Grüne Dinslaken sammeln Anregungen für Jugendarbeit

„Die Jugendlichen wünschen sich einfach einen Ort an dem sie sich treffen können und von dem sie nicht vertrieben werden“, so Jens Seppendorf, einer der derzeit drei aktiven Mitarbeitenden der Aufsuchenden Jugendarbeit (AJA) in Dinslaken. Darüber hinaus bräuchten Kinder und Jugendliche kontinuierliche Angebote und feste Ansprechpersonen. Das zeige sich besonders in Lohberg, so der Mitarbeiter der Diakonie beim Besuch der Grünen Dinslaken im Hexenhaus.

Die Anlaufstelle des Diakonischen Werkes, ist mittlerweile innerstädtischer Treffpunkt für diverse Gruppen und Vereine. In Lohberg sähe die Lage hingegen ganz anders aus, erklärt Lisa Reinemann, die neben der Arbeit der AJA bis zum Ende des Jahres auch in der Lohberger Quartiersarbeit aktiv ist: „Manche Kinder und Jugendliche in Lohberg lassen sich schon gar nicht mehr auf die Angebote ein, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass diese nach ein bis zwei Jahren wieder verschwinden und mit ihnen die Kontaktpersonen, zu denen gerade eine Vertrauensbasis aufgebaut wurde. In Lohberg gibt es viele engagierte Kümmerer, allerdings fehlt es an einer strukturierenden Koordination.”

„Das bedeutet für uns Grüne, dass wir in Zukunft vor allem danach schauen müssen, dass die Träger künftig gut zusammenarbeiten, um den Menschen vor Ort zu helfen“ so Annette Berger, die neue Beisitzerin im Grünen Vorstand und auf Listenplatz 5 „denn eigentlich geht es darum, dass die Hilfe bei den Menschen ankommt und sie wissen, wo sie diese finden können.“ Klar sei, dass sich die Angebote gewandelt haben und sich auch die Jugendarbeit daran anpassen müsse. Podcasts stünden beispielsweise hoch im Kurs der Jugendlichen. Die Mitarbeitenden der AJA sehen ihre Aufgabe darin, Aktivitäten anzustoßen und sich dann in den Hintergrund zu begeben, die Jugendlichen sich selbst ausprobieren zu lassen.

Auch der Sport steht für die Kinder und Jugendlichen ganz oben. „Im Moment trifft sich eine größere Gruppe im Alter zwischen 13 und 30 zum Basketballspielen, die jetzt sogar ein eigenes Turnier organisieren“, berichtet Jens Seppendorf. Für die Zukunft wünscht sich die AJA Hallenzeiten für eigene offene Sportangebote, mehr freie Flächen zum Sprayen und vor allem überdachte Plätze für ungestörte und wetterunabhängige Treffen für Jugendliche.

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