Grüne positionieren sich gegen Flächenfraß in Dinslaken

Wir Grüne in Dinslaken haben eine kurze Zusammenstellung zu den Plänen des RVR erarbeitet. Für uns ist klar, dass wir jede unnötige Flächenversiegelung ablehnen. Dies haben wir auch in unserem Wahlprogramm so festgehalten.

Uns liegen zurzeit keine nachvollziehbaren und überzeugenden Begründungen vor, die eine derartige Flächenversiegelung rechtfertigen. Die Regionalen Kooperationsstandorte im Entwurf des Regionalplan Ruhr, inkl. der ebenfalls zu entwickleten Flächen in Hünxe und Voerde, haben wir euch hier bereitgestellt.

Besonders deutlich ist die Aussage der Stadt Dinslaken in der Stellungnahme zum Entwurf des Regionalplan Ruhr vom 19.12.2018 auf Seite 1 von 33. Dort fordert die Stadt sogar mehr Flächenverbrauch von Freiraum- und Agrarflächen als der RVR für den Allgemeinen Siedlungsbereich (ASB) vorgesehen hatte.

Die geplante Flächenentwicklung lehnen wir aber nicht nur für den Regionalen Kooperationsstandort in Hiesfeld/Barmingholten, sondern auch für die Planungen in Eppinghoven in Bezug zum Handlungskonzept „WOHNEN in Dinslaken 2030“ in der deratigen Form ab.

Die von der Stadt Dinslaken und der DINFLEG identifizierten Wohnbauflächenpotenziale finden sich auf Seite 17. Die Flächen in Eppinghoven, gegen deren Versiegelung es bereits deutlichen Widerstand gibt, sind die Flächen 8, 9, 10 in der Broschüre der Stadt Dinslaken.

Wichtig für uns festzuhalten ist, dass noch nichts beschlossen ist. Das neue Ruhrparlament entscheidet vrstl. im März 2021 mit den neuen Mehrheiten über den REP (Hiesfeld/Barmingholten) und bei der Stadt Dinslaken gibt es auch noch Spielräume bei der Umsetzung des Handlungsrahmens Dinslaken 2030 (u.a. Eppinghoven).

Die Offenlegung und die Bekanntgabe der Frist für Einreichungen gegen das Projekt Hiesfeld/Barmingholten steht noch aus. Daher erscheint eine rechtzeitige Gründung einer BI für uns sinnvoll. Wir befürworten eine Zusammenarbeit aller Interessenträger*innen gegen Flächenversiegelungen in ganz Dinslaken. Aufgrund der Nähe zu Wehofen könnten auch die BI „DepoNIE“ unterstützend zur Seite stehen.

Was spricht aktuell gegen das RVR-Projekt in Hiesfeld/Barmingholten?

  1. Die Regionalplanreserven für Barmingholten umfassen 29ha (die alle versiegelt werden würden)
  2. Es handelt sich um teils ökologisch wertvolle Flächen (inbs. Ausgleichsflächen)
  3. Bedrohte Tier- und Vogelarten (wie u.a. der Kiebitz) sind dort heimisch
  4. Angedacht ist vrstl. ein Logistikstandort, welcher zu einem immens erhöhten LKW-Aufkommen, Feinstaub-Belastung, Lärm- und Luftverschmutzung führen würde und damit sowohl den Verlust von Lebensqualität als auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen würde
  5. Es ist nicht nur Gewerbe sondern auch Schwerindustrie angedacht
  6. Dinslaken wäre nicht mehr durch einen Grüngürtel vom Ruhrgebiet getrennt und würde eine wichtige Frischluftschneise verlieren

Aufgrund dieser ersten Zusammenstellung, befürchten wir Grüne, dass Dinslaken den selbstbeworbenen Charakter als „Stadt im Grünen“ vollständig verlieren würde. Insbesondere dann, wenn auch die Regionalen Kooperationsstandorte in Hünxe und Voerde realisiert werden und Eppinghoven zugebaut werden würde.

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Die Gründung der Bürgerinitiative findet am 9.9.2020 um 18.00 Uhr mit Treffpunkt „Sportplatz an der Moltkeschule“, Tackenstraße, in Barmingholten statt.

Zur ganz frisch erstellten FB-Seite der BI geht es hier.

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