landtag und die aufbereiteten Daten vom WDR (https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/erneuerbare-energien-situation-nrw-100.html).

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