Grüne warnen vor Corona-Auswirkungen auf Kinder

Die Dinslakener Grünen weisen darauf hin, dass sich die im Zuge der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen unter Aspekten der Jugendhilfe negativ auswirken können. „Dass es noch keine vermehrten Einsätze wegen vermuteter Kindeswohlgefährdung in Dinslaken zu verzeichnen gibt, vermittelt eine trügerische Sicherheit. Weil aktuell kaum soziale Kontakte außerhalb der Familie bestehen, sind die Kinder in der Öffentlichkeit weniger sichtbar. Freunde nach Hause einzuladen oder an anderen Freizeitaktivitäten teilzuhaben, war für solche Kinder aus Kostengründen bereits vor der Corona-Krise häufig nicht möglich.“, merkt Grünen-Sprecher Patrick Voss an.

„Etwa jedes fünfte Kind in Dinslaken ist von Armut betroffen. Gerade für diese Kinder hat das Wegbrechen der institutionellen Betreuung in der Kita oder Schule existenzielle Auswirkungen. Das kostenfreie Mittagessen dort ist für viele von ihnen die einzige vollwertige Mahlzeit des Tages.“, gibt Annette Berger, welche auf Listenplatz 5 für die Kommunalwahl antritt, zu bedenken.

Erst kürzlich hat das Bundesarbeitsministerium einen flexibleren Umgang mit den Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets für bedürftige Familien angekündigt. Aus diesem Anlass fordern die Grünen die Dinslakener Verwaltung dazu auf, die der Stadt zustehenden Mittel umgehend beim Kreis einzufordern, damit diese schnellstmöglich den Familien zur Verfügung gestellt werden können. Zudem soll das Jugendamt die freien Träger der Jugendhilfe mit einbeziehen, die die betroffenen Familien im Rahmen der Frühen Hilfen und der Hilfen zur Erziehung unterstützen. Dies ist erforderlich, damit die Mittel ohne bürokratischen Aufwand dort ankommen wo sie benötigt werden.

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