Antrag zur Planung des Bahnhofes

die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt, bei den Planungen für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes die räumlichen und technischen Voraussetzungen für den Betrieb von Ladestationen elektrisch betriebener Omnibusse und Nahverkehrsbahnen zu berücksichtigen und zu prüfen, inwieweit Fördermittel für diesen Zweck beantragt werden können.

Begründung:
Im Zuge des Klimaschutzes und zur Erreichung regionaler und bundesweiter Lärm- und Abgasschutzziele ist die Integration von Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechnologien in den öffentlichen Personennahverkehr Voraussetzung für einen attraktiven ÖPNV.

Im Einsatz von rein elektrisch betriebenen Bussen im Linienverkehr sehen Verkehrsverbunde und Verkehrsunternehmen eine realistische Perspektive zur zukunftsfähigen Umgestaltung des Mobitlitätssystems. Entsprechende Pilotprojekte laufen beispielsweise in den Nachbarstädten Oberhausen und Essen. Hier zeigt sich, dass überall dort, wo Oberleitungsbusse und Nahverkehrsbahnen betrieben werden, sehr leistungsfähige Gleichspannungsinfrastrukturen zur Verfügung stehen müssen, aus denen der Gleichstrom zur Ladung entnommen werden kann.

Anfang dieses Jahres hat die EU-Kommission staatliche Fördermittel für Elektrobusse und die Ladeinfrastruktur in Deutschland genehmigt. Das Bundesumweltministerium fördert im Rahmen des Programms „saubere Luft“ Investitionsmehrkosten von bis zu 80 %.

Die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN befürwortet die Einbeziehung von Ladestationen und deren eventuellen räumlichen Mehrbedarfs bereits bei der aktuellen Planung um eine spätere Umgestaltung des fertiggestellten Platzes und damit verbundene Mehrkosten zu vermeiden.

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