Drohende Fahrverbote in Dinslaken sind hausgemacht

Unsere Pressemitteilung zu den nun auch in Dinslaken drohenden Fahrverboten:

Drohende Fahrverbote sind hausgemacht – ÖPNV und Radverkehr in Dinslaken müssen gestärkt werden
 
Das Bundesverwaltungsgericht hat Fahrverbote für rechtlich zulässig und verhältnismäßig erklärt. Auch in Dinslaken könnten nun Fahrverbote angeordnet werden, sollte die gesundheitsgefährdende Stickoxidbelastung nicht zurückgehen. Besonders von Stickoxiden belastet ist die Hünxer Straße, die Wilhelm-Lantermann-Straße und die Hans-Böckler-Straße. An der Hünxer Straße werden seit Jahren die europäischen Grenzwerte überschritten.
 
„Das Urteil sollte nun wirklich jeden wachgerüttelt haben. Seit Jahren wird in Dinslaken bei dem Thema geschwiegen, das Problem lässt sich so aber nicht lösen. Wir brauchen endlich eine konsequente Radverkehrsförderung und einen ÖPNV, der keine absolute Katastrophe ist. Alternativen zum Auto müssen attraktiver werden. Momentan haben wir zu viele Autos in der Stadt. Das rächt sich nun.“, erklärt Patrick Voss, Sprecher der Dinslakener Grünen.
 
Voss weiter: „Es kann nicht sein, dass in dicht besiedelten Wohngebieten nur ein Mal die Stunde von 6-22 Uhr ein Bus kommt, in einigen Stadtteilen Sonntags gar keiner. Da braucht man sich nicht wundern, dass das Angebot nicht angenommen wird und das Auto für den Weg in die Stadt die erste Wahl ist. Wenn sich daran nichts ändert, wird man sich bald Gedanken machen müssen, wie ein Fahrverbot umgesetzt werden könnte. Wir wollen, dass es nicht so weit kommt.“
 
Auch müssten die Fahrzeughersteller Autos, deren Emissionsausstoß nicht den Grenzwerten entspricht, auf eigene Kosten nachrüsten. Elektromobilität solle durch weitere Ladesäulen gefördert werden. Alle Maßnahmen zusammen könnten die Luft sauberer machen, so die Grünen.
 

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