Grüne Ratsfraktion benennt zwölf Sachkundige Bürger*innen

Die GRÜNEN im Rat der Stadt Dinslaken gehen mit der größten Fraktion aller Zeiten in die noch junge Ratsperiode.

Neben den zwölf Stadtverordneten hat die GRÜNE Ratsfraktion weitere zwölf Sachkundigen Bürgerinnen und Bürger bestimmt. In der zurückliegenden Ratssitzung wurden Carsten Blindauer, Tanja Kruber, Sabine Leinemann, Fabian Matten, Hans-Günter Menner, Birthe Mühlhoff, Barbara Radmacher, Simon Schonnop, Sammy Siegel, Martin Tenbieg, Lasse West und Maya Weyland für die verschiedenen Fachausschüsse und Gremien benannt. Alle Engagierten erhalten mindestens zwei Ausschüsse, an denen sie mitarbeiten können.

Beate Stock-Schröer, eine der zwei gleichberechtigten Fraktionsvorsitzenden, freut sich über dieses breite Personalangebot: „Nach dem unglaublich engagierten Wahlkampf und dem überwältigenden Wahlergebnis haben stehen wir nun vor der großen Herausforderung den Ansprüchen aus der Dinslakener Stadtgesellschaft gerecht zu werden. Mit dieser großen Gruppe an kompetenten und motivierten Dinslakenerinnen und Dinslakenern und unseren Parteimitgliedern im Rücken können wir uns den vielen Themen und Aufgaben nun entschlossen widmen.“

Der GRÜNE Co-Vorsitzende, Niklas Graf, ergänzt: „Mit 24 Mitgliedern ist unsere Fraktion so groß wie nie zuvor. Nach den konstruktiven Verhandlungen mit den anderen Fraktionen und der Klarheit, dass wir jeweils drei Mitglieder in die Fachausschüsse schicken können, haben wir ein tolles grünes Team versammeln können. Nun freuen wir uns endlich richtig in die inhaltliche Arbeit einzusteigen und werden wie bisher auf die anderen Fraktionen zugehen, um gemeinsam Dinslaken voranzubringen.“

Um einen weitergehenden Eindruck unser Fraktion zu bekommen, könnt ihr hier auf unserer Seite gucken.

Grüne beantragen Teilnahme an Europawoche 2021

Die GRÜNEN im Rat der Stadt Dinslaken stellen ihren ersten europapolitischen Antrag in der neuen Ratsperiode. Im Antragstext heißt es wie folgt:

Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner hat den Wettbewerb zur Europawoche 2021 gestartet: Kommunen, Vereine, Verbände, Schulen, Einrichtungen und Institutionen in NRW sind unter dem Motto 2021 „#EUnited – gemeinsame Vision für die Zukunft“ aufgerufen, sich mit Projektideen zu bewerben, welche die europäische Idee unterstützen und verbreiten. Prämierte Projekte erhalten bis zu 2.000 Euro.

Gesucht werden Projekte, die den Austausch der Bürger*innen zu den Themen „Europa solidarischer machen“, „Europa digitaler machen“ und „Europa grüner machen“ fördern. Für den Wettbewerb in Frage kommen Projekte, die einer möglichst großen Zahl von Menschen zugänglich sind, eine große öffentliche Resonanz erfahren und in der Europawoche vom 1. bis zum 9. Mai 2021 in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden. Einsendeschluss für die Bewerbungen zum Wettbewerb ist der 22. Januar 2021. Die Teilnahmebedingungen, Bewerbungsunterlagen sowie weiterführende Informationen werden unter www.mbei.nrw/europa bereitgestellt[1].

Die GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Dinslaken beantragt daher:

  1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, Projektvorschläge für die Teilnahme am genannten Wettbewerb gemeinsam mit möglichen Partner*innen der Zivilgesellschaft und in den Schulen anzuregen, zu sammeln, zu koordinieren und zu erarbeiten.
  2. Die Stadtverwaltung wird beauftragt den entsprechenden Fachausschüssen und dem Rat der Stadt Bericht zu erstatten und mögliche Ideen zeitnah vorzustellen.

[1] https://mbei.nrw/sites/default/files/asset/document/ew-2021-bewerbungsbogen.pdf

Corona-Pandemie eindämmen – soziale Folgen mindern

Die derzeitige Infektionslage ist sehr ernst. Um die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter sicherzustellen und die Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden, muss die Eindämmung der Pandemie schnellstmöglich gelingen. Angesichts der weiterhin hohen Anzahl an Neuinfektionen sind weitere Maßnahmen notwendig.

Der Landtag muss zentraler Ort der Debatte über einschränkende Maßnahmen sein. Deshalb hat die GRÜNE Landtagsfraktion den Ministerpräsidenten Armin Laschet angeschrieben und eine Unterrichtung des Parlaments sowohl vor als auch nach der Konferenz der Ministerpräsident*innen mit der Kanzlerin am 25. November gefordert. Dieser Anregung ist der Ministerpräsident nachgekommen.

Zur Unterrichtung der Landesregierung am 25. November hat die GRÜNE Landtagsfraktion Ministerpräsident Armin Laschet mehrere Forderungen mit auf den Weg gegeben. Im GRÜNEN Entschließungsantrag „Die Konferenz der Ministerpräsidenten (MPK) muss zur Eindämmung der Corona-Pandemie effektive und gerechte Maßnahmen beschließen!“ (17/11958) wird daher unter anderem eine Konkretisierung der Hotspot-Strategie durch ein Stufenmodell mit klaren Kriterien gefordert, welche Maßnahmen angezogen oder gelockert werden können. Dieses Stufenmodell sollte nach unserer GRÜNEN Auffassung Stufen abhängig von den Inzidenzwerten von 35, 50 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen beinhalten. Denn die Bürger*innen erwarten zu Recht Planbarkeit und Verlässlichkeit.

Die nun von den Ministerpräsident*innen und der Kanzlerin beschlossenen schulspezifischen Maßnahmen in jenen Kreisen und Kommunen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen sind zwar eine klare Absage an NRW-Schulministerin Gebauer mit ihrer „business as usual“-Haltung, aber noch kein Stufenmodell, wie vom RKI vorgeschlagen. Insgesamt bleibt die von der MPK beschlossene Hotspot-Strategie unverbindlich und vage. Zwar wird mit der Stufe 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen ein neuer Richtwert eingeführt, aber der Sprung von 50 auf 200 ist zu groß. Zudem gibt der Beschluss keine klare Antwort, welche konkreten Maßnahmen ab diesem Inzidenzwert ergriffen werden sollen. Auch bei der Unterrichtung der Landesregierung am 26. November – also nach der MPK – ist die Landesregierung eine Antwort auf die Frage, welche Maßnahmen in den Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens mit einem Inzidenzwert von über 200 eingeleitet werden sollen, schuldig geblieben.

Im Entschließungsantrag wir auch gefordert, dass die Menschen, die durch die einschränkenden Maßnahmen besonders betroffen sind – wie Gastronom*innen, Solo-Selbstständige, Kulturschaffende und Studierende – jetzt zügig Unterstützung erhalten. Von den sogenannten „Novemberhilfen“ haben Gastronom*innen und weitere Betroffene bis Ende November noch keinen Cent gesehen. Wir fordern, die Finanzhilfe unbürokratisch bereitzustellen und die Auszahlung nicht weiter zu verzögern. Doch insbesondere für Solounternehmer*innen, Freiberufler*innen und Kulturschaffende war das Soforthilfe-Programm in weiten Teilen unbrauchbar.

Mittlerweile gibt es, anders als im Frühjahr, einen politischen Konsens darüber, dass die Schulen und Kitas sowie die soziale Infrastruktur offen gehalten werden sollen. Doch bislang gibt es von Schulministerin Gebauer keinen wirklichen Plan B, um die Bildungs- und Betreuungsgarantie auch wirklich einzulösen. Mit den neuen schulspezifischen Regelungen hat die MPK der Strategie des sturen Beharrens auf Präsenz ohne Alternative eine Absage erteilt. Schulministerin Gebauer ist nun gefordert, einen klaren Handlungsrahmen vorzugeben und die Schulen zu unterstützen. Schulen können nicht erst anfangen zu planen, wenn der Inzidenzwert überschritten ist.

Da die Schulministerin Vorschläge der Opposition sowie der Vertreter*innen von Schulen, Eltern, Gewerkschaften und Kommunen zu pandemietauglichen Schulkonzepten seit Monaten ignoriert und es versäumt, gemeinsam über konstruktive Lösungen zu beraten, haben sich SPD und GRÜNE im Landtag NRW entschieden, selbst initiativ zu werden. Den Antrag für krisenfeste Lernräume findet ihr hier.

Bereits zur Unterrichtung der Landesregierung am 11. Novemberdie GRÜNE Landtagsfraktion einen umfangreichen Entschließungsantrag „Die Landesregierung muss einen Plan zur Eindämmung der Corona-Pandemie und ihrer sozialen Folgen vorlegen“ (17/11734) eingebracht. Darin fordern wir, das Krisenmanagement zu professionalisieren. Dazu zählt die Aktivierung des Krisenstabs der Landesregierung, um eine effektivere und einheitliche Kommunikation mit den kommunalen Verwaltungen zu ermöglichen. Nach mehr als einem halben Jahr mit der Pandemie muss zudem das Parlament wieder stärker beteiligt werden.

Eine Impfstrategie für Nordrhein-Westfalen wird die nächste große Herausforderung, vor der wir stehen. Zeitnah muss die Verteilung eines möglichen Impfstoffs geregelt werden – damit der solidarische Zusammenhalt in unserer Gesellschaft weiterhin besteht.

Grüne im Stadtrat mit Antrag zum Corona-Schutz in Schulen und Kitas erfolgreich

Die GRÜNE Fraktion im Stadtrat Dinslaken hat auf der 2. Ratssitzung am 24.11. erfolgreich einen Antrag zum Schutz der Kinder und Jugendlichen in den Dinslakener Schulen und KiTas eingebracht. Aufbauend auf den Anträgen von SPD und Linken und mit Einbeziehung des Wunsches der UBV die Elternvertretungen des EBGS und des THG mit in den anstehenden Prozess einzubinden wurde dem Antrag mit einer breiten Mehrheit zugestimmt.

Die Anträge von SPD und Linken im Wortlaut:

SPD:
Die Verwaltung der Stadt Dinslaken wird beauftragt: Die Summe von 1 Million Euro bereit zu stellen, um an den Dinslakener Schulen mobile Luftfilteranlagen vorzuhalten. Im Schul- und Sportausschuss sollen die Fachverwaltung und die Schulen berichten, wo diese Anlagen am sinnvollsten eingesetzt werden. Es wird ein Plan der Beschaffung erarbeitet.


Linke:
Die Stadtverwaltung wird beauftragt, unter Nutzung von Fördermitteln des Landes NRW, professionelle mobile Luftreinigungsgeräte und/oder permanent verbaute Luftreinigungsanlagen für nicht ausreichend zu belüftende Klassenräume an Dinslakener Schulen kurzfristig zu beschaffen und zu betreiben.

Der GRÜNE Antrag führte diese Anträge zusammen und ergänzte diese:

Sehr geehrte Frau Eislöffel,

auf Grundlage der Stellungnahme der Stadtverwaltung (Vorlage-Nr. 69/2020) beantragt die GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Dinslaken die Erweiterung der vorliegenden Anträge auf Versorgung mit CO2-Messgeräten und Luftreinigungsgerä ten an Dinslakener Schulen unter Berücksichtigung der Kindertageseinrichtungen im Zuge einer längerfristigen und nachhaltigen Planung. Die Ausstattung von Schulen mit Luftfilteranlagen ist nicht nur bezogen auf die momentane Lage durch die Corona-Pandemie eine wichtige Maßnahme zum Gesundheitsschutz. Nach Rücksprache mit diversen Interessenvertreter*innen ist davon auszugehen, dass die angedachte Raumlüftung über die Fenster nicht zufriedenstellend gegeben ist. Vor diesem Hintergrund ist es für die Zukunft, unter Einbeziehung der Hygienekonzepte, welche generell die Zahl der grippalen Infekte gesenkt hat, wichtig, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Der Einsatz von Luftfilteranlagen wird nicht nur in der aktuellen pandemischen Lage, die uns noch einige Zeit begleiten wird, an Schulen und KiTas als wichtiges Hilfsmittel anzusehen sein. Vielmehr erscheint ein Einsatz in den infektionsreichen Wintermonaten auch grundsätzlich als sinnvoll.

Die GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Dinslaken beantragt daher:

  1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die notwendigen Finanzmittel bereit zu stellen, um an den Dinslakener Schulen und KiTas nach einer entsprechenden  Eignungsprüfung mobile Luftfilteranlagen für die Räume und Klassen vorzuhalten, in denen optimiertes Lüften mit der Hilfe von CO2-Messgeräten nicht möglich ist und bestehende Luftreinigungsanlagen an die neuen Anforderungen schrittweise anzupassen, um einen nachhaltigen Gesundheitsschutz sicherzustellen. In den entsprechenden Fachausschüssen sollen die Fachverwaltung und die Schulen in der nächsten Beratungsfolge berichten, wo diese Anlagen am sinnvollsten eingesetzt werden, in welchen Räumen keine ausreichende Belüftung vorgehalten werden kann und welche Ergebnisse sich aus den Pilotprojekten ergeben. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend wird ein Beschaffungsplan erarbeitet, welcher die Nutzung von Fördermitteln des Landes NRW und des Bundes miteinbezieht.
  2. Die Verwaltung wird in diesem Zuge dazu beauftragt, die bisherigen Raumprüfungen fortzusetzen und einen separaten Kurzbericht vorzulegen. Alle Räume der Schulen und KiTas in Dinslaken (Fach- und Klassenräume, Lehrer*innenzimmer, Aulen, Mensen, sollen einer Prüfung in Bezug auf ihre Größe, Auslastung sowie Lüftungs- und Nutzungsmöglichkeiten in Pandemie-Zeiten unterzogen und nach KiTas, Grundschulen und weiterführenden Schulen differenziert werden. Hierbei sind die Schüler*innenvertretungen und betroffenen Lehr- und Pflegekräfte mit einzubeziehen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, bei der städtischen Kindertageseinrichtung Riemenschneiderstraße und der AWO-Kindertageseinrichtung Katharinenstraße beispielhaft zu prüfen, wie und in welcher Form für eine  Nachrüstung der bestehenden Luftfilteranlagen gesorgt werden kann und eine Kostenaufstellung mit entsprechenden Angeboten als Grundlage für einen Beschaffungsauftrag vorzulegen.
  4. Die Verwaltung wird beauftragt, die KiTas in Dinslaken neben den Schulen zeitnah ebenfalls ausreichend CO2-Messgeräten auszustatten.
  5. Der Krisenstab der Dinslakener Stadtverwaltung soll zukünftig entsprechend der eigenen Tagesordnung Vertreter*innen der betroffenen Einrichtungen einladen und in die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung mit einbinden.

Wir haben ein neues Grundsatzprogramm

Wir haben‘s getan! Wir haben ein neues Grundsatzprogramm. Die vorläufigen Beschlüsse findest du hier.

Vor drei Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht, neue Antworten auf neue Zeiten zu finden. Jetzt haben wir ein Programm für diese Zeit. Es steht für eine neue Phase der Partei – sowie für den Beginn einer neuen Phase der Politik und für eine neue Epoche.

Auf dem Weg haben wir innerparteiliche Demokratie und eine lebendige Debattenkultur gelebt. Ich danke allen, die dabei mitgemacht haben. Der Schlusspunkt war die digitale BDK. Unser Mut dazu hat sich gelohnt, auch wenn wir euch alle in der Halle sehr vermisst haben. Und ich möchte mich ganz besonders bei den vielen Freiwilligen bedanken, die uns im Support unterstützt haben. Das ist etwas ganz besonderes in unserer Partei.

Erster digitaler Landesparteitag mit Zuschauerrekord

Als erste der großen Parteien in NRW haben die GRÜNEN am Sonntag einen komplett digitalen Parteitag abgehalten und selbstverständlich waren wir Grüne in Dinslaken und dem Kreis Wesel dabei.

Über 3000 Zugriffe auf den Livestream bedeuten, dass es in der über 40-jährigen Geschichte der Partei noch keinen kleinen Landesparteitag mit so vielen Teilnehmer*innen gegeben hat. Das Präsidium und der Landesvorstand sendeten aus der Parteizentrale in Düsseldorf, Delegierte und Gäste nahmen per Video-Schaltung teil. 

In ihrer Rede zur aktuellen politischen Lage ging die Vorsitzende der GRÜNEN NRW, Mona Neubaur, auf die aktuelle Corona-Lage ein. Sie forderte: „Wir müssen besser aus der Krise kommen, als wir in sie hineingeschlittert sind. Aus dem Prinzip Hoffnung von Armin Laschet muss endlich das Prinzip Vorsorge entstehen. Es ist fahrlässig, so zu tun, als wäre NRW ein Spielball um die Bundeskanzlerschaft.“

Der Vorsitzende der GRÜNEN NRW, Felix Banaszak, sagte in seiner Rede zu Corona: „Wir müssen nicht nur im Akuten, sondern auch im Grundsätzlichen die richtigen Lehren aus dieser Krise ziehen. Es geht darum, unsere öffentliche Infrastruktur und unsere soziale Daseinsversorge zu stärken. Das alte Mantra ‚ein schlanker Staat ist ein guter Staat‘ ist in den Gesundheitsämtern endgültig an sein Ende gelangt.“ 

Anschließend diskutierten die knapp 70 Delegierten über die Finanzen der Städte und Gemeinden in NRW. Sie stimmten einstimmig für einen Leitantrag des Landesvorstands, der einen Altschuldenfonds für die überschuldeten Kommunen in NRW fordert. In einem Gastbeitrag in der Debatte unterstützte auch Wirtschaftsexperte Prof. Jens Südekum diesen Punkt und forderte wie die Grünen eine massive Offensive für Zukunftsinvestitionen in den NRW-Kommunen. Beschlusstext.

Ebenfalls einstimmig nahmen die Delegierten einen weiteren Leitantrag an, der die Vielfalt im Land und in der GRÜNEN Partei behandelt. Darin fordern die GRÜNEN ein Antidiskriminierungsgesetz für NRW. Auch mit Blick in die eigene Partei soll es künftig eine bessere Repräsentanz der vielfältigen Gesellschaft in allen Bereichen geben. Dass hier sowohl gesellschaftlich als auch innerparteilich einiges zu tun ist, bestätigte auch die als Gastrednerin geladene Migrationsforscherin Prof.Naika Foroutan. Beschlusstext

Nach der Premiere des digitalen Parteitags ist der Landesvorstand sehr zufrieden. Bis auf kleinste technische Probleme lief alles glatt. Aus dem neu eingerichteten Streamingstudio in der Parteizentrale werden künftig verstärkt digitale Formate verbreitet werden. So soll es gelingen, die inzwischen über 21.500 Mitglieder der Partei auch abseits von Corona digital einzubinden.Alle weiteren Beschlüsse des kleinen Landesparteitags finden ihr hier.

Stefanie Weyland wird dritte stellvertretende Bürgermeisterin

Die Grünen in Dinslaken freuen sich über die Wahl ihrer Beisitzerin im Ortsvorstand, Stefanie Weyland, zur dritten stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Dinslaken. Weyland kompletiert damit das Team der Stellvertretungen von Eyüp Yildiz (SPD, 1. Stv. BM) und Horst Miltenberger (CDU, 2. Stv. BM), welches zusammen mit der parteilosen Bürgermeisterin, Michaela Eislöffel, durch Weylands Benennung paritätisch besetzt ist.

Weyland war auf Listenplatz 3 der grünen Reserveliste in den Stadtrat eingezogen, sie ist Oberstudienrätin und arbeitet aktuell am Berufskolleg Dinslaken.

Durch das starke Wahlergebnis haben die Wähler*innen den Grünen mehr Verantwortung übertragen. Die neuen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat werden nun mit einer grünen stellvetretenden Bürgermeisterin abgebildet. Als zentrale Unterstützerinnen von Michaela Eislöffel im Wahlkampf wollen die Grünen sie auch weiterhin begleiten und zur Seite stehen. Mit Stefanie Weyland und der breiten Unterstützung in der konstituierenden Ratssitzung für sie und ihre Kollegen freut sich die Fraktion über das gute und wichtige Zeichen für die zukünftige interfraktionelle Zusammenarbeit.

Stellenausschreibung der Grünen Ratsfraktion im Dinslakener Stadtrat

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Dinslaken sucht zum schnellstmöglichen Zeitpunkt.

eine*n Mitarbeiter*in der Fraktionsgeschäftsführung (m/w/d)

Die Stelle ist zunächst bis zum Ende der Ratsperiode 2025 befristet. Die wöchentliche Arbeitszeit umfasst bis zu 25 Stunden.

Die Aufgaben umfassen:

  • Organisation der Fraktionsgeschäftsstelle
  • Vor- und Nachbereitungen der Fraktionssitzungen
  • Koordination der Gremien, der Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den anderen Fraktionen
  • Vorbereitung und Verfassen von Anträgen und Anfragen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Pressemitteilungen, Betreuung von Website und Social Media 
  • Kontakt mit Verbänden, Bürgerinitiativen, Vereinen und Bürger*innen

Wir erwarten von dir:

  • Organisationstalent und die Motivation, grüne Politik in Dinslaken voranzubringen
  • Erfahrung im Umgang mit politischen Gremien und Verwaltung
  • Bereitschaft an abendlichen Fraktionssitzungen teilzunehmen
  • Sehr gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit in der deutschen Sprache
  • Sehr gute Fertigkeiten im Umgang mit den gängigen Office-Programmen
  • Kenntnisse im Umgang mit gängigen Bild- und Videobearbeitungsprogrammen 
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Kreativität im Umgang mit Herausforderungen 

Wir bieten:

  • Eine selbstständige, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit mit flexibler Arbeitszeit unter berücksichtigung der Sitzungstermine
  • Eine motivierte, gut aufgestellte Fraktion, die mit Dir zusammen als Team grüne Politik gestaltet
  • Home-Office nach Absprache 
  • eine Vergütung in Anlehnung an den TVÖD 

Die Fraktion strebt eine gleichmäßige Stellenverteilung zwischen den Geschlechtern an. Bewerbungen von Frauen sind daher besonders erwünscht. Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderung.

Wir wünschen uns aussagekräftige Bewerbungsunterlagen ohne Lichtbild, als PDF, bis zum 15.11.2020 an vorstand [at] gruene-dinslaken.de. Arbeitsbeginn soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt sein.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!

Wir weisen darauf hin, dass deine Bewerbungsunterlagen für die Durchführung des Bewerbungsverfahrens gespeichert werden, nach dessen Abschluss und der Einhaltung von rechtlichen bzw. gesetzlichen Speicherfristen werden die Daten gelöscht. Deine Unterlagen werden nur an Personen innerhalb der GRÜNEN Ratsfraktion weitergegeben, die an diesem Bewerbungsverfahren beteiligt sind. Du kannst dich jederzeit bei uns melden und Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung der über dich gespeicherten Daten verlangen, wenden dich sich dafür an r.koske [ at ] gruene-dinslaken.de.

Neue Grüne Ratsfraktion hat sich konstituiert

Auf der gemeinsamen Sitzung am 07.10.2020 haben sich die zwölf neuen Stadtverordneten der Grünen in Dinslaken als Fraktion zusammengeschlossen.

Neben der Verabschiedung der Fraktionsgeschäftsordnung und einigen weiteren Tagesordnungspunkten wurde auch der Fraktionsvorstand gewählt. Als gleichberechtigte Fraktionsvorsitzenden wurden Niklas Graf und Beate Stock-Schöer gewählt. Neuer Fraktionsgeschäftsführer ist Rico Koske. Als Kassenprüferinnen wurden Stefanie Weyland und Elisabeth Füllgraf gewählt.

Mitgliederversammlung der Grünen wählt Verhandlungsteam

Auf der Mitgliederversammlung der Grünen in Dinslaken am 30.09.2020 im Dachstudio hat die Partei ein 14-köpfiges Verhandlungsteam für die anstehenden Gespräche mit den Parteien und Fraktionen im Rat der Stadt Dinslaken gewählt.

Als Gast war die frisch gewählte neue parteilose Bürgermeisterin Michaela Eislöffel für ein Grußwort eingeladen. Eislöffel bedankte sich, begleitet von einigen Unterstützer*innen aus ihrem Wahlkampfteam, zu Beginn der Veranstaltung für die engagierte und unerschütterliche Unterstützung im Wahlkampf und freute sich in ihrer Rede auf die gemeinsame Zusammenarbeit in der Zukunft. Nun gelte es die gemachten Versprechen einzuhalten und neuen Wind ins Rathaus und den Stadtrat zu bringen.

In der Folge reflektierte die Partei gemeinsam über den zurückliegenden Wahlkampf und die anstehenden Aufgaben. Für den deutlichen Wahlerfolg mit 19,19% müsse man sehr dankbar sein und nun auch die Themen aus dem Wahlkampf mit einem grünen Kompass in den Vordergrund zu stellen und die Rückmeldungen aus der Stadtgesellschaft aufzugreifen. Gemeinsame Meinung war, dass man nun zu den großen Fraktionen im Stadtrat gehöre und diese Rolle annehmen müsse.

Mit Michaela Eislöffel habe mit deutlichem Abstand die Kandidatin gewonnen, welche sich für ein Miteinander der politischen Akteure einsetze. Ihr Motto „Gemeinsam Gestalten“ gelte auch für die neue Grüne Ratsfraktion. Nach dem gemeinsamen Projekt solle zuerst das Gespräch mit der CDU gesucht werden. Dabei solle mit allen Gesprächspartner*innen ergebnissoffen in die Gespräche gegangen werden, um das Bestmögliche für Dinslaken zu erreichen.

Nach dem anschließenden Bericht des Vorstandes befasste sich einer der Tagesordnungspunkte dabei auch mit einem möglichen Umzug der Fraktion in neue Räume, um den Coronaschutzbestimmungen gerecht werden zu können und ausreichend Platz für die deutlich angewachsene Fraktion bereitstellen zu können. Zusammen mit den Sachkundigen Bürger*innen wird aktuell mit etwa 20 engagierten Fraktionsmitgliedern geplant.

Eindrücke vom Wahlkampfendspurt mit Michaela Eislöffel

Michaela Eislöffel ist seit Anfang des Jahres viel unterwegs. Einige Eindrücke von ihrem Wahlkampf könnt ihr, neben unseren und ihren Kanälen auf Facebook und Instragram, auch auf unserem YouTube-Kanal erhalten.

Die letzten Videos im Wahlkampfendspurt vor der Stichwahl am kommenden Sonntag, 27.09., könnt ihr aber auch direkt hier ansehen:

Eislöffel antwortet letzten Fragen der Lokalzeitungen vor der Stichwahl

Für die Stichwahl haben die Lokalredaktionen von NRZ und RP nochmal Fragen an Fragen an unsere parteilose Bürgermeisterkandidatin Michaela Eislöffel und den aktuellen Amtsinhaber Michael Heidinger gestellt.

Da wir diese Fragen sehr interessant finden, veröffentlichen wir hiermit die Antworten der von uns unterstützten Kandidatin.

Hier zunächst die Fragen der RP:

1) Welche Themen wollen Sie persönlich voranbringen?

Bürgerbeteiligung und Transparenz sind Grundlage für ein gutes Miteinander in unserer Stadt. Im Bereich der Wirtschaftsförderung ist noch deutlich Luft nach oben, z.B. in der Tourismusförderung. Die Schulentwicklung und die Diskussion um die Turnhallenstandorte möchte ich voranbringen. Die Ideen für attraktiven bezahlbaren Wohnraum aus den Bürgerbeteiligungen werde ich für Planungen aufgreifen.

2) Wo sehen Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen sich und Ihrem Mitbewerber Herrn Heidinger?

Das Amt der Bürgermeisterin ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Erfahrungen aus verschiedenen Tätigkeiten in Schulen, Bezirksregierung, Kreisverwaltung, beim Landessportbund und als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht, aber auch als alleinerziehende Mutter werde ich für dieses verantwortungsvolle Amt nutzen können. Ein ganzheitlicher Blick, Empathie und Kommunikation sind meine persönlichen Stärken.

3) Dinslaken steckt – wie das ganze Land – in einer Krise, der Corona-Krise. Welche Qualitäten bringen Sie mit, um diese Krise zu meistern – und welchen Weg soll Dinslaken dazu einschlagen?

Ein handlungsfähiger Krisenstab ist in Zukunft auch in unserer Stadt von besonderer Bedeutung. Die Coronakrise hat deutlich gezeigt wie verletzlich unsere Gesellschaft ist. Wir müssen Schwachstellen analysieren und für die Zukunft daraus lernen.

Es ist sehr deutlich geworden, dass in den verschiedenen gesellschaftlich relevanten Bereichen investiert werden muss. Auch die Gastronomen und Geschäftsleute müssen wir in Dinslaken mit großzügigen Regelungen in verschiedenen Bereichen unterstützen.

Hier im Weiteren die Fragen der NRZ:

1.1) Allgemeines: Welche Probleme möchten Sie in der kommenden Wahlperiode als erstes anpacken?

Als Bürgermeisterin werde ich Ideen und Bedenken aus der Bevölkerung und den Parteien ernst nehmen und die Expertise aus der Verwaltung wertschätzen.

Daher werde ich zügig nach Amtsantritt auf die Menschen in den einzelnen Stadtteilen und die mich unterstützenden Parteien zugehen. In Gesprächen möchte ich deren wichtigsten Themen zusammentragen und moderierend zu sinnvollen Einigungen kommen.

Daneben werde ich alle acht Geschäftsbereiche der Verwaltung und deren Fachdienste nacheinander besuchen und deren Anregungen und Ideen für die Zukunft anhören. Ich ziehe auch eine anonyme Befragung der Beschäftigten in Erwägung, um Wünsche und Optimierungsvorschläge von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung sammeln zu können. Gemeinsam möchte ich dann Zielvereinbarungen für Umsetzungen ausarbeiten und eine zeitliche Planung zur Umsetzung erstellen.

1.2) Was hätte in der vergangenen Wahlperiode besser gemacht werden können?

Eine transparente Informationspolitik fehlt den Bürgerinnen und Bürgern in Dinslaken. Sie alle wünschen sich eine rechtzeitige Information vor wichtigen Entscheidungen (siehe Schwimmbad Hiesfeld, Bahnhofsvorplatz, …). Bürger*innenbeteiligung und Transparenz sind daher wichtige Themen für mich. Besonders im Bereich der Schulentwicklung, der Turnhallenstandorte (Schule und Vereine) und der Wirtschaftsförderung ist hier noch deutlich Luft nach oben. Es gibt an vielen Stellen Verbesserungspotentiale.

Die Fehleranalyse ist ein wichtiger Bestandteil, sich diese einzugestehen und daraus zu lernen sind wichtige Aspekte erfolgreichen Handelns.

Mein großes Interesse ist es gemeinsam mit allen Dinslakenerinnen und Dinslakenern nach vorne zu schauen und sich zu trauen gemeinsam Ideen für eine lebendige Stadtgesellschaft zu entwickeln. Fehler aus der Vergangenheit müssen wir gemeinsam analysieren und die Erkenntnisse konsequent für neue Planungen nutzen

2.1) Haushalt: Der Stadt droht mittelfristig die Haushaltssicherung. Wie wollen Sie das verhindern?

Bedeutend für die jahrelangen Haushaltsdefizite in Millionenhöhe sind auch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur. Trotzdem ist es der Stadt bis 2018 aus eigener Kraft gelungen die Haushaltssicherung abzuwenden.

Zukünftig müssen wir mit Bedacht planen und Investitionen mittelfristig und langfristig auf den Prüfstand stelle. Die Fachverwaltung muss und unter Berücksichtigung des Bürgerwillens Einsparvorschläge erarbeiten und deren nachhaltige Folgen dabei aufzeigen. Die verschiedenen Handlungsfelder gilt so vielschichtig, dass für eine sozial gerechte Haushaltskonsolidierung eine umfassende und kritische Beurteilung aller Investitionsbereiche notwendig ist.

Einzelne Aufgabenfelder möchte ich hier nicht ohne eingehende Analyse benennen. Die Coronakrise ist ein greifbares Beispiel dafür, dass ohne Vorwarnung finanzielle Herausforderungen auftreten, die wir nicht geplant haben. Darauf stelle ich mich in Zukunft ein und möchte zügig mit den Fachverwaltungen in eine nachhaltige Planung einsteigen und diese in den Fachausschüssen diskutieren, um mehrheitsfähige sinnvolle Entscheidungen mit Blick auf die angespannte finanzielle Lage der Stadt treffen zu können. Vielleicht kommen wir zu dem Ergebnis, dass die ein oder andere Investitionsmaßnahme mittelfristig oder langfristig anders geplant wird.

In der Stadtverwaltung gibt es sicherlich Potenzial für eine weitere Digitalisierungsoffensive, wodurch die Kosten nachhaltig reduziert werden könnten, beispielsweise durch den Ausbau von Möglichkeiten der tageweisen Arbeit im Homeoffice. Dieser Idee möchte ich mittelfristig Beachtung schenken.

2.2) Wie hätte Dinslaken in der Vergangenheit Schulden vermeiden können?

Mir ist bewusst, dass die Entscheidungen des Rates und der Verwaltung in einer Niedrigzinsphase in Bau- und Sanierungs-maßnahmen zu investieren durchaus sinnvoll ist. Es gehört auch zur Generationengerechtigkeit unseren Nachfahren eine Stadt mit einer guten Infrastruktur zu hinterlassen. Neben den notwendigen Bautätigkeiten und Sanierungsmaßnahmen, gilt es aber in Zukunft Projekte, auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen und wenn notwendig einzelne Investitionen erst mittel- oder langfristig umzusetzen.

Wenn ich Bürgermeisterin von Dinslaken bin, werde ich zusammen mit Verwaltung und Politik die genannten Bereiche prüfen und zielorientiert diskutieren. Dieser Prozess ist notwendig, um in Zukunft effizient und nachhaltig zu planen.

2.3) Gibt es eine Investition in den vergangenen Jahren, die Sie für unangebracht oder überflüssig halten?

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich von neuen Gestaltungs-möglichkeiten höre, die dadurch entstehen, dass es Landes- oder Bundesmittel gibt. Darauf möchte ich in Zukunft kritisch blicken, denn bisher habe ich den Eindruck, dass diese Maßnahmen die Stadt trotzdem viel Geld kosten und auf Unverständnis in der Bürgerschaft stoßen. Ein Thema in der Stadtgesellschaft ist die erneute Sanierung der Friedrich-Althoff-Straße.

2.4) Welche Kosten wären der Stadt dadurch erspart geblieben?

Der Eigenanteil für die Neugestaltung der Straße. Die Zahlen liegen mir aktuell nicht vor. Liefere ich aber gerne nach Amtsantritt.

2.5) Werden Sie als Bürgermeister einer Steuererhöhung (Grund-, Gewerbe- oder Hundesteuer) zustimmen?

Ich werde mich dafür einsetzen, keine Steuersätze zu erhöhen, die die Menschen und unsere lokale Wirtschaft unnötig belasten. Wir wollen sowohl für junge Menschen, Familien und Senior*innen, als auch für Gewerbetreibende eine attraktive Stadt und ein reizvoller Standort sein.

3.1) Wohnen und Gewerbe: In Dinslaken fehlen bis 2030 etwa 2000 Wohnungen. Vor allem bezahlbarer Wohnraum fehlt. Wie und wo wollen Sie bezahlbaren Wohnraum in Dinslaken schaffen?

Durch die geplante Bebauung des Trabrennbahn-Areals kann bereits ein bedeutender Druck aus dem Dinslakener Wohnungsmarkt genommen werden. Sozialer Wohnraum sollte in allen Stadtteilen entstehen, damit auch ältere Menschen, die ihren Wohnraum verkleinern möchten in ihren Stadtteilen Wohnraum finden können. Mischbebauung sollte unser Ziel sein, denn davon profitieren dann alle. Zusätzlich sollten wir in den zentralen Lagen den Wohnraum weiter nachverdichten, um wichtige Naturräume zu erhalten und Flächenversiegelung zu verhindern.

3.2) In den vergangenen Jahren wurde in Dinslaken vor allem hochpreisiger Wohnraum geschaffen. Hat man das Problem zu spät erkannt?

Der Anteil sozial geförderten Wohnraums ist in Dinslaken zuletzt auf knapp 7% gesunken. Die Menschen in den einzelnen Stadtteilen haben durchaus beobachtet, dass nur noch hochpreisig gebaut wurde. Das konnte ich vielen Gesprächen in verschiedenen Stadtteilen entnehmen. Erwähnt wurden immer wieder Bärenkamp, Duisburger Straße neben dem ehemaligen Ulcus und die neuen Häuser in Eppinghoven. Dinslakenerinnen und Dinslakener haben es erkannt und fühlten sich vermutlich nicht gehört mit ihren Bedenken. Ich vermute, dass die Verluste der SPD und des Herrn Dr. Heidinger neben anderen Kritikpunkten, durchaus auch im Zusammenhang mit Planung von Wohnraum stehen.

Wir müssen jetzt konsequent eine Trendwende herbeiführen und die Bedürfnisse der Menschen in Dinslaken ernst nehmen. Bei Neubauprojekten müssen wir nun einen hohen Anteil sozial geförderter Wohneinheiten forcieren und die Ideen aus der Bürgerbeteiligung aufgreifen und wenn möglich umsetzen.

3.3) Es gab und gibt Proteste gegen neue Wohn- oder Gewerbeflächen – etwa an der Südstraße und in Barmingholten. Immer wieder fühlen sich Bürger von der Stadt nicht in ausreichendem Maß mitgenommen. Wie wollen Sie dieses Problem künftig lösen? Vor allem die Bürger im Averbruch fühlen sich übermäßig belastet – durch die Deponie, das neue Wohngebiet, das Holzenergiezentrum, den Logistikpark. Wird dem Stadtteil zu viel zugemutet? Werden Sie für oder gegen den Logistikpark Barmingholten stimmen?

In unserer Stadt leben viele politisch interessierte Menschen, die hier aus Überzeugung leben. Viele bezeichnen Dinslaken nach wie vor als die Stadt im Grünen. Das kann ich gut verstehen, denn damals bin ich aus Duisburg genau aus diesem Grund hierher umgezogen. Die Natur und der schöne Stadtkern mit der Altstadt sind liebenswert und unser Aushängeschild. Wollen wir eine Stadt mit großen Industrieflächen daraus machen und diesen Charme, der besonders ist, verlieren?

Ich denke das möchte niemand von uns.

Was die Menschen im Averbruch betrifft, so habe ich den Eindruck, dass sie neben den Sorgen der Auswirkungen der Deponie und des Holzenergiezentrums den Eindruck haben, dass Sie zu spät informiert wurden und das zügig Fakten geschaffen werden, um Protesten aus dem Weg zu gehen. Das ist vermutlich dasselbe Gefühl, das die Menschen in Hiesfeld in Bezug auf das Freibad haben.

Die Menschen in Barmingholten sind ebenfalls entsetzt darüber, dass die Verwaltung und der Bürgermeister bereits seit sechs Jahren pläne erarbeiten und verfolgen ein Logistikzentrum dort anzusiedeln.

Alle politischen Entscheider sind von den Menschen in unserer Stadt gewählt. Sie dienen diesen Menschen. Wir müssen an der einen oder anderen Stelle durch Transparenz und Mitbestimmung für gemeinsamen Konsens und auch Kompromisse sorgen.

Einen Logistikpark über die bisher genannte Fläche von 31 ha gilt es vor allem in Bezug auf die vorhandenen Wohnhäuser, den zu erwartenden Verkehr und die zu erwartenden Einnahmen zu prüfen.

Der Presse in den letzten Tagen konnte ich entnehmen, dass weitere Flächen für Logistikparks in Wesel und Bucholtwelmen vom RVR ausgewiesen wurden. Aus meiner Sicht gilt es in Zukunft solche Maßnahmen genauestens zu prüfen, denn Dinslaken verfügt nur über geringe Möglichkeiten der Ausdehnung. Wir müssen auch für Dinslakener Betriebe Flächen für Ausdehnung bereithalten. Unnötige Flächenversiegelung gilt es, wenn möglich zu vermeiden. 

4.1) Handel und Gastronomie: In der Dinslakener Innenstadt stehen etwa 12 Prozent der Geschäftsflächen leer. Was wollen Sie dagegen unternehmen?

Ein Grund für die vielen Leerstände ist, dass die Einzelflächen aufgrund ihrer geringen Größe nicht die Anforderungen größerer Einzelhandelbetriebe erfüllen. Deshalb muss sich die Verwaltung im Sinne der Wirtschaftsförderung in der Innenstadt engagieren und eine Idee wäre es, darauf einzuwirken und dafür zu werben, dass Zusammenschlüsse einzelner Flächen ermöglicht werden. Als Bürgermeisterin werde ich moderierend und begleitend agieren, um die Kommunikation und den Austausch in Bezug auf Stadtmarketingkonzepte mit den Geschäftsleuten zu fördern.

Die Abteilung Wirtschaftsförderung sollte aktiv für die Ansiedlung von Unternehmen werben und auf Geschäftsleute zugehen. Für die Werbung zur Ansiedlung von Unternehmen in der Dinslakener Innenstadt könnte die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem Bereich Nachhaltigkeit Ideen für die Ansiedlung von Geschäften mit nachhaltigen Konzepten entwickeln. Hier sollte mittelfristig bis langfristig gedacht werden, damit wir die Dinslakener Innenstadt auch für die ferne Zukunft attraktiv gestalten.

4.2) Sind Sie für oder gegen mehr verkaufsoffene Sonntage?

Der Sonntagvormittag sollte nach wie vor den Familien vorbehalten sein. Wenn es dem Wunsch der Dinslakener Geschäftsleute entspricht, stelle ich mich diesem an einzelnen Sonntagnachmittagen nicht entgegen.

4.3) Wie möchten Sie die von der Coronakrise besonders betroffene Gastronomie stützen?

Vielseitige Gastronomie ist das Herz einer lebendigen Innenstadt und Altstadt. Gerade vor dem Hintergrund der Coronakrise sollten wir den Unternehmen deshalb mit großzügigen Ausnahmeregelungen z.B. für die Nutzung von (öffentlichen) Außenbereichen entgegenkommen.

Initiativen wie die Konzerte vor der Stadtkirche sollte die Verwaltung nach Möglichkeit unterstützen. Viele Geschäftsleute haben sich in den letzten Wochen an mich gewandt und die Gestaltungssatzung, sowie das Vorgehen des Ordnungsamtes gegen Geschäftsleute an mich herangetragen. Ich wünsche mir auch hier einen lösungsorientierten Dialog und mehr unterstützende Maßnahmen der Verwaltung für die ansässigen Unternehmen. Die Wirtschaftsförderung soll auch bei den bereits ansässigen Unternehmen ansetzen. Hilfestellungen in Bezug auf Unterstützungs- und Fördergelder für die angeschlagenen Betriebe sollen von Seiten der Verwaltung verlässlich und transparent angeboten werden.

5.1) Soziales: Die Menschen in Lohberg haben mit Remzi Ugur erstmals einen Vertreter der AWG direkt gewählt, der sich ausdrücklich für die Belange von Bürgern mit Migrationshintergrund einsetzen will. Wurde der Stadtteil in den vergangenen Jahren von der Stadt vernachlässigt?

Wir müssen in Lohberg lösungsorientiert planen und handeln und die Menschen vor Ort einbeziehen.

Vorhandene Projekte und Maßnahmen müssen auf ihre Akzeptanz und Wirksamkeit hin überprüft werden. Wenn etwas gut funktioniert, sollten wir mehr davon machen! Wenn etwas nicht angenommen wird   oder nicht zum Erfolg führt, müssen wir umschwenken auf andere Beispiele gelungener Integration und diese stärker in den Vordergrund stellen.

Vorhandene Angebote, der in Lohberg engagierten Dinslakener Träger müssen wir kommunal im Rahmen der Dinslakener Präventions- und Bildungskette besser vernetzen. So können wir Synergien nutzen und Parallelstrukturen vermeiden.

5.2) Wie wollen Sie die Bürger mit Migrationshintergrund erreichen?

Wir müssen die Frauen fokussieren, hier ist viel kreatives Potenzial ungenutzt. Migrant_ innenselbstorganisationen einbeziehen, auch die aus der Fliehburg.

Wir müssen über Lohberg hinausdenken und beispielsweise die Menschen in der Fliehburg einbeziehen, die vorhandenen Ressourcen in den Kitas, Familienzentren, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen nutzen. Die vorhandene Expertise des Integrationsbeauftragten und des Integrationsrates müssen wir nutzen und mehr einbeziehen. Wir müssen dafür werben, dass auch die Wahlbeteiligung für den Integrationsrat höher sein muss.

Dinslaken hat sich im vergangenen Jahr zum „Sicheren Hafen“ für Geflüchtete erklärt. War diese Entscheidung richtig? Selbstverständlich! Wir haben in Dinslaken eine lebendige Willkommenskultur, viele ehrenamtliche Menschen engagieren sich in der Flüchtlingshilfe, wie z.B. im Flüchtlingsrat, im Förderverein der Fliehburg, in der Seebrücke und bereichern so unsere aktive Stadtgesellschaft mit ihrer Menschlichkeit. Die Demonstrationen zur Seenotrettung und gegen Rechts setzten hier deutliche Zeichen.

Eislöffel mit Weiss, Klocke und Brohl auf dem Neutorplatz

Eislöffel wirbt auf Neutorplatz für Stimme bei Stichwahl

Auf der von Michaela Eislöffel organisierten Veranstaltung am zurückliegenden Samstag auf dem Neutorplatz warb die parteilose Bürgermeisterkandidatin zusammen mit der ehemaligen Bürgermeisterin von Dinslaken und aktuellen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Weiss, Arndt Klocke dem Vorsitzenden der Grünen Landtagsfraktion und dem CDU-Landratskandidaten Ingo Brohl für Zustimmung bei der Stichwahl am 27.09.

Auf der großen Bühne stellte Frau Eislöffel ihre Themenschwerpunkte Chancengerechtigkeit, beste Bildung, nachhaltige Wirtschaftsförderung und dem Anspruch gemeinsam mit den Parteien und Bürgerinnen und Bürgern der Stadt gestalten zu wollen vor. Als erste Gastrednerin berichtete Sabine Weiss von ihren Erfahrungen aus dem damaligen Wahlkampf und ihrer darauffolgenden Amtszeit und setzte sich bereits bei der Begrüßung sehr deutlich für Frau Eislöffel ein: “So ein strahlender Sonnenschein und so viele gemeinsam engagierte Wahlkämpfer, wenn das nicht das perfekte Kaiserwetter für den Wahlkampfendspurt ist. Aber nennen wir es lieber so, wie es heute richtig heißen sollte: Bürgermeisterinnen-Wetter!” Bei ihrem Auftritt schlug Sabine Weiss vermehrt den Bogen zur erfolgreichen Zusammenarbeit von schwarz-grün in Dinslaken und sprach viele der Themen an, die die beiden Parteien verbinde. Eines war ihr dabei aber besonders wichtig den knapp 400 Gästen mit auf den Weg zu geben: “Es ist wieder Zeit für eine Bürgermeisterin in unserer Stadt und ich freue mich Ihnen allen hier eine mehr als geeignete Kandidatin empfehlen zu können. Motivieren sie ihre Freunde, ihre Familie und ihre Bekannten in ihrem Umfeld. Jede Stimme wird für die Stichwahl entscheidend sein.”

Danach bat Michaela Eislöffel Ingo Brohl und Arndt Klocke auf die Bühne und tauschte sich mit Ihnen über die Mobilitätswende, kommunale Gesundheitsförderung und nachhaltiges lokales Handeln aus. In einer lockeren Atmosphäre gab es auch klare Wahlkampfaussagen. So positionierte sich Ingo Brohl für seine Wahl zum neuen Landrat: “Gemeinsam mit den Menschen, Einrichtungen, Unternehmen im Kreis Wesel und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und der Kreispolizeibehörde möchte ich die Zukunft des Kreises gestalten und Potenziale besser nutzen.“

Arndt Klocke lobte den bisherigen gemeinsamen Wahlkampf für Michaela Eislöffel, welche mittlerweile auch von der UBV unterstützt wird, und verwies auf seine Erfahrungen in seiner Wahlheimat Köln. “Wir haben mit Henriette Reker gezeigt, dass schwarz-grüne Bündnisse funktionieren können, wenn sie auf Augenhöhe gelebt werden und sich immer um die bestmöglichen Kompromisse für die Stadt bemüht wird. Ich habe den Eindruck, dass das hier in Dinslaken mit dieser Kandidatin und diesem Unterstützer*innen Kreis funktionieren kann. Ich habe Michaela als engagierte und sympathische Person bereits bei unserem gemeinsamen Termin zur Verkehrswende und der Straßenbahnlinie 903 kennengelernt und ich traue ihr absolut zu, Menschen zusammenbringen zu können. Daher kann ich nur allen Menschen die sich frischen Wind hier im Rathaus wünschen herzlich empfehlen am kommenden Sonntag zur Stichwahl zu gehen und das Kreuz bei Eislöffel zu machen.”

Globaler Klimastreik, 25.09.

Wir rufen mit auf zum globalen Klimastreik diesen Freitag in Dinslaken vor dem Rathaus ab 14:00 Uhr. Wir protestieren gemeinsam mit FFF Dinslaken und allen Engagierten unter dem Motto #KeinGradWeiter für eine konsequente Klimapolitik.

Das Jahr 2020 ist vor allem durch die Eindämmung der Corona-Pandemie geprägt. Aber die Klimakrise macht keine Pause, wie an der Trockenheit und Wasserknappheit in Deutschland oder den verheerenden Waldbränden in den USA zu spüren ist. Wir fordern daher eine schnellere Reduzierung der CO2-Emissionen, damit das Pariser Klimaschutzabkommen eingehalten werden kann. Die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung sind ungenügend, etwa der verzögerte Kohleausstieg und die fehlenden Fortschritte in puncto Verkehrs- und Energiewende. Komm deshalb mit auf die Straße unter dem Motto #KeinGradWeiter.

Lass uns gemeinsam weltweit ein deutliches Zeichen für Klimaschutz setzen. Natürlich möchten wir verantwortungsbewusst streiken. Bitte bringt daher eure Masken mit und haltet euch an die Abstandsregeln.

Segel setzen – Teamplayer gesucht


Wir veröffentlich den Leser*innebrief unseres Mitglieds Jürgen Otte:

Segeln ist Teamsport. Auf dem Dreimaster geht nichts ohne ein Team, das mit richtigem Material ausgestattet, gemeinsam die Segel setzt. Wenn der Smutche noch das richtige Essen präsentiert, steht dem Aufbruch zu neuen Ufern nichts mehr im Weg.

Dinslaken braucht genau diese neue Dimension eines Teamplayers an der Spitze. Menschen zu gemeinsam formulierten Zielen mitnehmen. Verwaltung so mit Kompetenzen, Ressourcen und Vertrauen ausstatten, dass Ziele auch auf kurzem Wege erreicht werden können. Verwaltung, Parteien und die Stadtverordneten einbinden in das gemeinsame Ziel eines „liebenswerten Dinslaken“. Das ist die Aufgabe beim Lenken dieses Schiffes mit dem Namen „Dinslaken“.

Und dass eine Frau da die passenderen Qualitäten haben kann und die Position des Kapitäns einnehmen kann, hat die Vergangenheit mit Sabine Weiss gezeigt. Ich freue mich auf die Stichwahl.

Jürgen Otte

Jürgen antwortet damit auf einen Leser*innenbrief von Norbert Bruckermann in der Rheinischen Post vom 18.09. mit dem Titel „Lieber ein Kapitän“.