Glyphosatentscheidung ist ein Skandal

Am Montag hat der Landwirtschaftsminister Christian Schmidt im Alleingang seine Zustimmung zur weiteren Genehmigung des Pflanzenvernichters Glyphosat in Brüssel gegeben. Die gesundheitlichen Gefahren des Stoffes sind nach wie vor nicht abschließend geklärt, Bilder und Untersuchungen aus Südamerika legen aber eine besondere Gefährdung der Menschen die mit dem Mittel in Kontakt kommen nahe. Auch der Kreis Wesel, mit seinen vielen landwirtschaftlich genutzten Flächen, ist von der Entscheidung betroffen.

Dazu erklärt Petra Schmidt-Niersmann, Sprecherin des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen:
„Die erneute Zulassung von Glyphosat ist ein Skandal. Es gibt nach wie vor eher mehr als weniger Hinweise darauf, dass dieses Mittel tatsächlich die Gesundheit von uns allen gefährdet! Das muss folgen haben. Wir fordern die Behörden, von Kreisverwaltung bis Bundesregierung, dazu auf ihre Möglichkeiten voll auszuschöpfen ,dieses Gift doch noch von unseren Böden fernzuhalten. Folgen sie dem Beispiel von Frankreich und verbannen den Stoff ein für alle Mal von den Äckern! Und wenigstens die Möglichkeit die Einschränkung für den Privatgebrauch zu machen, muss jetzt genutzt werden.“

„Die Entscheidung muss aber auch politische Folgen haben.“, ergänzt Holger Schoel, Sprecher des Kreisverbands, „Der Alleingang des Ministers zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine Grüne Stimme in der Regierung gewesen wäre, denn die CSU macht weiter Politik im Sinne der Lobbyisten und nicht im Sinne von Umwelt und Bevölkerung. Jetzt muss zumindest die Entlassung des Ministers folgen, denn wer mit seinem Ministeramt einen derartigen Ego-Trip gegen die Interessen der Bevölkerung durchdrückt, der ist nicht mehr tragbar.“

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