Verwaltung: „Kein Freibad-Verkauf“

In der Sondersitzung des Sportausschusses war der Ratssaal voll wie lange nicht mehr. Einziges Thema am Nachmittag war das Freibad Hiesfeld, zu welchem die grüne Ratsfraktion einen Prüfauftrag eingereicht hatte.

Um den besonderen Umständen ausreichend Rechnung zu tragen wurde die „Fragestunde für Einwohner*innen“ nach hinten verschoben und die Sitzung nach dem Sachstandsbericht von Verwaltung und Dinslakener Bäder GmbH pausiert, um auf alle Fragen aus der Bevölkerung eingehen zu können. Diese Gelegenheit wurde insbesondere von Vertreter*innen des Freibadvereins und der Werbegemeinschaft Hiesfeld ausführlich genutzt. Die kritischen Nachfragen und Stellungnahmen wendeten sich dabei ebenso gegen die Informationspolitik der Verwaltung wie gegen die Gewichtung von Investitionsprojekten in unserer Stadt.

Die Informationen zum Korrosionszustand der Filteranlage, der abgewendeten Einsturzgefahr des Beckens durch die Entleerung des Sandfilters, das Auslaufen einer Genehmigung durch das Gesundheitsamt Wesel ab 2018, die Grundwasser- und Bodenproblematik wie Absenkungen und die Störung des statischen Gleichgewichts durch eine geringe Tragfähigkeit des Untergrunds und einige weitere aufgeführte Mängel stellen die Zukunft des Freibads vor große Herausforderungen.

Für die kurz-/ mittelfristige Wiederinbetriebnahme des Bades stellte die Verwaltung die mögliche Nutzung einer „mobilen Filteranlage“ mit Kosten in Höhe von 235.000 € als Übergangslösung vor. Der Pachtvertrag der Stadt mit dinbad sieht in §4 (4) vor, dass nur bis zu einer Grenze von 40.000 € die Kosten für die Instandhaltung vom Pächter übernommen werden. Nun war also die Politik am Zug.

Der Ausschuss kombinierte und beschloss einen mündlich gestellten Prüfauftrag der CDU-Fraktion mit den Vorschlägen aus der grünen Ratsfraktion, um alle möglichen Szenarien für Kosten, Einnahmen und mögliche Fördermittel bei einer ökologischen Umstrukturierung des Freibads durchzurechnen. Dabei soll ein Gesamtbedarf in Dinslaken berechnet und alle drei Badeanstalten unserer Stadt betrachtet werden.

Die Verwaltung ließ allerdings wiederholt keinen Zweifel daran aufkommen, dass es beabsichtigt sein könnte die Fläche der Badeanlage nach Auslaufen des Pachtvertrages zu veräußern. Sowohl auf die Fragen aus der Bevölkerung, als auch nach Rückfrage aus dem Ausschuss, wie teuer denn das Grundstück wäre, wurde entschieden damit geantwortet, dass man sich mit dieser Option nicht beschäftigt habe oder beschäftigen werde.

Der Antrag von Seiten der Linken als Sportauschuss eine Empfehlung an die nachfolgenden Ausschüsse zu geben und die mobile Filteranlage anzuschaffen wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt, weil u.a. die SPD-Fraktion auf ihre anstehende Klausurtagung verwies und ohne vorherige Abstimmung nicht dafür stimmen mochte. Die Linke fürchtet, dass durch die vorgesehene Ratsfolge, sollte es keine Sondersitzungen geben, eine Eröffnung des Freibades erst in Richtung Juli / August möglich sei.

Abschließend scheint es uns wichtig zu erwähnen, dass nach der Veranstaltung Optionen wie eine teilweise Öffnung der Anlage, des kleinen Beckens und der Parkwiese angeregt wurden und Solidaritätsveranstaltungen für das Freibad in Hiesfeld denkbar sind. Uns würde es freuen.

 

WLAN „Dinslaken“ ist frei zugänglich!

Wir haben lange darauf gewartet und nun ist es endlich so weit: In unserer Innenstadt gibt es ein frei zugängliches, leicht zu nutzendes WLAN-Netz. Der Altmarkt und der Neutor wurden als erste Abschnitte mit Hotspots versorgt und wir hoffen, dass sich das Angebot weiter ausdehnt.

Der Anbieter „your-spot“, welche seine Dienste beispielsweise seit letztem Jahr auch in Kamp-Lintfort anbietet, wird nun ebenfalls in unserer Stadt aktiv. Das Surfen ist für je 30 min getaktet. Danach wird kurzzeitig der Kontakt zum Provider unterbrochen. Die Testphase wurde für drei Jahren angesetzt und wir sind uns sicher, dass es sich auszahlen und bewähren wird.

Die bisherigen Sponsoren, bei welchem wir uns für die Ermöglichung herzlich bedanken möchten, sind aktuell die Bäckerei Schollin, Brillen Chic, Café Findus, das Eiscafé am Altmarkt, Fleischerei Oberfohren, die Malteser Apotheke, die Niederrheinische Sparkasse RheinLippe, Volksbank Dinslaken und die Werbegemeinschaft Dinslaken.

Landtagsfraktion kritisiert BVWP / B8n

Die grüne Landtagsfraktion hat sich in einer ausführlichen Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan geäußert. Dort heißt es zu Beginn:

„[…] Es ist jedoch festzustellen, dass die für Stellungnahmen anberaumte Frist für eine ausführliche und angemessene Auseinandersetzung mit diesem zentralen verkehrspolitischen Plan nicht ausreichend ist. Die Schwerpunktsetzungen für eine nachhaltige Verkehrspolitik hätten eine breitere Debatte und Beteiligung verdient. Denn die Sicherstellung von Mobilität über eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist eine der zentralen Herausforderungen für Bund, Länder und Kommunen. Eine
besondere Herausforderung ist es, den wachsenden Ansprüche im Personen- und Güterverkehr durch gezielte Maßnahmen so zu begegnen, dass die Ziele einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung und Stärkung der umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene und Binnenschifffahrt gerade im Sinne eines umfassenden Klimaschutzes verwirklicht werden können. Die strategische Ausrichtung des Bundesverkehrswegeplanes (s. Investitionsszenarien S. 32 ff.) sollte sich entsprechend deutlich Stärker an Szenario 3 „Stärkung Schiene/Wasserstraße“ orientieren. Hierbei ist darauf zu verweisen, dass gerade in Bezug auf die Güterverkehre die Berechnungsgrundlagen des BVWP zweifelhaft sind.“

 

In der 17-seitigen Stellungnahme gibt es ebenfalls eine explizite Ausführung zur B8n, genauer:
B8−G10−NW von Dinslaken (A 59) bis Wesel (B 58)
B8−G10−NW−T1−NW von Dinslaken (A 59) bis Friedrichsfeld (K 12)
B8−G10−NW−T2−NW von Friedrichsfeld (K 12) bis Wesel (B 58)

„Das Projekt wird sehr kritisch bewertet. Es wird auf die Kritik des Umweltbundesamtes vom 25.04.2016 verwiesen, welches eine Streichung des Projekts aus Gründen des Natur- und Flächenschutzes anregt. Durch das Projekt käme es nicht nur zur Entlastung, sondern auch zur Belastung bestimmter Wohnsiedlungen im Bereich Voerde mit zusätzlichem Lärm und Schadstoffen. Bei dieser Strecke könnte es sich um eine Lkw-Maut-Ausweichstrecke zur A 3 handeln. Die kürzlich erfolgte Erweiterung der Lkw-Maut auf Fahrzeuge ab 7,5 sowie die ab 2018 vorgesehenen Ausweitung auf alle Bundesstraßen sollten in eine neue Bewertung des NKV einbezogen werden. Es fehlt eine Alternativenprüfung, durch welche Maßnahmen der Verkehrsfluss auf der bestehenden B 8 verbessert werden könnte. Der geplante Ausbau der A 3 (A3-G70-NW und A3-G80-NW, beide im VB) sollte als gesetzt in die Analyse des Planfalls 2030 übernommen werden, da über den Ausbau Verkehre auch verstärkt über die bestehende Autobahn abgewickelt werden könnten.“

 

Freibad-Debatte in GHZ-Aula, 24.05.

Die SPD Hiesfeld lädt für Dienstag den 24. Mai um 19:00 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zu dem Thema „Freibad“ in die Aula im GHZ ein.

Dabei haben Sie sowohl unseren Bürgermeister als auch Vertreter*innen der Dinslakener Bäder GmbH angekündigt und das sie für das „Bad kämpfen“ wollen.

Wir begrüßen diese Initative und möchten die Veranstaltung gerne unterstützen. Unsere eigenen Postionen haben wir unter https://www.gruene-dinslaken.de/naturfreibad-statt-schliessung/ zusammengetragen.

 

Stadtradeln geht in die nächste Runde

Liebe Radfahrer*innen in Dinslaken,

endlich ist es wieder soweit. Unter dem Namen „Stadt Dinslaken in der Metropole Ruhr“ nehmen wir vom 21. Mai bis 10. Juni 2016 gemeinsam am STADTRADELN teil. Seit 2008 findet dieses deutschlandweite Spektakel nun statt und wir finden es toll, dass wir wieder dabei sein werden.

Die Betreuung durch unsere Verwaltung werden von Rüdiger Wesseling (02064 66-509) und Roland Welger (02064 66-316), welche auch unter dinslaken@stadtradeln.de zu erreichen sind, geleistet.

Bisher haben sich 402 Kommunen angemeldet und treten 2016 für den Klimaschutz und die Radverkehrsförderung in die Pedale.

Als eine der Neuerungen wurde auch die Stadtradeln-App auf den neuesten Stand gebracht. Vielleicht schaffen wir es dieses Jahr sogar in die Hall of Fame…

Freihandelsabkommen ist echte Gefahr

Zur Veröffentlichung von Verhandlungsdokumenten zum Freihandelsabkommen TTIP durch Greenpeace erklärt Hubert Kück, Vorsitzender der GRÜNEN Kreistagsfraktion Wesel:

„Was jetzt von Greenpeace an geheimen Dokumenten veröffentlicht wurde, gibt Anlass zu größter Sorge. Verbraucher- und Umweltschutz, aber auch demokratische Grundprinzipien scheinen offenbar zur freien und billigen Verhandlungsmasse zu verkommen. Die TTIP-Papiere verdeutlichen, dass die Befürchtungen der Gegner nicht aus der Luft gegriffen sind. Im Gegenteil, die Dokumente zeigen: Sie haben Substanz!
Die Attacke der USA auf den europäischen Verbraucherschutz lässt zu Recht die Ablehnung vieler Bürger steigen. Die Aushöhlung unserer hart erkämpften Sozial-, Umwelt- und Lebensmittelstandards durch die USA ist nicht zu akzeptieren. Außerdem sind private Schiedsgerichte zwischen entwickelten Rechtsräumen nicht notwendig und daher in TTIP abzulehnen. Ich meine, dass die Verhandlungen sofort gestoppt werden müssen. Wenn überhaupt noch einmal über ein Handelsabkommen verhandelt werden sollte, dann transparent und an sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Kriterien ausgerichtet und unter Einbeziehung von Parlamenten und Zivilgesellschaft. Demokratische und rechtsstaatliche Institutionen dürfen nicht infrage gestellt werden – nur ein fairer Handel kann ein freier Handel sein.“

Der Hintergrund: Unter anderem pochen die USA darauf, das bislang geltende Vorsorgeprinzip in der Lebensmittelsicherheit oder im Tier- und Pflanzenschutz durch das in den USA geltende Risikoprinzip zu ersetzen. Dadurch können Produkte auf dem Markt zugelassen werden, bis ein Schadensfall nachgewiesen ist. Bisher müssen Produkte in Europa nachweislich unschädlich sein, um eine Zulassung zu erhalten.

Kück: „Das öffnet die Märkte hier in Europa für genmanipulierte Pflanzen und potenzielle Schadstoffe in Lebensmitteln. Dabei müsste doch im Gegenteil die Bevölkerung vor den davon ausgehenden Gefahren geschützt werden. Damit bleibt TTIP eine ökologische und demokratische Bedrohung. Ein möglicherweise imaginäres Wirtschaftswachstum darf nicht die Begründung für den Ausverkauf von Grundprinzipien und Bürgerrechten sein.“

B8n Verhindern – B8 Intelligent Verändern!

So das Fazit der SPD Veranstaltung zum neuen Bundesverkehrswegeplan. Über 150 Interessierte im Saal Wessel in Voerde-Spellen waren einhellig der Meinung, dass die Fortsetzung der A59 (B8n) ein für Menschen unerträgliches und Umwelt vernichtendes Projekt sei. Die Beruhigungsversuche vom eingeladenen Referenten, Dr. Krüger, MdB, der BVWP wäre nur ein grober unverbindlicher Rahmen, wurden mit großer Skepsis aufgenommen. Krüger war in der WAZ noch im März diesen Jahres  mit euphorischen Äußerungen zur B8n zitiert worden. Dieses bedauerte er nun in der Versammlung und wendete sich gegen die B8n. Lediglich der „vordringliche Bedarf“ sei zu begrüßen, weil die Region sonst weitere 15 Jahre auf eine Lösung der B8 -Problematik  warten müsse.

 

Wilfried Limke, 1. Technischer Beigeordneter der Stadt Voerde, nahm diesen Faden mit Darstellungen zu den möglichen Belastungen und Gefahren eindrucksvoll auf. Für Limke und die Stadt Voerde ist das „Projekt B8n“ in keinem Fall im Sinne der Region. Nachhaltige Lösungen für die Verkehrsverbindungen auf der B8 und eine Abkehr von der Fixierung auf „Blechrosslawinen“ seien gefragt.

Eine verbesserte Regelung der Ampelphasen, Kreisverkehrslösungen, eine Verbesserung der Radwegsituation und einige weitere Vorschläge wurden von den Versammlungsteilnehmer*innen eingebracht, um zum Beispiel eine Abtrennung der Rheinaue vom Hinterland und die Zerstörung eines europäischen Vogelschutzgebietes zu verhindern. Um im Abwägungsprozess auf Bundesebene eine gute Position zu haben, seien die bisherigen Einwendungen sehr positiv zu bewerten und es gelte für die Stadt Voerde alles für eine gelingende Nutzung des Klagerechts vorzubereiten.

Auch wenn die Kommunen in Dinslaken und Wesel derzeit noch wenig sensibel für die Problematik sind, werden die Vertreter*innen der Stadt Voerde versuchen ein Problembewusstsein mit Lösungsvorschlägen dorthin zu transportieren. Schließlich betreffen die Umwelt-, Abgas- und Lärmschutzbelange der in Rede stehenden Schnellstraße die Menschen insbesondere im Ortsteil Eppinghoven und bei der Südumgehung der Weseler Lippeaue ebenfalls in erheblichem Ausmaß.

Abschließend riet das Podium der Versammlung, unter Leitung des Voerder SPD-Fraktionsvorsitzenden Uwe Goemann, den Teilnehmer*innen auf der Hut zu sein. „Man könne nicht sagen; dass dauert noch ewig; Das kommt sowieso nicht! Da seien schon ganz andere Projekte „von ganz Oben“ durchgezogen worden“.

Also, sei weiteres engagiertes Stellungbeziehen, Interessenszusammenschluss mit kreativen, Aufmerksamkeit schaffenden Aktionen das Mittel der Wahl, um die B8n zu verhindern bzw. Lösungen für die Verkehrsproblematik der B8 zu entwickeln.

Lohberg-Ausstellung wandert, 12.-28.05.

Die Ausstellung „Lohberg100“ öffnet am 12. Mai um 18:00 Uhr im Ledigenheim auf der Stollenstraße 1, 46537 Dinslaken, zum ersten Mal ihre Türen.

100 Menschen werden in einer gefühlvollen Komposition dargestellt und geben ihrem Stadtteil ein bemerkenswert offenes, freundliches und interessantes Gesicht. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit aller Darsteller*innen, Organisator*innen und dem Forum Lohberg und hoffen auf großen Besucherandrang und Zuspruch.

Die Arbeiten sind im Ledigenheim am Fr. 13. Mai 2016 von 14 – 18 Uhr, Sa. 14. Mai von 10 – 14 Uhr und So. 15. Mai von 14 – 17 Uhr zu besichtigen und wandern dann in die Neutorgalerie.

Dort sind sie am Di. 17. Mai 2016 ab 16 Uhr und dann bis Sa. 28. Mai von täglich 10 – 20 Uhr zu bewundern.

 

Bürgerinformation zur KTH, 09.05.

Der Geschäftsbereich Bauen der Stadt Dinslaken unter der Leitung von Herrn Nettlenbusch richtet aus:

„Wie schon mehrfach in den Printmedien angekündigt, findet am Montag, 09. Mai 2016, um 18.00 Uhr (Ratssaal), eine Bürgerinformationsveranstaltung zur Kathrin-Türks-Halle statt, zu der ich Sie hiermit herzlich einladen möchte.
Der Ablauf der Veranstaltung gestaltet sich wie folgt:
18.00 Uhr        Einlass (Informationen im Foyer vor dem Ratssaal)
18.30 Uhr        Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Dr. Michael Heidinger
18.40 Uhr        Erläuterung des Anlasses/ Stand des Planungsprozesses durch Herrn Dr. Thomas Palotz
18.50 Uhr        Nutzungskonzept: Frau Christa Jahnke-Horstmann/ Herrn Jörg Springer
19.00 Uhr        Planungen zur Kathrin-Türks-Halle: Blocher Blocher Architekten, Stuttgart
19.30 Uhr        Zeit für von Fragen der BürgerInnen“

B8n – Wir sind keine Transitzone!

Die Zahl der Gegner wächst rasant, denn wir sind uns dem Ernst der Lage bewusst.

Neben dem ausführlichen Aufzeigen der Konsequenzen des Nabu durch seine Kreisgruppe Wesel  und den Mobilisierungen in Voerde durch die Grünen, die Wählergemeinschaft Voerde (WGV) und die SPD, sowie die Stellungnahme der Stadt Voerde gegen die Pläne des BVWP-Entwurfs werden nun immer mehr Stimmen gegen die Pläne aus Berlin laut.

Der Förderverein Haus Voerde und die Vereinsgemeinschaft Möllen haben ebenso ihre Einwendungen eingereicht, wie die grüne Kreistagsfraktion und etliche Einzelpersonen aus Dinslaken und Voerde. Neben der grünen Partei in Dinslaken bezieht auch die Linke klare Stellung und wendet sich gegen die verstaubten Dobrindt-Entwürfe.

Dass sich der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Wesel Dr. Ulrich Krüger nun den Fragen der eigenen Partei stellt hat insbesondere deshalb Brisanz, weil der Termin offensichtlich bewusst zwei Tage nach Einsendefrist terminiert wurde. Hat er gegen die Interessen seiner eigenen Kolleg*innen agiert? Die Voerder CDU ist sich sicher.

Den Wahlversprechen auf seiner eigenen Seite http://www.uli-krueger.de/themen/ käme er mit einer Umsetzung der B8n-Pläne jedenfalls nicht näher. Dort verspricht er u.a.:

• Förderung der kulturellen und historischen Güter am Niederrhein
• Schutz unserer einzigartigen niederrheinischen Landschaft und Umwelt
• Stärkung der kommunalen Finanzen, damit die Städte und Gemeinden im Kreis Wesel mehr Handlungsspielraum haben
• […]

Und nun kommt zu unserer Freude auch noch ein eingeschlafener Riese langsam aus seinem wohlverdienten Tiefschlaf. Den Aufruf vom Einwendungsrecht Gebrauch zu machen hatte sie bereits erklingen lassen, nun hat die Interessengemeinschaft gegen die A59 e.V. für den 10. Mai ab 19:00 Uhr in die Gaststätte „Zur Kutsche“ in Voerde, Grutkamp 2/ Ecke Bahnhofstraße, eingeladen.

„[…] Das sind wir unserer Natur, unserer Umwelt, den Menschen und unseren zukünftigen Generationen schuldig!

Weitere Interessierte und Mitstreitende für unsere Sache sind gern gesehene Gäste.“

 

Widerstand gegen Gasbohren

Das Klimabündnis Hamm ruft zum landesweiten Aktionstag auf. Unser Ortsverband unterstützt diese Initiative und stellt sich hinter die Forderungen gegen Gasbohren. Jürgen Blümer von „Energiewende jetzt“ schreibt dazu:

„Wer geglaubt hat, dass mit dem zweiten Bohrturm von HammGas – nun auf dem Hammer Stadtgebiet – sich die Menschen in den neuen Bergbau-Zonen in ihr Schicksal ergeben, darf sich getäuscht sehen. Denn aktuell ist die Debatte um Fracking und Gasbohren wieder voll entbrannt. Passend dazu gibt es die Möglichkeit, den Widerstand gegen Gasbohren jetzt aktiv als MitzeichnerIn des Aktionsaufrufs zu unterstützen: http://www.klimabuendnis-hamm.de/?p=4129

Die Menschenkette um den Bohrturm in Herbern nimmt langsam Gestalt an und wir sind guter Hoffnung, dass wir in NRW ausreichend mobilisieren können – mit Eurer Hilfe, für die Energiewende und gegen Gasbohren. Angefeuert wurde die aktuelle Diskussion zu Fracking und Gasbohren nicht zuletzt durch die Anträge von Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen im Bundestag sowie dem ‚Nein‘ der NRW Landes-Grünen zum HammGas-Projekt.

Auf Bundesebene schieben sich Union und SPD nun gegenseitig die Schuld in die Schuhe, wer für das Abstimmungs-Desaster im Bundestag verantwortlich ist, während das Versagen der verantwortlichen PolitikerInnen in der Großen Koalition und in der Landes-SPD nun nicht mehr unter den Teppich zu kehren ist.

Daher hier wieder ein Update von den aktuellen Meldungen der letzten Tage:

Hammer Grüne fühlen sich über den Tisch gezogen http://www.lippewelle.de/start/lokalnachrichten/single/article/misskommunikation-beim-gasbohren/

Linke Hamm sieht Transparenz-Versprechen nun endgültig demaskiert http://www.dielinke-nrw.de/nc/partei/vor_ort/presseerklaerungen/detailansicht_der_presseerklaerungen/zurueck/aktuelles/artikel/gasbohren-an-wassertuermen-1/

BBU wirft Ministerpräsidentin Kraft Irreführung beim Fracking-Verbot vor http://www.gegen-gasbohren.de/2016/05/01/bbu-nrw-ministerpraesidentin-kraft-fuehrt-bevoelkerung-beim-fracking-in-die-irre/

Aktionsbündnis für den Protest gegen Gasbohren in NRW nimmt Gestalt an http://www.klimabuendnis-hamm.de/?page_id=4264

Fracking-Verbot scheitert im Bundestag an SPD, CDU und CSU https://www.nabu.de/news/2016/04/20646.html

Wir sehen uns am 22.05. am Bohrturm!“

Maikundgebung im Burgtheater

Am 1. Mai hatte der DGB-Ortsverband Dinslaken – Voerde – Hünxe traditionell zur Maifeier in Dinslaken eingeladen. Wie auch in den letzten Jahren ging der Demonstrationszug zur Kundgebung für mehr Solidarität vom Bahnhof zum Burgtheater.

Auch wir waren wieder vor Ort und nahmen an der Veranstaltung teil, deren Inhalte wir mit voller Überzeugung teilen. Nach der Eröffnung durch Alexander Lazarevic, dem DGB-Ortsverbandsvorsitzenden, und einer kurzen, aber prägnanten Ansprache von unserem Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, in welcher er die vollständige Umsetzung des Konnexitätsprinzips forderte, folgte eine starke und ehrliche Mai-Rede von Jürgen Widera, Pfarrer der KDA Region Niederrhein.

 

Wir haben Herrn Widera um seine sehr gelungene Rede gebeten und stellen Sie euch hier in unseren Kommentaren zur Verfügung.

Kritischer B8n-Diskussionsabend, 04.05.

Das sollte keiner verpassen!

Am kommenden Mittwoch, 4. Mai, findet im Gasthaus Wessel, Mehrumer Straße 14 in Voerde – Spellen, um 18.30 Uhr ein Informationsabend mit Tragweite statt. Aus dem Bundestag kommt der SPD-Abgeordnete Dr. Ulrich Krüger und wird die vom Bundesverkehrsminister vorgelegten Entwürfe zum Bundesverkehrswegeplan 2030 vorstellen.

Am 2. Mai endet die Abgabefrist beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für Stellungnahmen und der Rat in Dinslaken hat sich mit der Thematik noch nicht befasst, obwohl die Pläne auch Dinslaken betreffen und nun sogar in die Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft wurden. Und dies alles sogar gegen den Willen der Stadt Voerde, welche die beschriebene Trassenführung einer B8n in der vorliegenden Form in einer Stellungnahme deutlich ablehnt.

Daher lädt der SPD-Ortsverein Stadt Voerde gemeinsam mit der SPD-Ratsfaktion zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung alle interessierten Voerder*innen ein, welche auch wir euch gerne ans Herz legen möchten.

Der geplante Flächenverbrauch, sowie die zu erwartenden Lärmbelästigungen und Umweltschäden stehen in keinem Verhältnis zu den angeführten Vorteilen und sind für die Grüne Partei in Dinslaken in dieser Form nicht hinnehmbar.

Das Projektinformationssystem (PRINS) zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 informiert über alle Teilprojekte. Das „B8n“-Vorhaben läuft unter der Projektnummer B8-G10-NW-T1-NW und soll 93,1 Millionen Euro kosten. (http://www.bvwp-projekte.de/strasse/B8-G10-NW-T1-NW/B8-G10-NW-T1-NW.html)

GeoBasis-DE / BKG 2013 (Daten verändert))

Hiesfelder Naturfreibad statt Schließung

Die grüne Fraktion in Dinslaken hat auf Grundlage der Ergebnisse aus den zurückliegenden Beratungen in Zusammenhang mit der schwierigen Situation des Hiesfelder Freibads die Möglichkeit eines Naturfreibads erneut öffentlich ins Spiel gebracht. Damals hatten sich die Forderungen im Rat zu Ungunsten der Wünsche von Partei und Fraktion nicht durchgesetzt. Nun wird auf einen Wandel in den Einstellungen der Verantwortlichen gehofft.

Dazu soll die Verwaltung die Kosten eines möglichen ökologischen Umbaus prüfen und das Bad in Hiesfeld ohne Chlor langsfristig attraktiver werden. Dazu wäre auch die Angleichung der Eintrittspreise von Seiten der Dinslakener Bäder GmbH mit dem dinamare noch einmal zu diskutieren.

Die grüne Partei könnte sich dabei auch die Einrichtung einer naturnahen Saunalandschaft am Beispiel des „Auquarius Saunagarten Borken“ vorstellen, welche auf ihrer Homepage schreiben: „Der Aquarius Naturteich bietet Ihnen ein Abkühlvergnügen wie in einem unberührten finnischen See. Genießen Sie nichts als pures, kristallklares Wasser – denn für die einwandfreie hygienische Qualität sorgen ausschließlich die Kräfte der Natur. Ein innovatives Filtriersystem macht es möglich, vollständig auf Chlor oder andere Chemikalien zu verzichten.“ (http://www.aquarius-borken.de/index.php?id=20)