Dinslaken steigt auf!s Rad

In einer bisher einmaligen und für die Zukunft der fahrradfreundlichen Stadt äußerst wichtigen Konstellation traten folgende Referenten gemeinsam auf:

Herr Roland Welger – Fachdienst Stadtentwicklung und Bauleitplanung Stadt Dinslaken

Herr Michael Blaess – Fachbereich Stadtentwicklung Stadt Wesel Pressesprecher Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte

Frau Michaela Löwen aus Dinslaken – 2. Vorsitzende ADFC Kreisverband Wesel

Erste und wichtigste Aussage von Herrn Welger war: „Die Stadt Dinslaken beabsichtigt noch in 2015 den Antrag auf die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte in NRW zu stellen.“

Herr Blaess berichtete aus der Sicht der „Prüfkommission“, dass ein Radkonzept alleine nicht mehr ausreiche, sondern in Richtung eines Nahmobilitätskonzeptes gearbeitet werden muss und brachte dafür zahlreiche Anregungen mit.

Frau Löwen sagte die Mitarbeit des Fachverbandes ADFC als positive und kritische Begleitung in Hinblick auf die Alltagstauglichkeit zu.

BesucherInnen der Veranstaltung wiesen auf Verbesserungsbedarf an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet hin und gaben Anregungen zur Barrierefreiheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Unter anderem freuen wir uns hierbei darüber, dass das Team der Din-Manufaktur gekommen war und sich an der Diskussion beteiligte.

Bündnis 90/Die Grünen OV Dinslaken haben folgende Forderungen:

– Herr Welger muss dahingehend unterstützt werden, ein Nahmobilitätskonzept für den Mitgliedsantrag bei der AGFS NRW aufzustellen.

– Dinslaken braucht perspektivisch ein integriertes Verkehrskonzept für alle Verkehrsteilnehmenden.

– Als Ziel muss der Modal Split (Verteilung auf die unterschiedlichen Verkehrsträger) sich entscheidend zu Gunsten der umweltfreundlichen Nahmobilität verbessern.

– Die Verkehrserziehung fängt schon in Kita und Schule an und sollte z.B. mit einem Kinderfahrradplan und Aktionen zum sicheren Radfahren begleitete werden.

– Viele einzelne Veranstaltungen fördern die Radmobilität. Zukünftig sollte es einen Fahrradaktionstag geben.

– Neue Verbindungswege zwischen Stadtteilen und Nachbarstädten sollten alltagsradelnde PendlerInnen unterstützen.

– Der Bahnhof ist nicht nur auf seinem Vorplatz, sondern auch im Innenleben und rückseitig fahrradgemäß zu erschließen.

– Gefahrenstellen und Verbesserungsvorschläge sollten über eine zentrale Plattform gemeldet werden können.

– E-Mobiliät ist für Radtourismus und AlltagsradlerInnen in Kooperartion mit dem Hotel- und Gaststättengewerbe sowie sonstigen öffentlichen und privaten Einrichtungen und Firmen zu einem Netzwerk auszubauen.

– Gezielte Werbeaktionen sollen auf Neuerungen wie z.B. die Aufhebung der Benutzungspflicht oder neue Verkehrsführungen hinweisen.

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