Bohrschlämme nach Hünxe!

Grund zur Besorgnis gibt es ohne Zweifel. Nun hat unsere grüne Kreistagsfraktion eine Anfrage zur Aufklärung der Problematik über die giftigen Tonnagen gestellt, welche heute eingereicht wurde.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet in Sachen Einlagerung von Bohrschlämmen aus Niedersachsen auf der SAD Hünxe-Schermbeck um Beantwortung der nachstehenden Fragen:
1. Wie ist der Begriff Bohrschlämme definiert? Wo genau entstehen diese?

2. Seit wann werden besagte Bohrschlämme auf der SAD Hünxe-Schermbeck eingebaut und abgelagert bzw. ab wann sind der Einbau und die Ablagerung vorgesehen?

3. Durch wen werden die Bohrschlämme auf Schadstoffe hin überprüft? In welchem Umfang werden die Prüfungen durchgeführt?

4. Mit welchen Schadstoffen sind die Bohrschlämme belastet?

5. Werden auch die beim Bohrprozess verwendeten Stimulierungsflüssigkeiten oder Additive zur Reinigung der Rohre bei der Beprobung berücksichtigt?

6. Welche Schadstoffe/belastete Materialien sind für die Ablagerung auf der SAD Hünxe-Schermbeck nicht zugelassen? Sind in den Bohrschlämmen Schadstoffe enthalten, die für die Deponierung auf der SAD Hünxe-Schermbeck nicht in Frage kommen?

7. Welche Verträge existieren zum Volumen des angelieferten Bohrschlamms? Ist davon auszugehen, dass die in Rede stehende Menge von 200.000 t angelieferten Bohrschlamms nicht überschritten wird?

8. Wie werden die Bohrschlämme angeliefert? Welche verkehrliche Mehrbelastung ist damit verbunden?

9. Welche Basisabdichtung existiert in der SAD Hünxe-Schermbeck bezogen auf die Deponieklasse-III-Klassifizierung? Ist sichergestellt, dass ein Austrag von Sickerwässern in das Grundwasser nicht zu besorgen ist?

10. Welche Sickerwasserbehandlungsmethode ist für den abgelagerten Bohrschlamm vorgesehen?

Verwandte Artikel