Grüne fordern ein umfassendes Stadtbaumkonzept

Die Spitzenkandidatin der Grünen Beate Stock-Schröer erläutert: „Bodenverdichtung, Flächenversiegelung, Schadstoffe, Trockenheit und Hitze verlangen den Bäumen in der Stadt viel ab. Der Klimawandel verstärkt dieses Problem. In den letzten Jahren wurde diese Beanspruchung deutlich. Viele Bäume sind angeschlagen oder mussten bereits gefällt werden. Gerade flachwurzelnde Arten wie Ahorn, Birke, Erle, Esche oder Fichte haben es schwer und trocknen zunehmend aus. Doch Bäume sind nicht nur Leidtragende, sondern auch Werkzeug gegen diese Entwicklung. Stadtbäume speichern CO2 und tragen so zur Bekämpfung des Klimawandels bei, sie regulieren das Mikroklima, kühlen ihre Umgebung durch Verdunstung und spenden Schatten. Außerdem filtern sie Schadstoffe aus der Luft, bieten Lebensraum für Vögel und Insekten und werten das Stadtbild auf.“

Zur Sicherstellung des städtischen Baumbestands fordern die Grünen ein umfassendes Stadtbaumkonzept. Dieses Konzept soll eine Standortanalyse umfassen, um so geeignete Baumarten auswählen zu können. Um diese zu finden, fordern die Grünen die Stadtverwaltung auf Testflächen einzurichten und auf den Erkenntnissen der Initiative von FFF Dinslaken aufzubauen. Gleichzeitig soll der Baumbestand in der Stadt deutlich erhöht werden. Ein Alleenprogramm soll für zusätzliche Stadtbäume sorgen.

Spitzenkandidat Niklas Graf unterstreicht diese Forderung: „Wir sprechen hierbei nicht von zwei oder drei Bäumen. Um unsere Stadt fit für Klimaveränderungen zu machen, müssen einige hundert zusätzliche Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden und wo es geht auch die vertikale und horizontale Begrünung von privaten und öffentlichen Gebäuden endlich forciert werden. Außerdem muss die vollkommen veraltete Baumschutzsatzung dringend erneuert und nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden. Die letzte Aktualisierung stammt aus meinem Geburtsjahr 1990.“

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