Grüne Dinslaken machen den Klima-Rundumschlag

Die Grüne Partei in Dinslaken kritisiert die Stadt für ihre Stellenplanung im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes.

Patrick Voss, Sprecher seiner Partei, ist nicht erfreut. „Eine Stelle für die Mobilitätsplanung in Dinslaken haben wir uns schon lange gewünscht. Aber es kann doch nicht ernsthaft der Wunsch unserer Stadt sein, dafür die Stelle des Klimaschutzmanagers zu opfern.“ Verkehrswende und Energiewende würden einhergehen und dürften nicht gegeneinander abgewogen oder ausgespielt werden. Laut Voss sollte mit beiden Stellen geplant werden. Sprecherin Laura Bieder ergänzt: „Wir als Partei unterstützen daher den Antrag der UBV diese Stelle zu erhalten. Wir haben uns damals dafür eingesetzt und es hat sich in vielen Bereichen gezeigt, dass sie der Stadt vielfältigen Mehrwert bringt. Aber wir wollen noch einen Schritt weiter gehen. Wir nehmen uns Städte wie Konstanz und Kiel, aber auch Tönisvorst, Herford und Münster in NRW zum Vorbild und fordern den Stadtrat dazu auf, den Klimanotstand auszurufen.“

Der Klimaschutz solle „als Aufgabe von höchster Priorität“ im kommunalpolitischen Handeln verankert werden. Das „Integrierte kommunale Klimaschutzkonzept“ könne nur ein Baustein gewesen sein, meinen Bieder und Voss. Leider habe sich gezeigt, dass es noch nicht ausreiche und beispielsweise den Stellenplan nicht ausreichend positiv beeinflusse. „In dem Klimaschutzkonzept gibt es einen Maßnahmenkatalog, welcher bis 2020 umgesetzt sein soll. Erstens sehen wir nicht, dass dies vollumfänglich gelungen ist und zweitens ist klar, dass wir eine aktualisierte und angepasste Fassung brauchen, um die Jahre danach planen zu können.“ Die Grünen fordern daher eine Stabstelle Umwelt- und Klimaschutz, welche die guten ökologischen Initiativen und ihre damit beauftragten Mitarbeiter innerhalb der Stadtverwaltung koordiniert, stärkt und absichert. Gemeinsam solle dadurch die Neuauflage des Klimaschutzkonzeptes gelingen.

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