Stellenausschreibung der Grünen Ratsfraktion im Dinslakener Stadtrat

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Dinslaken sucht zum schnellstmöglichen Zeitpunkt.

eine*n Mitarbeiter*in der Fraktionsgeschäftsführung (m/w/d)

Die Stelle ist zunächst bis zum Ende der Ratsperiode 2025 befristet. Die wöchentliche Arbeitszeit umfasst bis zu 25 Stunden.

Die Aufgaben umfassen:

  • Organisation der Fraktionsgeschäftsstelle
  • Vor- und Nachbereitungen der Fraktionssitzungen
  • Koordination der Gremien, der Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den anderen Fraktionen
  • Vorbereitung und Verfassen von Anträgen und Anfragen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Pressemitteilungen, Betreuung von Website und Social Media 
  • Kontakt mit Verbänden, Bürgerinitiativen, Vereinen und Bürger*innen

Wir erwarten von dir:

  • Organisationstalent und die Motivation, grüne Politik in Dinslaken voranzubringen
  • Erfahrung im Umgang mit politischen Gremien und Verwaltung
  • Bereitschaft an abendlichen Fraktionssitzungen teilzunehmen
  • Sehr gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit in der deutschen Sprache
  • Sehr gute Fertigkeiten im Umgang mit den gängigen Office-Programmen
  • Kenntnisse im Umgang mit gängigen Bild- und Videobearbeitungsprogrammen 
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Kreativität im Umgang mit Herausforderungen 

Wir bieten:

  • Eine selbstständige, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit mit flexibler Arbeitszeit unter berücksichtigung der Sitzungstermine
  • Eine motivierte, gut aufgestellte Fraktion, die mit Dir zusammen als Team grüne Politik gestaltet
  • Home-Office nach Absprache 
  • eine Vergütung in Anlehnung an den TVÖD 

Die Fraktion strebt eine gleichmäßige Stellenverteilung zwischen den Geschlechtern an. Bewerbungen von Frauen sind daher besonders erwünscht. Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderung.

Wir wünschen uns aussagekräftige Bewerbungsunterlagen ohne Lichtbild, als PDF, bis zum 15.11.2020 an vorstand [at] gruene-dinslaken.de. Arbeitsbeginn soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt sein.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!

Wir weisen darauf hin, dass deine Bewerbungsunterlagen für die Durchführung des Bewerbungsverfahrens gespeichert werden, nach dessen Abschluss und der Einhaltung von rechtlichen bzw. gesetzlichen Speicherfristen werden die Daten gelöscht. Deine Unterlagen werden nur an Personen innerhalb der GRÜNEN Ratsfraktion weitergegeben, die an diesem Bewerbungsverfahren beteiligt sind. Du kannst dich jederzeit bei uns melden und Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung der über dich gespeicherten Daten verlangen, wenden dich sich dafür an r.koske [ at ] gruene-dinslaken.de.

Neue Grüne Ratsfraktion hat sich konstituiert

Auf der gemeinsamen Sitzung am 07.10.2020 haben sich die zwölf neuen Stadtverordneten der Grünen in Dinslaken als Fraktion zusammengeschlossen.

Neben der Verabschiedung der Fraktionsgeschäftsordnung und einigen weiteren Tagesordnungspunkten wurde auch der Fraktionsvorstand gewählt. Als gleichberechtigte Fraktionsvorsitzenden wurden Niklas Graf und Beate Stock-Schöer gewählt. Neuer Fraktionsgeschäftsführer ist Rico Koske. Als Kassenprüferinnen wurden Stefanie Weyland und Elisabeth Füllgraf gewählt.

Mitgliederversammlung der Grünen wählt Verhandlungsteam

Auf der Mitgliederversammlung der Grünen in Dinslaken am 30.09.2020 im Dachstudio hat die Partei ein 14-köpfiges Verhandlungsteam für die anstehenden Gespräche mit den Parteien und Fraktionen im Rat der Stadt Dinslaken gewählt.

Als Gast war die frisch gewählte neue parteilose Bürgermeisterin Michaela Eislöffel für ein Grußwort eingeladen. Eislöffel bedankte sich, begleitet von einigen Unterstützer*innen aus ihrem Wahlkampfteam, zu Beginn der Veranstaltung für die engagierte und unerschütterliche Unterstützung im Wahlkampf und freute sich in ihrer Rede auf die gemeinsame Zusammenarbeit in der Zukunft. Nun gelte es die gemachten Versprechen einzuhalten und neuen Wind ins Rathaus und den Stadtrat zu bringen.

In der Folge reflektierte die Partei gemeinsam über den zurückliegenden Wahlkampf und die anstehenden Aufgaben. Für den deutlichen Wahlerfolg mit 19,19% müsse man sehr dankbar sein und nun auch die Themen aus dem Wahlkampf mit einem grünen Kompass in den Vordergrund zu stellen und die Rückmeldungen aus der Stadtgesellschaft aufzugreifen. Gemeinsame Meinung war, dass man nun zu den großen Fraktionen im Stadtrat gehöre und diese Rolle annehmen müsse.

Mit Michaela Eislöffel habe mit deutlichem Abstand die Kandidatin gewonnen, welche sich für ein Miteinander der politischen Akteure einsetze. Ihr Motto „Gemeinsam Gestalten“ gelte auch für die neue Grüne Ratsfraktion. Nach dem gemeinsamen Projekt solle zuerst das Gespräch mit der CDU gesucht werden. Dabei solle mit allen Gesprächspartner*innen ergebnissoffen in die Gespräche gegangen werden, um das Bestmögliche für Dinslaken zu erreichen.

Nach dem anschließenden Bericht des Vorstandes befasste sich einer der Tagesordnungspunkte dabei auch mit einem möglichen Umzug der Fraktion in neue Räume, um den Coronaschutzbestimmungen gerecht werden zu können und ausreichend Platz für die deutlich angewachsene Fraktion bereitstellen zu können. Zusammen mit den Sachkundigen Bürger*innen wird aktuell mit etwa 20 engagierten Fraktionsmitgliedern geplant.

Eindrücke vom Wahlkampfendspurt mit Michaela Eislöffel

Michaela Eislöffel ist seit Anfang des Jahres viel unterwegs. Einige Eindrücke von ihrem Wahlkampf könnt ihr, neben unseren und ihren Kanälen auf Facebook und Instragram, auch auf unserem YouTube-Kanal erhalten.

Die letzten Videos im Wahlkampfendspurt vor der Stichwahl am kommenden Sonntag, 27.09., könnt ihr aber auch direkt hier ansehen:

Eislöffel antwortet letzten Fragen der Lokalzeitungen vor der Stichwahl

Für die Stichwahl haben die Lokalredaktionen von NRZ und RP nochmal Fragen an Fragen an unsere parteilose Bürgermeisterkandidatin Michaela Eislöffel und den aktuellen Amtsinhaber Michael Heidinger gestellt.

Da wir diese Fragen sehr interessant finden, veröffentlichen wir hiermit die Antworten der von uns unterstützten Kandidatin.

Hier zunächst die Fragen der RP:

1) Welche Themen wollen Sie persönlich voranbringen?

Bürgerbeteiligung und Transparenz sind Grundlage für ein gutes Miteinander in unserer Stadt. Im Bereich der Wirtschaftsförderung ist noch deutlich Luft nach oben, z.B. in der Tourismusförderung. Die Schulentwicklung und die Diskussion um die Turnhallenstandorte möchte ich voranbringen. Die Ideen für attraktiven bezahlbaren Wohnraum aus den Bürgerbeteiligungen werde ich für Planungen aufgreifen.

2) Wo sehen Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen sich und Ihrem Mitbewerber Herrn Heidinger?

Das Amt der Bürgermeisterin ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Erfahrungen aus verschiedenen Tätigkeiten in Schulen, Bezirksregierung, Kreisverwaltung, beim Landessportbund und als ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht, aber auch als alleinerziehende Mutter werde ich für dieses verantwortungsvolle Amt nutzen können. Ein ganzheitlicher Blick, Empathie und Kommunikation sind meine persönlichen Stärken.

3) Dinslaken steckt – wie das ganze Land – in einer Krise, der Corona-Krise. Welche Qualitäten bringen Sie mit, um diese Krise zu meistern – und welchen Weg soll Dinslaken dazu einschlagen?

Ein handlungsfähiger Krisenstab ist in Zukunft auch in unserer Stadt von besonderer Bedeutung. Die Coronakrise hat deutlich gezeigt wie verletzlich unsere Gesellschaft ist. Wir müssen Schwachstellen analysieren und für die Zukunft daraus lernen.

Es ist sehr deutlich geworden, dass in den verschiedenen gesellschaftlich relevanten Bereichen investiert werden muss. Auch die Gastronomen und Geschäftsleute müssen wir in Dinslaken mit großzügigen Regelungen in verschiedenen Bereichen unterstützen.

Hier im Weiteren die Fragen der NRZ:

1.1) Allgemeines: Welche Probleme möchten Sie in der kommenden Wahlperiode als erstes anpacken?

Als Bürgermeisterin werde ich Ideen und Bedenken aus der Bevölkerung und den Parteien ernst nehmen und die Expertise aus der Verwaltung wertschätzen.

Daher werde ich zügig nach Amtsantritt auf die Menschen in den einzelnen Stadtteilen und die mich unterstützenden Parteien zugehen. In Gesprächen möchte ich deren wichtigsten Themen zusammentragen und moderierend zu sinnvollen Einigungen kommen.

Daneben werde ich alle acht Geschäftsbereiche der Verwaltung und deren Fachdienste nacheinander besuchen und deren Anregungen und Ideen für die Zukunft anhören. Ich ziehe auch eine anonyme Befragung der Beschäftigten in Erwägung, um Wünsche und Optimierungsvorschläge von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung sammeln zu können. Gemeinsam möchte ich dann Zielvereinbarungen für Umsetzungen ausarbeiten und eine zeitliche Planung zur Umsetzung erstellen.

1.2) Was hätte in der vergangenen Wahlperiode besser gemacht werden können?

Eine transparente Informationspolitik fehlt den Bürgerinnen und Bürgern in Dinslaken. Sie alle wünschen sich eine rechtzeitige Information vor wichtigen Entscheidungen (siehe Schwimmbad Hiesfeld, Bahnhofsvorplatz, …). Bürger*innenbeteiligung und Transparenz sind daher wichtige Themen für mich. Besonders im Bereich der Schulentwicklung, der Turnhallenstandorte (Schule und Vereine) und der Wirtschaftsförderung ist hier noch deutlich Luft nach oben. Es gibt an vielen Stellen Verbesserungspotentiale.

Die Fehleranalyse ist ein wichtiger Bestandteil, sich diese einzugestehen und daraus zu lernen sind wichtige Aspekte erfolgreichen Handelns.

Mein großes Interesse ist es gemeinsam mit allen Dinslakenerinnen und Dinslakenern nach vorne zu schauen und sich zu trauen gemeinsam Ideen für eine lebendige Stadtgesellschaft zu entwickeln. Fehler aus der Vergangenheit müssen wir gemeinsam analysieren und die Erkenntnisse konsequent für neue Planungen nutzen

2.1) Haushalt: Der Stadt droht mittelfristig die Haushaltssicherung. Wie wollen Sie das verhindern?

Bedeutend für die jahrelangen Haushaltsdefizite in Millionenhöhe sind auch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur. Trotzdem ist es der Stadt bis 2018 aus eigener Kraft gelungen die Haushaltssicherung abzuwenden.

Zukünftig müssen wir mit Bedacht planen und Investitionen mittelfristig und langfristig auf den Prüfstand stelle. Die Fachverwaltung muss und unter Berücksichtigung des Bürgerwillens Einsparvorschläge erarbeiten und deren nachhaltige Folgen dabei aufzeigen. Die verschiedenen Handlungsfelder gilt so vielschichtig, dass für eine sozial gerechte Haushaltskonsolidierung eine umfassende und kritische Beurteilung aller Investitionsbereiche notwendig ist.

Einzelne Aufgabenfelder möchte ich hier nicht ohne eingehende Analyse benennen. Die Coronakrise ist ein greifbares Beispiel dafür, dass ohne Vorwarnung finanzielle Herausforderungen auftreten, die wir nicht geplant haben. Darauf stelle ich mich in Zukunft ein und möchte zügig mit den Fachverwaltungen in eine nachhaltige Planung einsteigen und diese in den Fachausschüssen diskutieren, um mehrheitsfähige sinnvolle Entscheidungen mit Blick auf die angespannte finanzielle Lage der Stadt treffen zu können. Vielleicht kommen wir zu dem Ergebnis, dass die ein oder andere Investitionsmaßnahme mittelfristig oder langfristig anders geplant wird.

In der Stadtverwaltung gibt es sicherlich Potenzial für eine weitere Digitalisierungsoffensive, wodurch die Kosten nachhaltig reduziert werden könnten, beispielsweise durch den Ausbau von Möglichkeiten der tageweisen Arbeit im Homeoffice. Dieser Idee möchte ich mittelfristig Beachtung schenken.

2.2) Wie hätte Dinslaken in der Vergangenheit Schulden vermeiden können?

Mir ist bewusst, dass die Entscheidungen des Rates und der Verwaltung in einer Niedrigzinsphase in Bau- und Sanierungs-maßnahmen zu investieren durchaus sinnvoll ist. Es gehört auch zur Generationengerechtigkeit unseren Nachfahren eine Stadt mit einer guten Infrastruktur zu hinterlassen. Neben den notwendigen Bautätigkeiten und Sanierungsmaßnahmen, gilt es aber in Zukunft Projekte, auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen und wenn notwendig einzelne Investitionen erst mittel- oder langfristig umzusetzen.

Wenn ich Bürgermeisterin von Dinslaken bin, werde ich zusammen mit Verwaltung und Politik die genannten Bereiche prüfen und zielorientiert diskutieren. Dieser Prozess ist notwendig, um in Zukunft effizient und nachhaltig zu planen.

2.3) Gibt es eine Investition in den vergangenen Jahren, die Sie für unangebracht oder überflüssig halten?

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich von neuen Gestaltungs-möglichkeiten höre, die dadurch entstehen, dass es Landes- oder Bundesmittel gibt. Darauf möchte ich in Zukunft kritisch blicken, denn bisher habe ich den Eindruck, dass diese Maßnahmen die Stadt trotzdem viel Geld kosten und auf Unverständnis in der Bürgerschaft stoßen. Ein Thema in der Stadtgesellschaft ist die erneute Sanierung der Friedrich-Althoff-Straße.

2.4) Welche Kosten wären der Stadt dadurch erspart geblieben?

Der Eigenanteil für die Neugestaltung der Straße. Die Zahlen liegen mir aktuell nicht vor. Liefere ich aber gerne nach Amtsantritt.

2.5) Werden Sie als Bürgermeister einer Steuererhöhung (Grund-, Gewerbe- oder Hundesteuer) zustimmen?

Ich werde mich dafür einsetzen, keine Steuersätze zu erhöhen, die die Menschen und unsere lokale Wirtschaft unnötig belasten. Wir wollen sowohl für junge Menschen, Familien und Senior*innen, als auch für Gewerbetreibende eine attraktive Stadt und ein reizvoller Standort sein.

3.1) Wohnen und Gewerbe: In Dinslaken fehlen bis 2030 etwa 2000 Wohnungen. Vor allem bezahlbarer Wohnraum fehlt. Wie und wo wollen Sie bezahlbaren Wohnraum in Dinslaken schaffen?

Durch die geplante Bebauung des Trabrennbahn-Areals kann bereits ein bedeutender Druck aus dem Dinslakener Wohnungsmarkt genommen werden. Sozialer Wohnraum sollte in allen Stadtteilen entstehen, damit auch ältere Menschen, die ihren Wohnraum verkleinern möchten in ihren Stadtteilen Wohnraum finden können. Mischbebauung sollte unser Ziel sein, denn davon profitieren dann alle. Zusätzlich sollten wir in den zentralen Lagen den Wohnraum weiter nachverdichten, um wichtige Naturräume zu erhalten und Flächenversiegelung zu verhindern.

3.2) In den vergangenen Jahren wurde in Dinslaken vor allem hochpreisiger Wohnraum geschaffen. Hat man das Problem zu spät erkannt?

Der Anteil sozial geförderten Wohnraums ist in Dinslaken zuletzt auf knapp 7% gesunken. Die Menschen in den einzelnen Stadtteilen haben durchaus beobachtet, dass nur noch hochpreisig gebaut wurde. Das konnte ich vielen Gesprächen in verschiedenen Stadtteilen entnehmen. Erwähnt wurden immer wieder Bärenkamp, Duisburger Straße neben dem ehemaligen Ulcus und die neuen Häuser in Eppinghoven. Dinslakenerinnen und Dinslakener haben es erkannt und fühlten sich vermutlich nicht gehört mit ihren Bedenken. Ich vermute, dass die Verluste der SPD und des Herrn Dr. Heidinger neben anderen Kritikpunkten, durchaus auch im Zusammenhang mit Planung von Wohnraum stehen.

Wir müssen jetzt konsequent eine Trendwende herbeiführen und die Bedürfnisse der Menschen in Dinslaken ernst nehmen. Bei Neubauprojekten müssen wir nun einen hohen Anteil sozial geförderter Wohneinheiten forcieren und die Ideen aus der Bürgerbeteiligung aufgreifen und wenn möglich umsetzen.

3.3) Es gab und gibt Proteste gegen neue Wohn- oder Gewerbeflächen – etwa an der Südstraße und in Barmingholten. Immer wieder fühlen sich Bürger von der Stadt nicht in ausreichendem Maß mitgenommen. Wie wollen Sie dieses Problem künftig lösen? Vor allem die Bürger im Averbruch fühlen sich übermäßig belastet – durch die Deponie, das neue Wohngebiet, das Holzenergiezentrum, den Logistikpark. Wird dem Stadtteil zu viel zugemutet? Werden Sie für oder gegen den Logistikpark Barmingholten stimmen?

In unserer Stadt leben viele politisch interessierte Menschen, die hier aus Überzeugung leben. Viele bezeichnen Dinslaken nach wie vor als die Stadt im Grünen. Das kann ich gut verstehen, denn damals bin ich aus Duisburg genau aus diesem Grund hierher umgezogen. Die Natur und der schöne Stadtkern mit der Altstadt sind liebenswert und unser Aushängeschild. Wollen wir eine Stadt mit großen Industrieflächen daraus machen und diesen Charme, der besonders ist, verlieren?

Ich denke das möchte niemand von uns.

Was die Menschen im Averbruch betrifft, so habe ich den Eindruck, dass sie neben den Sorgen der Auswirkungen der Deponie und des Holzenergiezentrums den Eindruck haben, dass Sie zu spät informiert wurden und das zügig Fakten geschaffen werden, um Protesten aus dem Weg zu gehen. Das ist vermutlich dasselbe Gefühl, das die Menschen in Hiesfeld in Bezug auf das Freibad haben.

Die Menschen in Barmingholten sind ebenfalls entsetzt darüber, dass die Verwaltung und der Bürgermeister bereits seit sechs Jahren pläne erarbeiten und verfolgen ein Logistikzentrum dort anzusiedeln.

Alle politischen Entscheider sind von den Menschen in unserer Stadt gewählt. Sie dienen diesen Menschen. Wir müssen an der einen oder anderen Stelle durch Transparenz und Mitbestimmung für gemeinsamen Konsens und auch Kompromisse sorgen.

Einen Logistikpark über die bisher genannte Fläche von 31 ha gilt es vor allem in Bezug auf die vorhandenen Wohnhäuser, den zu erwartenden Verkehr und die zu erwartenden Einnahmen zu prüfen.

Der Presse in den letzten Tagen konnte ich entnehmen, dass weitere Flächen für Logistikparks in Wesel und Bucholtwelmen vom RVR ausgewiesen wurden. Aus meiner Sicht gilt es in Zukunft solche Maßnahmen genauestens zu prüfen, denn Dinslaken verfügt nur über geringe Möglichkeiten der Ausdehnung. Wir müssen auch für Dinslakener Betriebe Flächen für Ausdehnung bereithalten. Unnötige Flächenversiegelung gilt es, wenn möglich zu vermeiden. 

4.1) Handel und Gastronomie: In der Dinslakener Innenstadt stehen etwa 12 Prozent der Geschäftsflächen leer. Was wollen Sie dagegen unternehmen?

Ein Grund für die vielen Leerstände ist, dass die Einzelflächen aufgrund ihrer geringen Größe nicht die Anforderungen größerer Einzelhandelbetriebe erfüllen. Deshalb muss sich die Verwaltung im Sinne der Wirtschaftsförderung in der Innenstadt engagieren und eine Idee wäre es, darauf einzuwirken und dafür zu werben, dass Zusammenschlüsse einzelner Flächen ermöglicht werden. Als Bürgermeisterin werde ich moderierend und begleitend agieren, um die Kommunikation und den Austausch in Bezug auf Stadtmarketingkonzepte mit den Geschäftsleuten zu fördern.

Die Abteilung Wirtschaftsförderung sollte aktiv für die Ansiedlung von Unternehmen werben und auf Geschäftsleute zugehen. Für die Werbung zur Ansiedlung von Unternehmen in der Dinslakener Innenstadt könnte die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem Bereich Nachhaltigkeit Ideen für die Ansiedlung von Geschäften mit nachhaltigen Konzepten entwickeln. Hier sollte mittelfristig bis langfristig gedacht werden, damit wir die Dinslakener Innenstadt auch für die ferne Zukunft attraktiv gestalten.

4.2) Sind Sie für oder gegen mehr verkaufsoffene Sonntage?

Der Sonntagvormittag sollte nach wie vor den Familien vorbehalten sein. Wenn es dem Wunsch der Dinslakener Geschäftsleute entspricht, stelle ich mich diesem an einzelnen Sonntagnachmittagen nicht entgegen.

4.3) Wie möchten Sie die von der Coronakrise besonders betroffene Gastronomie stützen?

Vielseitige Gastronomie ist das Herz einer lebendigen Innenstadt und Altstadt. Gerade vor dem Hintergrund der Coronakrise sollten wir den Unternehmen deshalb mit großzügigen Ausnahmeregelungen z.B. für die Nutzung von (öffentlichen) Außenbereichen entgegenkommen.

Initiativen wie die Konzerte vor der Stadtkirche sollte die Verwaltung nach Möglichkeit unterstützen. Viele Geschäftsleute haben sich in den letzten Wochen an mich gewandt und die Gestaltungssatzung, sowie das Vorgehen des Ordnungsamtes gegen Geschäftsleute an mich herangetragen. Ich wünsche mir auch hier einen lösungsorientierten Dialog und mehr unterstützende Maßnahmen der Verwaltung für die ansässigen Unternehmen. Die Wirtschaftsförderung soll auch bei den bereits ansässigen Unternehmen ansetzen. Hilfestellungen in Bezug auf Unterstützungs- und Fördergelder für die angeschlagenen Betriebe sollen von Seiten der Verwaltung verlässlich und transparent angeboten werden.

5.1) Soziales: Die Menschen in Lohberg haben mit Remzi Ugur erstmals einen Vertreter der AWG direkt gewählt, der sich ausdrücklich für die Belange von Bürgern mit Migrationshintergrund einsetzen will. Wurde der Stadtteil in den vergangenen Jahren von der Stadt vernachlässigt?

Wir müssen in Lohberg lösungsorientiert planen und handeln und die Menschen vor Ort einbeziehen.

Vorhandene Projekte und Maßnahmen müssen auf ihre Akzeptanz und Wirksamkeit hin überprüft werden. Wenn etwas gut funktioniert, sollten wir mehr davon machen! Wenn etwas nicht angenommen wird   oder nicht zum Erfolg führt, müssen wir umschwenken auf andere Beispiele gelungener Integration und diese stärker in den Vordergrund stellen.

Vorhandene Angebote, der in Lohberg engagierten Dinslakener Träger müssen wir kommunal im Rahmen der Dinslakener Präventions- und Bildungskette besser vernetzen. So können wir Synergien nutzen und Parallelstrukturen vermeiden.

5.2) Wie wollen Sie die Bürger mit Migrationshintergrund erreichen?

Wir müssen die Frauen fokussieren, hier ist viel kreatives Potenzial ungenutzt. Migrant_ innenselbstorganisationen einbeziehen, auch die aus der Fliehburg.

Wir müssen über Lohberg hinausdenken und beispielsweise die Menschen in der Fliehburg einbeziehen, die vorhandenen Ressourcen in den Kitas, Familienzentren, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen nutzen. Die vorhandene Expertise des Integrationsbeauftragten und des Integrationsrates müssen wir nutzen und mehr einbeziehen. Wir müssen dafür werben, dass auch die Wahlbeteiligung für den Integrationsrat höher sein muss.

Dinslaken hat sich im vergangenen Jahr zum „Sicheren Hafen“ für Geflüchtete erklärt. War diese Entscheidung richtig? Selbstverständlich! Wir haben in Dinslaken eine lebendige Willkommenskultur, viele ehrenamtliche Menschen engagieren sich in der Flüchtlingshilfe, wie z.B. im Flüchtlingsrat, im Förderverein der Fliehburg, in der Seebrücke und bereichern so unsere aktive Stadtgesellschaft mit ihrer Menschlichkeit. Die Demonstrationen zur Seenotrettung und gegen Rechts setzten hier deutliche Zeichen.

Eislöffel mit Weiss, Klocke und Brohl auf dem Neutorplatz

Eislöffel wirbt auf Neutorplatz für Stimme bei Stichwahl

Auf der von Michaela Eislöffel organisierten Veranstaltung am zurückliegenden Samstag auf dem Neutorplatz warb die parteilose Bürgermeisterkandidatin zusammen mit der ehemaligen Bürgermeisterin von Dinslaken und aktuellen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Sabine Weiss, Arndt Klocke dem Vorsitzenden der Grünen Landtagsfraktion und dem CDU-Landratskandidaten Ingo Brohl für Zustimmung bei der Stichwahl am 27.09.

Auf der großen Bühne stellte Frau Eislöffel ihre Themenschwerpunkte Chancengerechtigkeit, beste Bildung, nachhaltige Wirtschaftsförderung und dem Anspruch gemeinsam mit den Parteien und Bürgerinnen und Bürgern der Stadt gestalten zu wollen vor. Als erste Gastrednerin berichtete Sabine Weiss von ihren Erfahrungen aus dem damaligen Wahlkampf und ihrer darauffolgenden Amtszeit und setzte sich bereits bei der Begrüßung sehr deutlich für Frau Eislöffel ein: “So ein strahlender Sonnenschein und so viele gemeinsam engagierte Wahlkämpfer, wenn das nicht das perfekte Kaiserwetter für den Wahlkampfendspurt ist. Aber nennen wir es lieber so, wie es heute richtig heißen sollte: Bürgermeisterinnen-Wetter!” Bei ihrem Auftritt schlug Sabine Weiss vermehrt den Bogen zur erfolgreichen Zusammenarbeit von schwarz-grün in Dinslaken und sprach viele der Themen an, die die beiden Parteien verbinde. Eines war ihr dabei aber besonders wichtig den knapp 400 Gästen mit auf den Weg zu geben: “Es ist wieder Zeit für eine Bürgermeisterin in unserer Stadt und ich freue mich Ihnen allen hier eine mehr als geeignete Kandidatin empfehlen zu können. Motivieren sie ihre Freunde, ihre Familie und ihre Bekannten in ihrem Umfeld. Jede Stimme wird für die Stichwahl entscheidend sein.”

Danach bat Michaela Eislöffel Ingo Brohl und Arndt Klocke auf die Bühne und tauschte sich mit Ihnen über die Mobilitätswende, kommunale Gesundheitsförderung und nachhaltiges lokales Handeln aus. In einer lockeren Atmosphäre gab es auch klare Wahlkampfaussagen. So positionierte sich Ingo Brohl für seine Wahl zum neuen Landrat: “Gemeinsam mit den Menschen, Einrichtungen, Unternehmen im Kreis Wesel und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und der Kreispolizeibehörde möchte ich die Zukunft des Kreises gestalten und Potenziale besser nutzen.“

Arndt Klocke lobte den bisherigen gemeinsamen Wahlkampf für Michaela Eislöffel, welche mittlerweile auch von der UBV unterstützt wird, und verwies auf seine Erfahrungen in seiner Wahlheimat Köln. “Wir haben mit Henriette Reker gezeigt, dass schwarz-grüne Bündnisse funktionieren können, wenn sie auf Augenhöhe gelebt werden und sich immer um die bestmöglichen Kompromisse für die Stadt bemüht wird. Ich habe den Eindruck, dass das hier in Dinslaken mit dieser Kandidatin und diesem Unterstützer*innen Kreis funktionieren kann. Ich habe Michaela als engagierte und sympathische Person bereits bei unserem gemeinsamen Termin zur Verkehrswende und der Straßenbahnlinie 903 kennengelernt und ich traue ihr absolut zu, Menschen zusammenbringen zu können. Daher kann ich nur allen Menschen die sich frischen Wind hier im Rathaus wünschen herzlich empfehlen am kommenden Sonntag zur Stichwahl zu gehen und das Kreuz bei Eislöffel zu machen.”

Globaler Klimastreik, 25.09.

Wir rufen mit auf zum globalen Klimastreik diesen Freitag in Dinslaken vor dem Rathaus ab 14:00 Uhr. Wir protestieren gemeinsam mit FFF Dinslaken und allen Engagierten unter dem Motto #KeinGradWeiter für eine konsequente Klimapolitik.

Das Jahr 2020 ist vor allem durch die Eindämmung der Corona-Pandemie geprägt. Aber die Klimakrise macht keine Pause, wie an der Trockenheit und Wasserknappheit in Deutschland oder den verheerenden Waldbränden in den USA zu spüren ist. Wir fordern daher eine schnellere Reduzierung der CO2-Emissionen, damit das Pariser Klimaschutzabkommen eingehalten werden kann. Die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung sind ungenügend, etwa der verzögerte Kohleausstieg und die fehlenden Fortschritte in puncto Verkehrs- und Energiewende. Komm deshalb mit auf die Straße unter dem Motto #KeinGradWeiter.

Lass uns gemeinsam weltweit ein deutliches Zeichen für Klimaschutz setzen. Natürlich möchten wir verantwortungsbewusst streiken. Bitte bringt daher eure Masken mit und haltet euch an die Abstandsregeln.

Segel setzen – Teamplayer gesucht


Wir veröffentlich den Leser*innebrief unseres Mitglieds Jürgen Otte:

Segeln ist Teamsport. Auf dem Dreimaster geht nichts ohne ein Team, das mit richtigem Material ausgestattet, gemeinsam die Segel setzt. Wenn der Smutche noch das richtige Essen präsentiert, steht dem Aufbruch zu neuen Ufern nichts mehr im Weg.

Dinslaken braucht genau diese neue Dimension eines Teamplayers an der Spitze. Menschen zu gemeinsam formulierten Zielen mitnehmen. Verwaltung so mit Kompetenzen, Ressourcen und Vertrauen ausstatten, dass Ziele auch auf kurzem Wege erreicht werden können. Verwaltung, Parteien und die Stadtverordneten einbinden in das gemeinsame Ziel eines „liebenswerten Dinslaken“. Das ist die Aufgabe beim Lenken dieses Schiffes mit dem Namen „Dinslaken“.

Und dass eine Frau da die passenderen Qualitäten haben kann und die Position des Kapitäns einnehmen kann, hat die Vergangenheit mit Sabine Weiss gezeigt. Ich freue mich auf die Stichwahl.

Jürgen Otte

Jürgen antwortet damit auf einen Leser*innenbrief von Norbert Bruckermann in der Rheinischen Post vom 18.09. mit dem Titel „Lieber ein Kapitän“.

Talkrunde mit Eislöffel, Brohl und Klocke, 19.09.

Am 19.09. findet eine Talkrunde auf großer Bühne am Neutorplatz statt. Nach dem Motto „Kurz vor Zwölf“ soll gemeinsam für die Stichwahl geworben werden. Die Begrüßung erfolgt durch die ehemalige Bürgermeisterin von Dinslaken Sabine Weiss, welche von schwarz-grün unterstützt worden ist. Auf der Bühne werden Arndt Klocke, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag NRW, Ingo Brohl, CDU-Landratskandidat, und Michaela Eislöffel, parteilose BM-Kandidatin, Platz nehmen.

Klocke wird u.a. von den Erfahrungen aus dem schwarz-grünen Bündnis in seiner Heimatstadt Köln berichten und sich gemeinsam mit Brohl und Eislöffel dem Wahlkampfendspurt und den wichtigen Themen in Dinslaken und dem Kreis Wesel widmen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen auf den Neutorplatz zu kommen und an der Veranstaltung teilzunehmen, um sich vor der Stichwahl am 27.09. einen noch besseren Eindruck von den Kandidierenden zu verschaffen.

Von 4 auf 12 Sitze! Wir sagen Danke.

Liebe Wähler*innen,

wir sind immer noch begeistert und wollen uns zunächst einmal sehr sehr herzlich bei allen bedanken. Das ist nicht nur das beste Wahlergebnis aller Zeit in Dinslaken, es ist auch der eindeutige Handlungsauftrag Dinslaken grüner zu machen.

Mit fünf von zwölf Ratsmitgliedern unter 30 und selbstverständlich sechs starken Frauen freuen wir uns schon unglaublich auf die anstehende Zeit für und mit euch im Stadtrat.

Doch eines ist klar: Nur mit Michaela Eislöffel können wir eine erneute „GroKo“ in Dinslaken verhindern. Nur, wenn ihr alle eure Bekannten und Freund*innen mobilisiert an der Stichwahl teilzunehmen und es unsere parteilose Kandidatin schafft, wird sich wirklich etwas ändern. Wir hoffen auf die Unterstützung aller Bürger*innen und Parteien, ob mit Wahlempfehlung oder ohne, damit der frische Wind im Stadtrat auch im Rathaus wehen kann.

Wird es im nächsten Dinslakener Rat mehr Frauen geben?

In Dinslaken tritt nur eine Kandidatin für das höchste Amt der Stadt an. Das Frauen aber nicht nur in der Verwaltungsspitze und im Stadtrat unterrepräsentiert sind, zeigten die Grünen Dinslaken auf einem ihrer Straßenwahlkampfstände gemeinsam mit Michaela Eislöffel, Spitzenkandidatin Beate Stock-Schröer und den Grünen Frauen. Prominente Unterstützung erhielten sie dabei von Ulle Schauws, der queer- und frauenpolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag.

Beate Stock-Schröer hatte einige Zahlen im Gepäck und begrüßte die Interessierten auf der Neustraße mit folgenden Fakten: „Im deutschen Bundestag ist zur Zeit weniger als jeder dritter Platz (31) von Frauen besetzt. Im schwedischen Parlament sind es dagegen mit 47% fast die Hälfte. An deutschen Universitäten ist nur jeder fünfte Professor eine Professorin (20%). In vier von fünf Unternehmen sind nur Männer im Vorstand und auch die Vorlieben für die Berufe bleiben weiterhin geschlechtsspezifisch.“ Doch damit nicht genug: „und im Dinslakener Rat  sind derzeit nur 4 von 46 Ratsmitgliedern Frauen“, führte die Spitzenkandidatin aus und zeigte damit ganz deutlich wie wichtig es sei Parteien zu wählen, die echte Frauenförderung betreiben. Das Frauen durchaus Führungspositionen besetzen können und wollen zeige Michaela Eislöffel, die als Bürgermeisterkandidatin antrete um Michael Heidinger abzulösen.

Ulle Schauws ist seit 2013 im Bundestag. Sie ergänzte in ihrer Rede ausführlich diese Darstellung und schilderte ihre Eindrücke, die sie in den letzten Jahren zur Frauenförderung in der Politik gewonnen hat. “Vor allem seit die AfD im Bundestag sitzt, sind die Zwischenrufe zunehmend frauenfeindlich geworden.“ Es sei sehr begrüßenswert, dass die AfD in Dinslaken nicht für den Stadtrat wählbar sei.

In der anschließenden Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, an welcher auch Frauen von anderen Parteien beteiligt waren, wurde dann die konsequente Umsetzung und Erweiterung des Frauenförderplans der Stadt thematisiert. Im Weiteren wurden Fragen der Frauenförderung bei Praktika, Ausbildung, Studium und Berufen, Unterstützung von Gründerinneninitiativen und der Ausbau der Frauenberatungsstellen besprochen. Nun gelte es, so der Tenor der Veranstaltung, möglichst viele Frauen in den Stadtrat zu wählen, damit diese Ideen und weitere Projekte endlich umgesetzt werden könnten

Während bei den Grünen die Reservelisten schon immer streng quotiert sind und Platz 1 der Frauenplatz ist, sieht das bei den Dinslakener Parteien deutlich anders aus. Nur SPD und Linke haben für die Kommunalwahl den Frauen auf ihren Listen mehr Platz zugestanden. Bei CDU und FDP sind weiterhin Frauen unterrepräsentiert.  Bei der FDP sind acht der zehn ersten Plätze Männer, während es bei der CDU nur eine Frau unter die ersten 10 Plätze geschafft hat. Bei „Die Partei Dinslaken“ gesellt sich eine Frau zu acht weiteren MItstreitern, während die AWG  ausschließlich mit Männern auf ihrer Ratsliste antritt.

Je nachdem wie die Wahlergebnisse sein werden, könnten im nächsten Rat in Dinslaken also tatsächlich mehr Frauen sitzen. Gerade aber auch die Bennung von Sachkundigen Bürger*innen wird über das Verhältnis von Frauen in der Kommunalpolitik in Dinslaken entscheiden. Die Grünen haben sich dabei vorgenommen, möglichst viele Frauen in ihre Politik einzubeziehen und dem bestehenden Missverhältniss entgegenzusteuern.

Wahlkampfendspurt mit Michaela Eislöffel

Liebe Interessierte,

in den letzten Wochen und Monaten ist viel passiert. Im Wahlkampfendspurt können Sie uns noch am kommenden Samstag, 12.09. auf dem Neutorplatz mit uns ins Gespräch kommen.

Alle weieren Infos zu uns und unserem Wahlprogramm findet ihr hier: https://www.gruene-dinslaken.de/alles-zur-kw20/

Und alle Infos zu unserer parteilosen Bürgermeisterkandidatin gibt es hier: https://michaela-eisloeffel.de/

Grüne fordern ein umfassendes Stadtbaumkonzept

Die Spitzenkandidatin der Grünen Beate Stock-Schröer erläutert: „Bodenverdichtung, Flächenversiegelung, Schadstoffe, Trockenheit und Hitze verlangen den Bäumen in der Stadt viel ab. Der Klimawandel verstärkt dieses Problem. In den letzten Jahren wurde diese Beanspruchung deutlich. Viele Bäume sind angeschlagen oder mussten bereits gefällt werden. Gerade flachwurzelnde Arten wie Ahorn, Birke, Erle, Esche oder Fichte haben es schwer und trocknen zunehmend aus. Doch Bäume sind nicht nur Leidtragende, sondern auch Werkzeug gegen diese Entwicklung. Stadtbäume speichern CO2 und tragen so zur Bekämpfung des Klimawandels bei, sie regulieren das Mikroklima, kühlen ihre Umgebung durch Verdunstung und spenden Schatten. Außerdem filtern sie Schadstoffe aus der Luft, bieten Lebensraum für Vögel und Insekten und werten das Stadtbild auf.“

Zur Sicherstellung des städtischen Baumbestands fordern die Grünen ein umfassendes Stadtbaumkonzept. Dieses Konzept soll eine Standortanalyse umfassen, um so geeignete Baumarten auswählen zu können. Um diese zu finden, fordern die Grünen die Stadtverwaltung auf Testflächen einzurichten und auf den Erkenntnissen der Initiative von FFF Dinslaken aufzubauen. Gleichzeitig soll der Baumbestand in der Stadt deutlich erhöht werden. Ein Alleenprogramm soll für zusätzliche Stadtbäume sorgen.

Spitzenkandidat Niklas Graf unterstreicht diese Forderung: „Wir sprechen hierbei nicht von zwei oder drei Bäumen. Um unsere Stadt fit für Klimaveränderungen zu machen, müssen einige hundert zusätzliche Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden und wo es geht auch die vertikale und horizontale Begrünung von privaten und öffentlichen Gebäuden endlich forciert werden. Außerdem muss die vollkommen veraltete Baumschutzsatzung dringend erneuert und nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden. Die letzte Aktualisierung stammt aus meinem Geburtsjahr 1990.“

Grüne positionieren sich gegen Flächenfraß in Dinslaken

Wir Grüne in Dinslaken haben eine kurze Zusammenstellung zu den Plänen des RVR erarbeitet. Für uns ist klar, dass wir jede unnötige Flächenversiegelung ablehnen. Dies haben wir auch in unserem Wahlprogramm so festgehalten.

Uns liegen zurzeit keine nachvollziehbaren und überzeugenden Begründungen vor, die eine derartige Flächenversiegelung rechtfertigen. Die Regionalen Kooperationsstandorte im Entwurf des Regionalplan Ruhr, inkl. der ebenfalls zu entwickleten Flächen in Hünxe und Voerde, haben wir euch hier bereitgestellt.

Besonders deutlich ist die Aussage der Stadt Dinslaken in der Stellungnahme zum Entwurf des Regionalplan Ruhr vom 19.12.2018 auf Seite 1 von 33. Dort fordert die Stadt sogar mehr Flächenverbrauch von Freiraum- und Agrarflächen als der RVR für den Allgemeinen Siedlungsbereich (ASB) vorgesehen hatte.

Die geplante Flächenentwicklung lehnen wir aber nicht nur für den Regionalen Kooperationsstandort in Hiesfeld/Barmingholten, sondern auch für die Planungen in Eppinghoven in Bezug zum Handlungskonzept „WOHNEN in Dinslaken 2030“ in der deratigen Form ab.

Die von der Stadt Dinslaken und der DINFLEG identifizierten Wohnbauflächenpotenziale finden sich auf Seite 17. Die Flächen in Eppinghoven, gegen deren Versiegelung es bereits deutlichen Widerstand gibt, sind die Flächen 8, 9, 10 in der Broschüre der Stadt Dinslaken.

Wichtig für uns festzuhalten ist, dass noch nichts beschlossen ist. Das neue Ruhrparlament entscheidet vrstl. im März 2021 mit den neuen Mehrheiten über den REP (Hiesfeld/Barmingholten) und bei der Stadt Dinslaken gibt es auch noch Spielräume bei der Umsetzung des Handlungsrahmens Dinslaken 2030 (u.a. Eppinghoven).

Die Offenlegung und die Bekanntgabe der Frist für Einreichungen gegen das Projekt Hiesfeld/Barmingholten steht noch aus. Daher erscheint eine rechtzeitige Gründung einer BI für uns sinnvoll. Wir befürworten eine Zusammenarbeit aller Interessenträger*innen gegen Flächenversiegelungen in ganz Dinslaken. Aufgrund der Nähe zu Wehofen könnten auch die BI „DepoNIE“ unterstützend zur Seite stehen.

Was spricht aktuell gegen das RVR-Projekt in Hiesfeld/Barmingholten?

  1. Die Regionalplanreserven für Barmingholten umfassen 29ha (die alle versiegelt werden würden)
  2. Es handelt sich um teils ökologisch wertvolle Flächen (inbs. Ausgleichsflächen)
  3. Bedrohte Tier- und Vogelarten (wie u.a. der Kiebitz) sind dort heimisch
  4. Angedacht ist vrstl. ein Logistikstandort, welcher zu einem immens erhöhten LKW-Aufkommen, Feinstaub-Belastung, Lärm- und Luftverschmutzung führen würde und damit sowohl den Verlust von Lebensqualität als auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen würde
  5. Es ist nicht nur Gewerbe sondern auch Schwerindustrie angedacht
  6. Dinslaken wäre nicht mehr durch einen Grüngürtel vom Ruhrgebiet getrennt und würde eine wichtige Frischluftschneise verlieren

Aufgrund dieser ersten Zusammenstellung, befürchten wir Grüne, dass Dinslaken den selbstbeworbenen Charakter als „Stadt im Grünen“ vollständig verlieren würde. Insbesondere dann, wenn auch die Regionalen Kooperationsstandorte in Hünxe und Voerde realisiert werden und Eppinghoven zugebaut werden würde.

2918_10_31_Karte_regionale_Kooperationsstandorte

Die Gründung der Bürgerinitiative findet am 9.9.2020 um 18.00 Uhr mit Treffpunkt „Sportplatz an der Moltkeschule“, Tackenstraße, in Barmingholten statt.

Zur ganz frisch erstellten FB-Seite der BI geht es hier.

Ulle Schauws, MdB, setzt frauenpolitisches Zeichen mit Grünen und Michaela Eislöffel, 5.9.

Wir freuen uns sehr euch nach den Besuchen von Wibke Brems, Bärbel Höhn, Anton Hofreiter und Arndt Klocke ein weiteres Highlight in Dinslaken präsentieren zu können.

Am Samstag, 05.09., kommt die queer- und frauenpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion Ulle Schauws ab 13 Uhr zu uns nach Dinslaken in die Neustraße 1.

Einige Fragen haben wir bereits in den Sozialen Netzwerken gesammelt. Nun freuen wir uns auf die offene Diskussionsrunde mit der Bundestagsabgeordneten und unser parteilosen Bürgermeisterkandidatin Michaela Eislöffel.

Eines ist jetzt schon klar: Von 46 Ratsmitgliedern nur 4 Frauen dabei zu haben ist für uns nicht mehr tragbar. Es braucht dringend starke Grüne bei der Kommunalwahl, damit wir die Gleichstellung in unserer Stadt endlich noch weiter vorantreiben können.