Der Wolf zurück am Niederrhein?, 26.10.

Nachdem im letzten Frühjahr zum ersten Mal ein Wolf, genauer gesagt eine Wölfin, in der Dingdener Heide aufgetaucht ist, möchte Euch die BUND Kreisgruppe zu einem Info-Abend  „Der Wolf zurück am Niederrhein?“ einladen:

Mittwoch, den 26.10.2016 –  19:00 Uhr, Gaststätte Majert, Weseler Str. 88,  46499 Hamminkeln-Brünen – freier Eintritt.

Der Naturschützer Uwe Tichelmann vom „Freundeskreis freilebender  Wölfe“ sowie der Wolfbeauftragte des NRW Schafzuchtverbandes Ulf  Helming werden jeweils aus ihrer Sicht darstellen, was beim Umgang mit der streng geschützten Art „Wolf“ zu beachten ist. Herr Helming wird  dazu über mögliche Schutzmaßnahmen für die Tiere, als auch über Erfahrungen von Tierhaltern in Landesteilen, in denen der Wolf schon heimisch wurde, berichten. Anschließend werden offene Fragen der Zuhörer beantwortet.

Lange galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet, doch seit der Jahrtausendwende besiedelt er von Osten kommend wieder unsere Landschaft. Im Frühjahr dieses Jahres hat eine Wölfin auf der Wanderschaft zum ersten Mal den Niederrhein erreicht. Dies bestätigte das Landesamt für Naturschutz anhand von Untersuchungen der drei von ihr gerissenen Ziegen in der Dingdener Heide und nach der Auswertung der sichergestellten genetischen Proben. Es handelt sich dabei um den elften Nachweis eines Wolfes in NRW seit seines ersten Auftretens in NRW in 2009.

War dies nur eine einmalige kurze Stippvisite eines Tieres oder wird der Wolf bald häufiger Gast oder sogar ständiger Bewohner am Niederrhein? Ist unsere dichtbesiedelte Landschaft überhaupt als Lebensraum für Wölfe geeignet, und wenn ja, was bedeutet dies für die hier lebende Bevölkerung und die hier lebenden Tiere? Mit welchen Problemen müssen berufsmäßige Tierhalter, – hier sind besonders die Schafs- und Ziegenzüchter betroffen, als auch Besitzer von Haustieren rechnen? Können Mensch und Wolf – mehr oder weniger friedlich – koexistieren?

Verwandte Artikel