B8n Verhindern – B8 Intelligent Verändern!

So das Fazit der SPD Veranstaltung zum neuen Bundesverkehrswegeplan. Über 150 Interessierte im Saal Wessel in Voerde-Spellen waren einhellig der Meinung, dass die Fortsetzung der A59 (B8n) ein für Menschen unerträgliches und Umwelt vernichtendes Projekt sei. Die Beruhigungsversuche vom eingeladenen Referenten, Dr. Krüger, MdB, der BVWP wäre nur ein grober unverbindlicher Rahmen, wurden mit großer Skepsis aufgenommen. Krüger war in der WAZ noch im März diesen Jahres  mit euphorischen Äußerungen zur B8n zitiert worden. Dieses bedauerte er nun in der Versammlung und wendete sich gegen die B8n. Lediglich der „vordringliche Bedarf“ sei zu begrüßen, weil die Region sonst weitere 15 Jahre auf eine Lösung der B8 -Problematik  warten müsse.

 

Wilfried Limke, 1. Technischer Beigeordneter der Stadt Voerde, nahm diesen Faden mit Darstellungen zu den möglichen Belastungen und Gefahren eindrucksvoll auf. Für Limke und die Stadt Voerde ist das „Projekt B8n“ in keinem Fall im Sinne der Region. Nachhaltige Lösungen für die Verkehrsverbindungen auf der B8 und eine Abkehr von der Fixierung auf „Blechrosslawinen“ seien gefragt.

Eine verbesserte Regelung der Ampelphasen, Kreisverkehrslösungen, eine Verbesserung der Radwegsituation und einige weitere Vorschläge wurden von den Versammlungsteilnehmer*innen eingebracht, um zum Beispiel eine Abtrennung der Rheinaue vom Hinterland und die Zerstörung eines europäischen Vogelschutzgebietes zu verhindern. Um im Abwägungsprozess auf Bundesebene eine gute Position zu haben, seien die bisherigen Einwendungen sehr positiv zu bewerten und es gelte für die Stadt Voerde alles für eine gelingende Nutzung des Klagerechts vorzubereiten.

Auch wenn die Kommunen in Dinslaken und Wesel derzeit noch wenig sensibel für die Problematik sind, werden die Vertreter*innen der Stadt Voerde versuchen ein Problembewusstsein mit Lösungsvorschlägen dorthin zu transportieren. Schließlich betreffen die Umwelt-, Abgas- und Lärmschutzbelange der in Rede stehenden Schnellstraße die Menschen insbesondere im Ortsteil Eppinghoven und bei der Südumgehung der Weseler Lippeaue ebenfalls in erheblichem Ausmaß.

Abschließend riet das Podium der Versammlung, unter Leitung des Voerder SPD-Fraktionsvorsitzenden Uwe Goemann, den Teilnehmer*innen auf der Hut zu sein. „Man könne nicht sagen; dass dauert noch ewig; Das kommt sowieso nicht! Da seien schon ganz andere Projekte „von ganz Oben“ durchgezogen worden“.

Also, sei weiteres engagiertes Stellungbeziehen, Interessenszusammenschluss mit kreativen, Aufmerksamkeit schaffenden Aktionen das Mittel der Wahl, um die B8n zu verhindern bzw. Lösungen für die Verkehrsproblematik der B8 zu entwickeln.

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