Zurück in die Zukunft – Coronavision Digital, 7.10.

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Wesel laden für Mittwoch, den 07. Oktober 2020 ab 18.00 Uhr zu einer Videokonferenz ein.

In der Einladung heißt es: „Erinnern Sie sich noch an die Zukunftskonferenz “Wie wollen Frauen und Männer im Jahr 2030 im Kreis Wesel leben?” im Ledigenheim Dinslaken im April 2018?

In dieser Veranstaltung haben wir gemeinsam mit interessierten Menschen Visionen diskutiert und diese durch Workshops im Jahr 2019 weiterentwickelt. Die Nachfolgeveranstaltung im Juni 2020 musste coronabedingt auf April 2021 verschoben werden.

Das Coronavirus trifft uns nicht alle gleich. Die Corona-Krise hat auch ein Geschlecht. Corona hemmt das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Zusammenleben. Die Corona-Krise verschärft soziale Ungleichheit.

Frauen – so sieht es aus – scheinen die Verliererinnen der Pandemie zu sein. Erste Studien zeigen, dass Frauen mehrheitlich ihre Erwerbstätigkeit zurückgestellt haben, um die familiären Aufgaben zu übernehmen. Auch haben sie als “Heldinnen der Pandemie” gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Mittelfristig wird sich dies jedoch für die Frauen in verschiedenster Hinsicht negativ auswirken.

Was können wir tun? Welche Maßnahmen, Entscheidungen sind erforderlich, damit die Frauen nicht zu den Verliererinnen werden?

Alles das möchten wir, die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Wesel, mit Ihnen diskutieren, dieses Mal DIGITAL!
Mit dabei ist erneut Sabine Heinrich vom WDR.

Notieren Sie sich den 07. Oktober 2020!

Eine Einladung zur Videokonferenz wird folgen. „

Bürgertickets in NRW – Innovative ÖPNV-Finanzierung ermöglichen

Die hohen Fahrpreise im ÖPNV stoßen bei den Bürger*innen immer mehr auf Unverständnis, vor allem weil das Angebot an Bussen und Bahnen nicht in gleichem Maße verbessert wird. Auch wir GRÜNE beschäftigen uns schon lange auf allen Ebenen mit einer Reform der ÖPNV-Finanzierung. Wir suchen nach Lösungen, wie wir sowohl mehr Menschen zur Nutzung des ÖPNVs u.a. durch niedrigere Fahrpreise anregen, als auch genügend Mittel bereitstellen können, um massiv in den Ausbau des ÖPNV-Angebots vor Ort zu investieren.

Die „Initiative Bürgerticket für Wuppertal“ hat ein interessantes Konzept erarbeitet (siehe hier), wie mithilfe eines „solidarischen Bürgertickets“ dieses Problem zumindest in Städten mit guter ÖPNV-Infrastruktur gelöst werden könnte. Es geht im Kern dabei um eine kommunale Nahverkehrsabgabe, die alle Einwohner*innen mit Zugang zum ÖPNV bezahlen und diesen dann fahrscheinfrei nutzen können. Die GRÜNE Landtagsfraktion hat dazu ein wissenschaftliches Gutachten in Auftrag gegeben, ob ein solches Konzept in NRW-Städten rechtlich möglich wäre. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass es bei wenigen landesrechtlichen Anpassungen möglich wäre.

Deshalb haben wir GRÜNE nun einen Antrag im Landtag gestellt, in dem wir die Landesregierung auffordern, diese Anpassungen vorzunehmen und eine Experimentierklausel im ÖPNV-Gesetz NRW vorzusehen. Dies würde den Kommunen in NRW die Möglichkeit geben, ein solches Bürgerticket oder andere alternative ÖPNV-Finanzierungskonzepte im Rahmen eines Modellversuchs ausprobieren zu können.

Briefwahl – Grün wählen geht auch vor dem 13.09.

Noch nie zuvor hatten wir in NRW so große Chancen, eure Ideen für unsere Städte und Gemeinden Wirklichkeit werden zu lassen: Am 13. September geht es um die Frage: Schaffen wir es, unsere Kommunen zukunftsfest zu machen?

Dafür brauchen wir deine Stimme. Mit dir an unserer Seite wollen wir das beste Ergebnis in NRW holen, das wir jemals bei einer Kommunalwahl hatten.

Es geht darum, wer Städte, Kreise und Dörfer gestaltet. Wer Verantwortung übernimmt, um unsere Orte zukunftsfest zu machen. Mit deiner Hilfe können wir unser Leben vor Ort entscheidend zum Guten verändern. Gemeinsam mit dir, deiner Familie und deinen Freund*innen gestalten wir den Wandel. Jetzt ist die Zeit!

Können wir auf dich zählen? Dann wähle schon jetzt per Briefwahl und unterstütze die Grünen vor Ort im Wahlkampf: Teile die Videos mit deiner Familie, deinen Freund*innen und Bekannten. Gemeinsam schaffen wir das!

Und noch eine wichtige Info: Wenn du neu in Dinslaken bist, denk bitte daran, dich bis zum 28. August umzumelden, um für bei uns vor Ort wählen zu können.

Grüne wollen Radverkehr in Dinslaken priorisieren

Die Grünen in Dinslaken fordern umfassende Maßnahmen, um Dinslaken konsequent zu einer Fahrrad- und Fußgänger*innenfreundlichen Stadt zu machen.

“Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es eines detaillierten Verkehrskonzeptes, welches den Rad- und Fußgängerverkehr an die erste Stelle setzt. Einzelmaßnahmen reichen nicht aus, um die Situation für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen spürbar zu verbessern”, erklärt die Spitzendkandidatin und Sprecherin der Grünen in Dinslaken Beate Stock-Schröer. „Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Barrierefreiheit.

Teilhabe an der Gesellschaft setzt Mobilität voraus. Daher möchten wir Barrieren in der Stadt abbauen und Mobilität ermöglichen. Wir müssen sicherstellen, dass Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen in Dinslaken sicher und schnell an ihr Ziel kommen.” Der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer muss nach Meinung der Grünen eine hohe Priorität eingeräumt werden.

„Fahrradstraßen gehören gerade im innerstädtischen Bereich zum Instrumentenkasten einer modernen Stadt. Auch baulich getrennte Radstreifen, sogenannte „protected bike lanes” tragen dazu bei. Breitere Radwege und -streifen sowie Mindeststandards für den Rad- und Fußverkehr müssen festgelegt und umgesetzt werden“ ergänzt Rico Koske, der ebenfalls für den Rat in Dinslaken kandidiert.

Für Fahrräder möchten die Grünen in der Stadt ausreichend kostenfreie Abstellmöglichkeiten schaffen, die sicher und gut zu erreichen sind. Ebenso sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, E-Bikes und Pedelecs zu laden. Die Kombinationsfähigkeit von ÖPNV und Fahrrad soll ebenfalls verbessert werden.

Dazu führt Rico Koske weiter aus: „Ausreichend Platz zur Fahrradmitnahme, bequemes Ein- und Aussteigen auch mit Rad, Rollstuhl oder Kinderwagen sind unerlässlich. In unserer Stadt sehen wir viel Verbesserungsbedarf. Zur besseren Erreichbarkeit des Bahnhofs schlagen wir einen Tunnel vor, der Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen eine Querung des Bahnhofs ermöglicht und die Zugänglichkeit des Bahnhofs und der Innenstadt von Norden verbessert. Als klares Zeichen für die Priorität des Fahrrads möchten wir Fahrradstationen im Stadtgebiet aufstellen, welche die Möglichkeit schaffen, kleine Reparaturen unterwegs durchzuführen oder eben schnell das Fahrrad aufzupumpen.“

„Um eine bessere Vernetzung innerhalb der Stadt zu erreichen, ist eine grüne Welle für den Radverkehr anzustreben. Innerstädtische Radschnellwegeverbindungen, die direkt, komfortabel, sicher und kreuzungsarm geführt werden, sorgen für eine Entlastung der Straßen, weniger Lärm und weniger Schadstoffe. Diese Radschnellwege müssen auch konsequent in die Nachbarkommunen fortgeführt und so Dinslaken an ein zukünftiges Radschnellwegenetz Ruhrgebiet angeschlossen werden“, erläutert Patrick Voss, Sprecher der Grünen in Dinslaken und Spitzenkandidat für das Ruhrparlament. „Dinslaken muss hier als Vorreiter vorangehen. Erste Pläne, wie z.B. der Radschnellweg von Duisburg nach Wesel, können zu einer Entlastung der B8 beitragen. Aber auch Verbindungen nach Oberhausen, Bottrop, Hünxe und Voerde sind dringend zu prüfen. Das Konzept für das regionale Radwegenetz in der Metropole Ruhr des RVR sieht diese Verbindungen als erstrebenswert an. Der RVR aber auch die Stadt müssen diese Projekte jetzt vorantreiben.“

Darüber hinaus setzen sich die Grünen dafür ein, Dinslaken ans Netz des Metropolrad Ruhr anzubinden. Auch die Möglichkeit Lastenräder zu leihen, soll geschaffen werden.

Anton Hofreiter am Altmarkt, 18h, 24.8.

Die Grünen in Dinslaken freuen sich sehr über einen sehr besonderen Besuch. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, kommt zum Thema „Ökologische Stadtentwicklung“ nach Dinslaken zum Altmarkt.

Beginn der Reden im Townhall-Format wird vrstl. um 18 Uhr sein. Einleitende Reden soll es ergänzend von den Dinslakener Spitzenkandidat*innen Beate Stock-Schröer und Niklas Graf, der parteilosen Bürgermeisterkandidatin Michaela Eislöffel sowie der Landratskandidatin Petra Schmidt-Niersmann geben. Anschließend sollen interessierte Bürger*innen die Möglichkeit erhalten Fragen an die Politiker*innen zu stellen und gemeinsam zu diskutieren.

Die Veranstaltung ist von der Stadt Dinslaken und der Kreispolizei genehmigt worden und wir unter den vorgegebenen Corona-Schutzmaßnahmen stattfinden. Dadurch, dass es sich um eine Open Air Veranstaltung handelt, können alle Interessierten ohne vorherige Anmeldung einfach kommen. Es wird allerdings gebeten einen Mund/Nasenbedeckung mit sich zu tragen, falls der Altmarkt sich zu sehr füllen sollte.

Grüne fordern gemeinsam mehr ökologische Landwirtschaft

Für die Grünen in Dinslaken und Voerde ist die ökologische und regionale Landwirtschaft Voraussetzung für eine nachhaltige und gesunde Ernährung. Daher wollen die beiden grünen Ortsverbände lokale Landwirtschaftsbetriebe unterstützen die sich am ökologischen Anbau orientieren und besuchten gemeinsam mit der ehemaligen Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn und der grünen Landratskandidatin Petra Schmidt-Niersmann den Betrieb von MD Bioservice GmbH.

Bei der Besichtigung der Felder in Möllen und der Erläuterungen durch Matthias Drescher und seinem Mitarbeiter ging Bärbel Höhn auf die aktuelle Situation der Landwirtschaft ein: „Die landwirtschaftliche Produktion muss sich strukturell ändern: Im letzten Jahr sind in Deutschland 6,3 Mrd. € an Zuschüssen in diesen Bereich gegangen. Wir wollen, dass von diesen Geldern eine nachhaltige Landwirtschaft finanziert wird, die nicht zu Nitratüberschuss, Tierleid und Verlust von Artenvielfalt führt. Gesunde LEBENsmittel sind die Grundlage für unser Wohlbefinden, wir sollten sie wertschätzen und nicht die Billigproduktion fördern. Bäuerliche Familienbetriebe müssen eine Zukunftsperspektive bekommen. Dazu können alle Ebenen beitragen: die Kommune, das Land, der Bund und die EU.“

Die Sprecherin der Grünen Voerde, Britta Dickmann, hält fest: “Der Hof und die Arbeit von MD Bioservice GmbH zeigen, dass es möglich ist, gute Bio-Produkte aus der Region, für die Region, herzustellen und verlässlich zu liefern. Das beweist auch, dass kommerzielle Interessen und Nachhaltigkeit im Gleichgewicht zueinanderstehen können. Der Besuch hat uns gezeigt, dass wir mit voller Überzeugung mehr solcher Höfe für unsere Region fordern können.”

Die Spitzenkandidatin der Grünen Dinslaken Beate Stock-Schröer betont: “Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative zum ökologischen Landbau, wenn wir den Klimaschutz ernst meinen und die Gesundheit der Menschen im Blick haben. Durch die schonende und bedarfsgerechte Bearbeitung des Bodens ohne unnötige Düngung und Unkrautvernichter, lässt sich die für die Vegetation so wichtige Humusschicht aufbauen. Diese speichert dann zusätzlich klimaschädliches CO2. Das ist ein doppelter Gewinn für Mensch und Umwelt und dafür müssen wir in unserer Region ausreichend Flächen zur Verfügung stellen. Streuobstwiesen, Grünflächen und Felder, die in erster Linie ökologisch bewirtschaftet sind, prägten immer schon das Bild von Eppinghoven und Möllen. Durch die zunehmende Bebauung und den Flächenverbrauch gerade in diesen beiden Bereichen, droht sich das immer mehr zu verändern, dabei hätten wir hier die Möglichkeit zu einem Leuchtturmprojekt zu werden, wenn wir den Bereich als ökologischen Landwirtschaftsraum entwickeln würden.”

Petra Schmidt-Niersmann erklärt: “Strukturelle Änderungen muss es nicht nur auf Landes- und Bundesebene geben, sondern auch auf Kreis- und Kommunalebene. Der Kreis muss darauf hinwirken, dass die Zahl der Höfe, die ökologische Landwirtschaft betreiben, signifikant erhöht werden. Als Landrätin setze ich mich dafür ein, dass Verpächter von landwirtschaftlichen Nutzflächen Pachtverträge vermehrt mit Bauern und Bäuerinnen abschließen, die ökologische Landwirtschaft betreiben.”

Erfolgreicher Landesparteitag: GRÜNE NRW gehen hochmotiviert in heiße Wahlkampfphase

Die GRÜNEN NRW haben am Samstag ihren ersten Landesparteitag unter Corona-Bedingungen durchgeführt. Die 282 Delegierten trafen sich dazu in einer großen Messehalle in Dortmund. Sie wählten Mona Neubaur und Felix Banaszak erneut an die Spitze der Partei. Thematisch beschäftigte sich der Parteitag sowohl mit der Corona-Krise, als auch der NRW-Kommunalwahl am 13. September.

Zu Beginn des Parteitags hatte die Bundesvorsitzende der GRÜNEN, Annalena Baerbock, die Delegierten mit einer engagierten Rede auf den Schlussspurt bis zu Wahl eingestimmt. Zum Thema Corona sagte sie in Richtung Landesregierung: „Wenn wir wollen, dass die Menschen in unserem Land mitmachen, ihren gesunden Menschenverstand einschalten, Vertrauen haben und auch Fehler verzeihen, dann braucht es vonseiten der Politik Verbindlichkeit, klare Ansprachen, verständliche Begründungen.“

Anschließend stellten die Landesvorsitzenden, Mona Neubaur und Felix Banaszak, den Leitantrag „Heute das Morgen in NRW gestalten“ vor. Dabei sagte Neubaur: „Die Corona-Krise ist vielleicht unsere letzte Chance für den Klimaschutz. Wenn wir beide Krisen zusammen bekämpfen. Wir wollen in NRW ein Grünes Wirtschaftswunder, das sich für alle Menschen lohnt. Mit Strom aus Sonne und Wind, an dem nicht RWE verdient, sondern die Bürger*innen; mit CO2-freiem Stahl made in NRW, denn der bietet den Beschäftigten in der Stahlbranche eine Zukunft; mit regionalen und ökologischen Perspektiven für die Bäuerinnen und Bauern; mit einer Verkehrspolitik, nicht aus der Perspektive der Windschutzscheibe. Sondern mit dem Fahrradlenker in der Hand. Und mit einer Wirtschaftspolitik, der lokal nicht egal ist. Wir brauchen einen Rettungsschirm für Künstler*innen und Gastronomie!“

Und Felix Banaszak sagte: „Wir fordern bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung. Für diejenigen, die sich für uns alle aufreiben, die in diesem Land jeden Tag putzen, versorgen, verkaufen, liefern.“ Er kritisierte den Umgang der Landesregierung mit der Corona-Krise: „War es richtig, zuerst die Möbelhäuser zu öffnen, bevor es Lösungen für Kinderspielplätze und Schulen gibt? Wir sagen Nein, auch nicht im Land der Küchenbauer. Unsere Priorität sind die Kinder, ihre Familien, Menschen, die pflegebedürftig sind und all jene, die auf besondere Unterstützung angewiesen sind, weil sie es eh schon nicht leicht haben. Die Corona-Krise darf nicht zur Bildungskrise werden. Dem gegenüber steht eine Landesregierung, die frei nach dem Prinzip Hoffnung handelt. Das ist kein politischer Anspruch, das ist schlicht Arbeitsverweigerung.“ Der Leitantrag wurde ohne Gegenstimmen angenommen.

Beide Landesvorsitzenden wurden für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Mona Neubaur erhielt bei ihrer Wahl 83,1 Prozent der Delegiertenstimmen. Auch Felix Banaszak wurde mit klarer Mehrheit gewählt und erhielt 76,8 Prozent der Stimmen. Der Politische Geschäftsführer, Raoul Roßbach, sowie Schatzmeisterin Anja von Marenholtz wurden mit 84,6 bzw. 88,6 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Landesvorstands wurden Julia Höller (KV Bonn), Verena Verspohl (KV Hochsauerlandkreis), Jan-Niclas Gesenhues (KV Steinfurt) und Robin Wagener (KV Lippe) gewählt.

Der Parteitag wählte außerdem Listen für die Landschaftsversammlungen Rheinland und Westfalen, sowie die Listen für Regionalräte.

Klimawandel in NRW: Mehr Hitze, weniger Frost

Aktuelle Auswertungen im Klimafolgenmonitoring NRW des LANUV belegen Veränderungen für Mensch, Natur und Umwelt.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit: Der Klimawandel ist in Nordrhein-Westfalen längst angekommen und bringt spürbare und sichtbare Veränderungen mit sich. Dies belegen auch aktuelle Auswertungen anhand von 32 Indikatoren aus dem Klimafolgenmonitoring des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). Demnach ist die mittlere Jahrestemperatur in der letzten Klimaperiode 1990-2019 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1881-1910 um 1,5 Kelvin auf 9,9 Grad Celsius angestiegen. Die Zahl der Sommertage (über 25 Grad) beziehungsweise Hitzetage (über 30 Grad) hat in den vergangenen hundert Jahren um elf beziehungsweise vier heiße Tage zugenommen. Zugleich gibt es in Nordrhein-Westfalen heute durchschnittlich zwölf Frosttage weniger.

Auch in der Tierwelt gibt es bereits sichtbare Veränderungen. Demnach steigt der Bestand der Vogelarten, die wärmere Gegenden bevorzugen (Beispiel: Grünspecht). Abnehmend ist die Zahl der Vogelarten, die kühlere Gegenden bevorzugen (Beispiel: Tannenhäher oder Wintergoldhähnchen). Derweil können Pflanzen heute rund zwei Wochen länger wachsen als noch vor 70 Jahren.

Dauerte die Vegetationsperiode zwischen 1951 und 1980 noch 207 Tage, so sind es von 1990-2019 schon 217 Tage im Durchschnitt. Der Beginn der Apfelblüte hat sich seit 1951 von Anfang Mai auf Mitte April verschoben. De facto bedeutet dies, dass der Frühling früher beginnt und der Herbst später endet, folglich der Winter kürzer wird. In der Folge ist die Anzahl der Schneetage auf dem Kahlen Asten in 60 Jahren um ein Viertel gesunken.

Das LANUV misst die Folgen des Klimawandels anhand von insgesamt 32 Indikatoren. „Unsere Indikatoren bilden die einzelnen Effekte der Klimaveränderungen ab und machen sie sichtbar und nachvollziehbar. In einigen Bereichen können unsere Fachleute auf Daten aus mehr als hundert Jahren zurückgreifen. Damit zeigen sich Trends, die die Auswirkung der Klimaveränderungen belegen“, erläutert LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen die Datenauswertungen. Zu den Indikatoren gehören Daten zur Temperatur, zum Wasserhaushalt und zu den Ökosystemen, aber auch die Einflüsse auf die menschliche Gesundheit.

Bereits heute sind in den dicht besiedelten Gebieten Nordrhein-Westfalens 6,9 Millionen Menschen von Hitzebelastung betroffen, in Zukunft (2050) dürften es laut den Prognosen des LANUV bis zu elf Millionen Menschen werden. So bedeutet Sommer für immer mehr Menschen Hitzestress; betroffen sind insbesondere ältere und kranke Menschen in den Städten. Hier können bei Hitzewellen die Temperaturunterschiede zwischen Stadt und Land bis zu 10 Grad Celsius betragen.

„Auf Grundlage unserer Daten und mit unserer Unterstützung können Kommunen, Landkreise und Regionen ihre individuelle Gefährdungslage herausarbeiten. Durch individuell zugeschnittene Daten können passgenaue Maßnahmen zur Anpassung entwickelt und umgesetzt werden“, betont Delschen. Unter anderem hat das LANUV in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst und der Stadt Bonn ein Planungs-Tool für die Kommunen entwickelt, mit dem bereits während des Planungsprozesses die effektivsten Anpassungsmaßnahmen ermittelt werden können.

Klimamodelle projizieren für Nordrhein-Westfalen eine Temperaturzunahme von 2,8 bis 4,4 Grad Celsius für den Zeitraum 2071-2100 bezogen auf den Zeitraum 1971-2000 – wenn weiterhin die Treibhausgasemissionen weltweit steigen. Damit verbundene Klimaveränderungen stellen Mensch und Natur, aber auch Wirtschaftsbranchen wie insbesondere die Forst- und Landwirtschaft vor große Herausforderungen.

Die Daten des Klimafolgenmonitorings sind auf der Internetseite des
LANUV tabellarisch und als Trendgrafiken für die verfügbaren Jahrgänge veröffentlicht. Methoden und Hintergründe werden für die einzelnen Indikatoren erläutert: www.kfm.nrw.de

Eröffnung der Gesamtschule in Hiesfeld

Zur Eröffnung der Gesamtschule Hiesfeld wurden neben den Eltern und Schülerinnen und Schülern der neuen Gesamtschule Hiesfeld auch die Politik der Stadt Dinslaken eingeladen. Von den Grünen waren die Fraktionsvorsitzende Lilo Wallerich und Andreas Kalthoff, welcher auf Listenplatz 8 bei der Kommunalwahl antritt, anwesend. Beide Fraktionsmitglieder bedankten sich bei der Organisatorin Daniela Gottwald.

„Die Eröffnungsfeier bei dieser Hitze mit Mundschutz durchzuführen, zeugt von großem Verantwortungsbewusstsein bei der Leitung des Organisationsteams. Alle anwesenden Personen zeigten eine enorme Disziplin beim Tragen des Mund-/ Nasenschutzes. Gerade weil die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt und der Mindestabstand nicht einzuhalten war, war die Disziplin der Anwesenden umso wichtiger,“ erklärte Lilo Wallerich.

Die Grünen begrüßen die zweite Gesamtschule in Dinslaken und betonen die wichtig und dringlich es ist den digitalen Ausbau der Dinslakener Schulen voranzutreiben. „Trotz aller Hygienekonzepte und Sorgfalt während des Schulbetriebes, kann es jederzeit wieder zu Schulschließungen und somit zu Fernunterricht kommen und dann muss jede Lehrerin und jeder Lehrer sowie jede Schülerin und jeder Schüler Zugang zu digitalen Medien und digitalen  Lerninhalten haben. Die digitale Infrastruktur in Dinslaken muss verbessert werden, um zukunftsfähig zu bleiben,“ betonte Andreas Kalthoff. Die Grünen untermauern damit eine Forderung von Frau Eislöffel, welche sich im Wahlkampf im Besonderen für „Beste Bildung“ und ausreichend digitale Endgeräte in den Dinslakener Schulen einsetzt.

Masterplan Grundschule bleibt hinter Erwartungen zurück

Zur Vorstellung des Masterplans Grundschule von Schulministerin Gebauer am 11.08.2020 erklärt Sigrid Beer, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

„Seit drei Jahren hat Ministerin Gebauer immer wieder den Masterplan Grundschule angekündigt, das hat die Erwartungen hochgetrieben. Vor allem auch, weil in der Zwischenzeit die Grundschule bei anderen Förderprogrammen wie den Talentschulen oder der Neuausrichtung der Inklusion mit dem Verweis auf den Masterplan ausgenommen wurde. Doch der jetzt vorgestellte Plan enttäuscht. Zusagen wie zusätzliche Stellen für die Schulverwaltungsassistenz und mehr Entlastungsstunden sind nur ein Trostpflaster. Aber bei der Inklusion – und darauf warten die Grundschulen auch seit drei Jahren –  sind gerade einmal 300 Stellen zusätzlich für rund 2800 Grundschulen bis zum Ende der Legislaturperiode vorgesehen. Somit wird ein wesentlicher Teil der Versprechen in die nächste Legislatur verschoben.

Bis 2025 ist die Schaffung von 1300 Beförderungsstellen nach Stufe A13 geplant. Das sind nur fünf Prozent der Lehrerstellen in der Grundschule. Bei dem Tempo braucht es hundert Jahre, um allen Grundschullehrkräften A13 zu ermöglichen. Wahrlich ein Jahrhundertplan. Die Landesregierung bleibt die grundlegende Antwort zur Besoldungsanpassung auf A13 schuldig. Auch enttäuschend: Es gibt kein Angebot für Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen wollen und keine unbürokratische Öffnung beim Einschulungsstichtag, trotz Corona-Bedingungen für Eltern und Schulen. Auch hier drei Jahre vergebenes Warten.“

Anträge für Künstler*innenstipendien können ab jetzt online gestellt werden

Landesregierung schreibt 15.000 Stipendien in Höhe von 7.000 Euro aus.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt u.a. folgendes mit: Ab sofort können freischaffende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten Anträge für Stipendien über die Website des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft stellen (www.mkw.nrw). Mit dem umfangreichen Stipendienprogramm „Auf geht’s!“ in Höhe von 105 Millionen Euro unterstützt die Landesregierung Künstlerinnen und Künstler dabei, ihre Arbeit trotz der weiterhin notwendigen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fortzusetzen. Die Stipendien sollen helfen, begonnene Vorhaben zum Abschluss zu bringen, neue zu konzipieren oder auch neue Vermittlungsformate zu entwickeln und auszuprobieren.

Ausgeschrieben werden 15.000 Stipendien, die mit je 7.000 Euro dotiert sind. Bewerben können sich freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, deren Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen liegt und die ihre künstlerische Tätigkeit im Haupterwerb betreiben. Voraussetzung für die Antragsstellung ist eine aussagefähige künstlerische Biografie oder die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse bzw. in einem einschlägigen Künstlerverband, die Angabe von zwei Referenzen sowie eine Kurzbeschreibung des geplanten Projektes. Die Antragsfrist läuft bis zum 30. September 2020.

Das Antragsverfahren, alle Informationen zur Ausschreibung und zum Online-Antrag sowie häufig gestellte Fragen finden Sie hier.

Unter künstlerstipendium.nrw.de gelangen Sie direkt zum Online-Antrag.

Grüne Dinslaken setzen europapolitischen Schwerpunkt

Die Grünen in Dinslaken regen an eine dritte Städtepartnerschaft einzugehen. Darüber hinaus möchten die Grünen die Kooperation auf europäischer Ebene intensivieren und stellen dafür eine Reihe an europabezogenen Forderungen auf. Auch die Einrichtung einer Europa-Kita sowie einer Europaschule wird im Wahlprogramm gefordert.

Der europapolitische Sprecher der Grünen in Dinslaken, Rico Koske, erläutert dazu: “Wir können uns vorstellen, ergänzend zu den beiden sehr aktiven Partnerschaften mit Agen und Arad eine weitere Partnerstadt zu gewinnen. Denkbar ist für uns eine neue europäische Partnerstadt. Dabei wollen wir uns nicht festlegen, sondern gemeinsam mit der Stadtgesellschaft und der Unterstützung des Städtepartnerschaftsvereins einen offenen Prozess einleiten. Der Austausch zwischen den Partnerstädten soll dabei helfen, enger innerhalb der Europäischen Union zusammenzuwachsen. Gräben gibt es noch immer genug. Sowohl zwischen Ost und West, Nord und Süd oder wirtschaftlich starken und schwächeren Mitgliedsstaaten. Auch eine Partnerschaft mit einer britischen Stadt fänden wir in Verbindung mit dem Brexit attraktiv, um den kulturellen Austausch zu intensivieren und lebendig zu halten.”

Der parteilosen Bürgermeisterkandidatin Michaela Eislöffel ergänzt den europapolitischen Schwerpunkt der Grünen. Neben den sehr regen Verbindungen der Schulen zu den Dinslakener Partnerstädten, möchten Frau Eislöffel auch die Möglichkeit des Austauschs für Auszubildende stärken. “Das Programm Erasmus+ der Europäischen Union ermöglicht nicht nur den Austausch für Studierende, sondern auch für Azubis. Dazu sollten wir als Stadt daran arbeiten ein Netzwerk von Unternehmen in den Partnerstädten und darüber hinaus zu knüpfen, um allen Auszubildenden in Dinslaken, welche es sich wünschen, die Möglichkeit zu geben einen Teil ihrer Ausbildungszeit im Ausland zu verbringen.”

Der Sprecher der Grünen Jugend Dinslaken, Sammy Siegel, ergänzt: “Viele Entscheidungen auf europäischer Ebene betreffen die Städte und Gemeinden. Die Kommunen haben dabei oft gemeinsame Interessen. Es spielt häufig keine Rolle ob die Stadt in Deutschland, Portugal oder Estland liegt. Wir wollen die Interessen Dinslakens auch auf europäischer Ebene vertreten sehen und gemeinsam mit europäischen Partnern die Sichtweise der Kommunen in die europäische Politik einbringen. Deshalb sollte Dinslaken sich mehr an paneuropäischen Netzwerken beteiligen. Auch die Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Nachbarn wollen wir intensivieren. Die Euregio Rhein-Waal bietet dafür eine hervorragende Grundlage. Im Gegensatz zu vielen unserer Nachbarn wie Duisburg oder Hünxe beteiligt sich die Stadt Dinslaken bisher nicht an diesem grenzüberschreitenden Netzwerk.”

Aber auch innerhalb der städtischen Strukturen möchten die Grünen und die Bürgermeisterkandidatin Europa mehr in den Fokus rücken. Eine Teilnahme am Landeswettbewerb europaaktive Kommune könnte, so die gemeinsame Aussage, ein interessantes Projekt für die ganze Stadtgesellschaft werden. Außerdem schlagen die Grünen vor, nach der Kommunalwahl einen Ausschuss für europäische und internationale Angelegenheiten einzurichten und einen Bürgerbeauftragten für europäische und internationale Themen bei der Bürgermeisterin anzusiedeln.

Zur weiteren Stärkung des europäischen Gedankens in Dinslaken fordern die Grünen die Einrichtung einer Europaschule und einer Europa-Kita. Neben Mehrsprachigkeit sollen die europäische Idee und der Austausch besonders im Vordergrund stehen.

Grüne Dinslaken sammeln Anregungen für Jugendarbeit

„Die Jugendlichen wünschen sich einfach einen Ort an dem sie sich treffen können und von dem sie nicht vertrieben werden“, so Jens Seppendorf, einer der derzeit drei aktiven Mitarbeitenden der Aufsuchenden Jugendarbeit (AJA) in Dinslaken. Darüber hinaus bräuchten Kinder und Jugendliche kontinuierliche Angebote und feste Ansprechpersonen. Das zeige sich besonders in Lohberg, so der Mitarbeiter der Diakonie beim Besuch der Grünen Dinslaken im Hexenhaus.

Die Anlaufstelle des Diakonischen Werkes, ist mittlerweile innerstädtischer Treffpunkt für diverse Gruppen und Vereine. In Lohberg sähe die Lage hingegen ganz anders aus, erklärt Lisa Reinemann, die neben der Arbeit der AJA bis zum Ende des Jahres auch in der Lohberger Quartiersarbeit aktiv ist: „Manche Kinder und Jugendliche in Lohberg lassen sich schon gar nicht mehr auf die Angebote ein, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass diese nach ein bis zwei Jahren wieder verschwinden und mit ihnen die Kontaktpersonen, zu denen gerade eine Vertrauensbasis aufgebaut wurde. In Lohberg gibt es viele engagierte Kümmerer, allerdings fehlt es an einer strukturierenden Koordination.”

„Das bedeutet für uns Grüne, dass wir in Zukunft vor allem danach schauen müssen, dass die Träger künftig gut zusammenarbeiten, um den Menschen vor Ort zu helfen“ so Annette Berger, die neue Beisitzerin im Grünen Vorstand und auf Listenplatz 5 „denn eigentlich geht es darum, dass die Hilfe bei den Menschen ankommt und sie wissen, wo sie diese finden können.“ Klar sei, dass sich die Angebote gewandelt haben und sich auch die Jugendarbeit daran anpassen müsse. Podcasts stünden beispielsweise hoch im Kurs der Jugendlichen. Die Mitarbeitenden der AJA sehen ihre Aufgabe darin, Aktivitäten anzustoßen und sich dann in den Hintergrund zu begeben, die Jugendlichen sich selbst ausprobieren zu lassen.

Auch der Sport steht für die Kinder und Jugendlichen ganz oben. „Im Moment trifft sich eine größere Gruppe im Alter zwischen 13 und 30 zum Basketballspielen, die jetzt sogar ein eigenes Turnier organisieren“, berichtet Jens Seppendorf. Für die Zukunft wünscht sich die AJA Hallenzeiten für eigene offene Sportangebote, mehr freie Flächen zum Sprayen und vor allem überdachte Plätze für ungestörte und wetterunabhängige Treffen für Jugendliche.

Grüne befürworten autofreie Bahnstraße

Die Grünen in Dinslaken begrüßen die Initiative der Stadt, die in der Bahnstraße ansässigen Geschäftsleute zu befragen, wie sie zu einer Sperrung oder Reduzierung des Durchgangsverkehrs stehen.

In ihrem Wahlprogramm hat die Partei der Verkehrswende und insbesondere dem Thema fahrrad- und fußgängerinnenfreundliche Mobilität viel Platz eingeräumt und konkrete Vorschläge zur Gestaltung eines Teils der Bahnstraße gemacht. Kerstin Engel, auf Platz 7 der Reserveliste, präzisiert: “Für den Bereich zwischen den beiden Zebrastreifen am Neutorplatz gegenüber der Gaststätte Maaß möchten wir dauerhaft eine sogenannte ‚shared space‘-Zone einrichten. Dort sollen KFZ ausschließlich mit Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen und Fußgängerinnen sowie der Radverkehr Vorrang haben.” Auch eine Installation von versenkbaren Pfosten, die eine Befahrung nur durch den ÖPNV, Taxen und Rettungsfahrzeuge vorsieht, und die Bahnstraße damit zu einer attraktiven Zone machen würde, die unmittelbar an den Neutorplatz und die Neustraße anschließt, können sich die Grünen gut vorstellen so Engel weiter: “Eine attraktive Innenstadt, die auch mehr Platz für Außengastronomie vorsieht, ist für die Belebung des urbanen Raums wichtig. So wird sowohl der Einzelhandel in der Neustraße und Bahnstraße als auch der Besuch der Neutorgalerie für die Menschen nochmal interessanter.”

Für Spitzenkandidat Niklas Graf steht dabei im Vordergrund, dass immer wieder nach neuen Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung und der Abkehr vom Verbrennungsmotor gesucht werde müsse: “Überall wo wir können, sollten wir versuchen es attraktiv zu machen auf das Auto zu verzichten. Zu einer echten Verkehrswende gehört für uns Grüne der Erhalt der 903 genauso dazu, wie die Walsumbahn, möglichst viele Fahrradstraßen oder ‚shared spaces‘ und ein attraktives Parkhaus am Bahnhof. Das kann dann auch mehr als gerne dreistöckig sein, wie die UBV es vorgeschlagen hat.”

Das ganze grüne Wahlprogramm gibt es direkt hier.

Ausstattung mit digitalen Endgeräten zu Schulbeginn in Frage gestellt

Die Schulministerin schiebt nach Meinung der Grünen die Verantwortung an die Kommunen ab. Dadurch sehen die Grünen die Ausstattung mit digitalen Endgeräten zu Schulbeginn unnötigerweise mehr als in Frage gestellt.

Zum Sofortausstattungsprogramm zur Beschaffung von schulgebundenen digitalen Endgeräten der schwarz-gelben Landesregierung erklärt die Beisitzerin der Grünen in Dinslaken Jana Zöllner: „Die Richtlinien zum Sonderprogramm zur Ausstattung von Schülerinnen und Schülern aus einkommensschwachen Familien kommen so spät, dass es mehr als fraglich ist, ob den Kindern und Jugendlichen zu Schuljahresbeginn Geräte zur Verfügung gestellt werden können.”

Ministerin Gebauer habe seit Mai wertvolle Zeit verstreichen lassen, um eine schnelle und unbürokratische Ausstattung sicherzustellen. Spitzenkandidat Niklas Graf erklärt dazu: “Erst hat es Wochen gedauert die Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund in den Landtag zu bringen, dann hat es noch mal vier Wochen gebraucht, bis die Ministerin nun endlich konkrete Förderrichtlinien vorgelegt hat. Da die Kommune zehn Prozent an Eigenmitteln aufbringen muss, ist auch ein entsprechender Haushaltsbeschluss im Rat zu fassen. Für unsere Stadt Dinslaken sind das bei der aktuellen Haushaltslage nicht unerhebliche Mittel.”

Und selbst wenn es noch zu einem Finanzbeschluss kommen würde, müssten nach Aussagen der Grünen noch die Beschaffung und das Einpflegen der Geräte in die Supportstrukturen erfolgen. Zudem müssten die Schulen die Schülerinnen und Schüler identifizieren, die Endgeräte erhalten sollen. Jana Zöllner weiter: “Ob die Mittel ausreichen, kann damit noch gar nicht abgeschätzt werden. Falls mit Schulbeginn im Fernunterricht beschult werden muss, werden Kinder und Jugendliche ohne Endgeräte weitere Wochen vom Unterricht ausgeschlossen. Das ist nicht akzeptabel.“