Grüne Dinslaken setzen europapolitischen Schwerpunkt

Die Grünen in Dinslaken regen an eine dritte Städtepartnerschaft einzugehen. Darüber hinaus möchten die Grünen die Kooperation auf europäischer Ebene intensivieren und stellen dafür eine Reihe an europabezogenen Forderungen auf. Auch die Einrichtung einer Europa-Kita sowie einer Europaschule wird im Wahlprogramm gefordert.

Der europapolitische Sprecher der Grünen in Dinslaken, Rico Koske, erläutert dazu: “Wir können uns vorstellen, ergänzend zu den beiden sehr aktiven Partnerschaften mit Agen und Arad eine weitere Partnerstadt zu gewinnen. Denkbar ist für uns eine neue europäische Partnerstadt. Dabei wollen wir uns nicht festlegen, sondern gemeinsam mit der Stadtgesellschaft und der Unterstützung des Städtepartnerschaftsvereins einen offenen Prozess einleiten. Der Austausch zwischen den Partnerstädten soll dabei helfen, enger innerhalb der Europäischen Union zusammenzuwachsen. Gräben gibt es noch immer genug. Sowohl zwischen Ost und West, Nord und Süd oder wirtschaftlich starken und schwächeren Mitgliedsstaaten. Auch eine Partnerschaft mit einer britischen Stadt fänden wir in Verbindung mit dem Brexit attraktiv, um den kulturellen Austausch zu intensivieren und lebendig zu halten.”

Der parteilosen Bürgermeisterkandidatin Michaela Eislöffel ergänzt den europapolitischen Schwerpunkt der Grünen. Neben den sehr regen Verbindungen der Schulen zu den Dinslakener Partnerstädten, möchten Frau Eislöffel auch die Möglichkeit des Austauschs für Auszubildende stärken. “Das Programm Erasmus+ der Europäischen Union ermöglicht nicht nur den Austausch für Studierende, sondern auch für Azubis. Dazu sollten wir als Stadt daran arbeiten ein Netzwerk von Unternehmen in den Partnerstädten und darüber hinaus zu knüpfen, um allen Auszubildenden in Dinslaken, welche es sich wünschen, die Möglichkeit zu geben einen Teil ihrer Ausbildungszeit im Ausland zu verbringen.”

Der Sprecher der Grünen Jugend Dinslaken, Sammy Siegel, ergänzt: “Viele Entscheidungen auf europäischer Ebene betreffen die Städte und Gemeinden. Die Kommunen haben dabei oft gemeinsame Interessen. Es spielt häufig keine Rolle ob die Stadt in Deutschland, Portugal oder Estland liegt. Wir wollen die Interessen Dinslakens auch auf europäischer Ebene vertreten sehen und gemeinsam mit europäischen Partnern die Sichtweise der Kommunen in die europäische Politik einbringen. Deshalb sollte Dinslaken sich mehr an paneuropäischen Netzwerken beteiligen. Auch die Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Nachbarn wollen wir intensivieren. Die Euregio Rhein-Waal bietet dafür eine hervorragende Grundlage. Im Gegensatz zu vielen unserer Nachbarn wie Duisburg oder Hünxe beteiligt sich die Stadt Dinslaken bisher nicht an diesem grenzüberschreitenden Netzwerk.”

Aber auch innerhalb der städtischen Strukturen möchten die Grünen und die Bürgermeisterkandidatin Europa mehr in den Fokus rücken. Eine Teilnahme am Landeswettbewerb europaaktive Kommune könnte, so die gemeinsame Aussage, ein interessantes Projekt für die ganze Stadtgesellschaft werden. Außerdem schlagen die Grünen vor, nach der Kommunalwahl einen Ausschuss für europäische und internationale Angelegenheiten einzurichten und einen Bürgerbeauftragten für europäische und internationale Themen bei der Bürgermeisterin anzusiedeln.

Zur weiteren Stärkung des europäischen Gedankens in Dinslaken fordern die Grünen die Einrichtung einer Europaschule und einer Europa-Kita. Neben Mehrsprachigkeit sollen die europäische Idee und der Austausch besonders im Vordergrund stehen.

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