Steueraffäre des Sparkassenpräsidenten

Georg Fahrenschon ist Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Derzeit steht die Wiederwahl an, doch sind zwischenzeitlich Vorwürfe gegen Fahrenschon laut geworden: Er steht im Verdacht, Steuern hinterzogen zu haben; ebenso soll er den Strafbefehl gegen ihn längere Zeit verheimlicht haben. Hubert Kück, Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion Wesel, sieht einen nicht mehr zu kittenden Vertrauensschaden: „Herr Fahrenschon war früher auch CSU-Finanzminister, jetzt ist er Sparkassenpräsident. Da mutet es geradezu abenteuerlich an, wenn er mutmaßlich mehrere Jahre keine Steuererklärung abgegeben hat. Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller wissen, dass sie eine Steuererklärung innerhalb gewisser Fristen abzugeben haben. Und ein Mann in solchen Positionen weiß das nicht? Der Rücktritt ist überfällig!

Hinzu kommt, dass er den Strafbefehl über Monate verschwiegen haben soll. Vor dem Hintergrund dieser gravierenden Vorwürfe kann ich nur hoffen, dass das Präsidium des Sparkassenverbands die Notbremse zieht und seine Wiederwahl verweigert. Der Präsident des Sparkassen- und Giroverbands hat in meinen Augen unbedingt auch eine Vorbildfunktion. Schließlich bringen die Bürgerinnen und Bürger in gutem Vertrauen ihr Geld auf eine Sparkasse. Mit dem Verhalten von Herrn Fahrenschon droht den Sparkassen ein großer Imageschaden. Ich meine: Es darf nicht der Eindruck entstehen, hier stünde jemand über dem Gesetz. Die Sparkassen vor Ort mit ihren vielen Filialen sind zu wichtig, um durch solch eine Affäre Schaden zu nehmen. Je eher Herr Fahrenschon und das Sparkassenpräsidium die Konsequenzen ziehen, desto besser für die Glaubwürdigkeit der Sparkasse.“

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