RP befragt Direktkandidaten

Auch die Rhinische Post hat kurz vor der Wahl nochmal alle Direktkandidaten unseres Wahlkreises befragt. Für eine synoptische Gegenüberstellung einzelner Positionen der jeweiligen Kandidaten wurde eine Vorgabe von 300 Schriftzeichen zur Verfügung. Hier findet ihr die Fragen und Antworten unseres Kandidaten Patrick Voss.             

Wie wollen Sie den Infrastrukturausbau in der Region forcieren?

Priorität muss der Erhalt haben. In Zukunft muss mehr investiert werden. Nachhaltiger und ökologischer Infrastrukturausbau soll forciert werden: keine ÖPP-Projekte, die Geld verschwenden, hochwertiger Lärmschutz, Schienen- und Radwege, Echtzeit-Verkehrsleitsysteme ausbauen und so Staus vermeiden. 

Glauben Sie, dass sich das Renteneintrittsalter bei 67 Jahren deckeln lässt?

Es gibt Menschen, die nicht bis 67 arbeiten können und Menschen, die länger arbeiten wollen. Deshalb möchten wir eine attraktive Teilrente ab 60 Jahren und bessere Hinzuverdienstregeln einführen. Das Rentenniveau darf nicht weiter fallen, zukünftig sollen alle in die selbe Versicherung einzahlen.

Wie lässt sich eine auskömmliche Finanzierung der Kommunen sicherstellen?

Damit in Zukunft die auskömmliche Finanzierung der Kommunen sichergestellt ist, brauchen wir einen Altschuldenfonds, der die Kommunen vor der drückenden Zinslast befreit, an die Städte übertragene Aufgaben müssen vom Besteller finanziert und strukturschwache Kommunen gezielt unterstützt werden.

Was wollen Sie für junge Familien tun?

Wir wollen gute Kitas im ganzen Land und setzen dafür Mindeststandards. Das Grüne Familienbudget unterstützt Familien mit jährlich 12 Mrd €. Zusätzlich wollen wir ein Rückkehrrecht auf Vollzeit sowie das Recht auf Home-Office einführen. Das Elterngeld soll flexibilisiert und verlängert werden.

Was wollen Sie tun, um  den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fördern?

Im Jahr 2030 soll Strom zu 100% erneuerbar sein. Privatpersonen, die Ökostrom produzieren, sollen keine EEG-Umalge mehr zahlen. Wir treiben den Netzausbau voran, führen CO2 Budgets für Kraftwerke ein, stärken das Bürgerengagement durch leichtere Direktvermarktung und investieren in die Forschung.

Voss beantwortet NRZ-Kurzfragen

Thema 1: Verlängerung der Legislaturperiode: Gerade ist der Vorschlag gemacht worden, die Legislaturperiode des Bundestages auf fünf Jahre zu verlängern. Wie stehen Sie zu diesem Vorschlag? Welche Vorteile bringt eine Verlängerung?

Patrick Voss: Der Vorteil einer verlängerten Legislaturperiode ist, dass die Regierung ein Jahr länger Zeit hat ihre Projekte umzusetzen. Ich stehe dem Vorhaben jedoch skeptisch gegenüber. Meiner Auffassung nach ist es nicht verkehrt, die Bevölkerung häufiger über ihre Regierung abstimmen zu lassen und plädiere dafür, weiterhin alle 4 Jahre den Bundestag wählen zu lassen.

Thema 2: Kommunale Finanzen/Konnexitätsprinzip: Der Bürgermeister von Dinslaken fordert, dass das Konnexitätsprinzip auf Bundesebene umgesetzt wird. Wer die Musik bestellt, soll sie auch bezahlen, sagt er. Teilen Sie die Ansicht des Verwaltungschefs? Werden Sie sich als Bundestagsabgeordneter für eine Änderung der Finanzierung einsetzen? Haben Sie vielleicht andere Ideen, wie es den Kommunen finanziell besser gehen könnte? Ist es in Ihren Augen gerecht, wenn im Bundestag Gesetze verabschiedet werden, die Kosten, die für die Umsetzung anfallen, aber von den Kommunen getragen werden müssen? Beispiel Änderung des Meldegesetzes, das hat in Dinslaken zu Mehrausgaben geführt.

Patrick Voss: Dem Bürgermeister kann ich in dieser Frage nur zustimmen: In Zukunft muss das Konnexitätsprinzip gelten, denn wer bestellt soll auch dafür zahlen. Alles andere ist nicht fair. In den letzten Jahren ist genau dies nicht geschehen, wodurch die Kommunen immer mehr belastet worden sind. Besonders die Kommunen im Ruhrgebiet leiden unter hoher Verschuldung. Deshalb soll ein Altschuldenfonds geschaffen werden, um die drückende Zinslast der Kommunen zu senken. Mit einem 10 Mrd. Programm wollen wir 10.000 Schulen sanieren und schrittweise das Wohngeld für Harzt IV Empfänger vom Bund zahlen lassen.

Thema 3: Infrastruktur: In der jüngsten Zeit gab es Debatten über die Verkehrsplanung. Der Ausbau der B8, spricht die Verlagerung, war als vordringlicher Bedarf in der Verkehrswegeplan 2030 eingestuft worden. Dagegen wehrte sich Voerde erfolgreich. Aber nicht nur Voerde beklagt sich über zuviel Verkehr auf der B8, auch in Dinslaken kommt es regelmäßig zu Staus. Welche Ideen haben Sie für die Umgestaltung der B8 zwischen Dinslaken und Voerde? Wie stehen Sie zu einem sechsspurigen Ausbau der A3 zwischen Oberhausen und Emmerich? Oder auch nur für einzelne Abschnitte, z.B. Oberhausen-Hünxe? Im Kreis Wesel entstehen Arbeitsplätze in der Logistikbranche. Das führt zu mehr Verkehr auf den Straßen. Wie wollen Sie die Verlagerung von Waren von der Straße auf die Schieße erreichen? Oder meinen Sie, die vorhandenen Straßen müssten weiter ausgebaut werden?

Patrick Voss: Die Verkehrssituation auf der B8 ist geprägt von Staus, Lärm und Luftverschmutzung. Die B8 ist an ihren Kapazitätsgrenzen angekommen. Um in Zukunft hier Staus verhindern zu können, bedarf es sowohl kurzfristiger als auch langfristiger Maßnahmen. Kurzfristig müssen die Ampelschaltungen auf der B8 und um sie herum dynamisch sein und sich dem Verkehrsaufkommen anpassen. Um die Probleme wirklich in den Griff zu bekommen, muss der ÖPNV in der Region ausgebaut werden, um eine attraktive Alternative zum Auto darzustellen. 

Die 6 streifige Erweiterung der A3 sehe ich kritisch. Wer Staus vermeiden möchte, wird mit Autobahnerweiterungen nur temporäre Verbesserungen erzielen können. Staus kann man nur durch Verkehrsverlagerung auf effizientere Verkehrsmittel verhindern. Deshalb müssen mehr Güter- und Personenströme auf die Schiene verlagert werden. Damit dies gelingen kann, müssen die Netzkapazitäten anwohner*innenverträglich erweitert werden und wieder mehr Betriebe an das Bahnnetz angeschlossen werden, damit die Bahn eine echte Alternative zum LKW darstellt.

Neue Mitglieder und gute Resonanz am Neutorplatz

Angeregte Gespräche und viel Zuspruch erhielt die Grüne Partei am zurückliegenden Samstag beim Hochtourstopp der Grünen Jugend NRW am Neutorplatz in Dinslaken. Das grüne Team, welches von Engagierten, u.a. aus Münster und Bochum, unterstützt wurde, machte gemeinsam Werbung mit unserem Bundestagskandidaten Patrick Voss. Der anfängliche Regen trübte die gute Stimmung nur kurz und konnte auch die Dinslakener Passanten nicht davon abhalten einen angenehmen Vormittag in unserer Innenstadt zu verbringen. Vor der Neutorgalerie konnten so nahezu alle Give-Aways, Flyer und Kurzwahlprogramme verteilt werden. Besonders konnte sich die Partei aber darüber freuen, dass sich ihr wieder neue Mitglieder angeschlossen haben und sich voller Tatendrang für ein gutes Wahlergebnis am 24.09. einsetzten.

Letzte Bundestagsdebatte vor Wahl

Es kann nur wundern wie lustlos Politiker*innen anderer Parteien sich so kurz vor der Wahl auf der letzten Sitzung des Bundestages präsentiert haben. Anders unser Spitzenkandidat Cem Özdemir. Leider verpasst? Wir haben euch die Rede hier zur Verfügung gestellt. Die Themen u.a.: Türkei, Diesel-Gate, Ermöglichung von Sammelklagen, die Zukunft der Mobilität, China, CO2-Emissionen und das Klimaabkommen von Paris.

Grüne Jugend NRW zum Hochtourstopp in Dinslaken, 09.09.

Wir freuen uns sehr über den Besuch des Landesverbandes der Grünen Jugend NRW in der Wahlkampfzeit am kommenden Samstag.

@ Neutorplatz, 46535 Dinslaken, Deutschland. Die GJ NRW kommt mit ihrer Aktion „Change the system, not the climate“ im Zuge ihrer #Weltändern-Tour nach Dinslaken. Teil des Stopps sind u.a. eine Fotoaktion, eine Sitzlandschaft auf dem Neutorplatz sowie natürlich viele Möglichkeiten zum gemeinsamen Austausch. Auch unser Bundestagskandidat Patrick Voss wird dabei sein und für Fragen oder Anregungen zur Verfügung stehen.

Die Online-Kampagne der Grünen Jugend findet ihr unter: https://weltaendern.de/#/

Mehr Infos und Kontaktmöglichkeiten zur Grünen Jugend im Kreis Wesel gibt’s hier: http://gruene-kreis-wesel.de/gruene-jugend-wesel/

Grüne fordern flächendeckende Maßnahmen zur Luftreinhaltung

Fahrverbote im Ruhrgebiet sollen verhindert werden

Am Montag, 04.09., werden Ministerpräsidenten und Vertreter von Kommunen zu einem „Gipfel“ mit Kanzlerin Merkel zusammenkommen. Nachdem der erste Dieselgipfel gescheitert ist, fordern die Grünen erneut den Beschluss von flächendeckend wirksamen Maßnahmen.

Patrick Voss, Grüner Bundestagskandidat für Dinslaken und Oberhausen dazu: „In vielen Ruhrgebietsstädten drohen Fahrverbote, weil die Grenzwerte für Stickoxid nicht eingehalten werden. Wenn wir diese verhindern wollen, müssen wir handeln und dürfen das Problem nicht länger aussitzen.“ Auch in Dinslaken und Oberhausen werden die Grenzwerte regelmäßig überschritten.

Die Zahlen sind alarmierend: Jährlich sterben in Deutschland etwa 7000 Menschen durch Autoabgase. Mitverantwortlich ist auch die Automobilindustrie, die Fahrzeuge produziert hat, die nicht die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte einhalten. „Das ist Verbraucher*innentäuschung, die durch das Bundesverkehrsministerium erst ermöglicht worden ist. CDU/CSU und SPD sind hierfür verantwortlich. Wir fordern Hardwarenachrüstungen auf Kosten der Hersteller. Das ist der erste Schritt zu sauberer Luft in den Städten.“

Arndt Klocke, Fraktionsvorsitzender der Grünen Landtagsfraktion fügt hinzu: „Wir GRÜNE stehen für eine gesündere Luft in unseren Städten, ohne die Bürger*innen durch Verbote zu bestrafen. Die Schuldigen sitzen nicht hinterm Steuer, sondern in den Chefetagen der Automobilindustrie, geschützt durch die schwarz-rote Bundesregierung.“

Für die Grünen ist klar, dass verunreinigte und gesundheitsschädliche Luft nicht an den Grenzen Halt macht. Sie fordern daher einen Plan für das gesamte Ruhrgebiet. Das scheitere aber an den drei zuständigen Bezirksregierungen, die unterschiedliche Luftreinhaltepläne haben.

„Es ist niemandem zu erklären, warum zum Beispiel Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Essen drei verschiedene Pläne und Behördenabläufe haben, nur weil sie von verschiedenen Bezirksregierungen verwaltet werden. Hier ist die neue Landesregierung gefordert, sich für den Gesundheitsschutz der Menschen zu entscheiden und eine zielgerichtete und flächendeckende Fortschreibung des Luftreinhalteplans für das Ruhrgebiet auf den Weg zu bringen“, ergänzt Sabine von der Beck, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Regionalverband Ruhr.

Die Grünen schlagen ein Maßnahmenbündel für saubere Luft vor. Sie fordern den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und stärkere Förderung des Radverkehrs. Auch Elektromobilität soll unterstützt werden, um für Autofahrer*innen attraktiver zu werden. Ab 2030 sollen ausschließlich Elektroautos neu zugelassen werden.

Wetteraussichten zur Bundestagswahl

So gutes Wetter und so schöne Aussichten wie beim Wahlkampfstand der Grünen in Dinslaken an diesem Samstag in der Neustraße kann es nicht immer geben. Neben den produktiven und interessanten Gesprächen mit den Bürger*innen unserer Stadt konnten sich die älteren Grünen auch über einige neue Mitglieder freuen, welche sich angeregt und engagiert über Themen wie die Verkehrswende und die Vorteile der E-Mobilität mit den Passanten unterhielten und beachtliches Fachwissen präsentierten. Neue Mitglieder und viele interessierte Wähler*innen lassen die Sonne für die Grüne Partei in Dinslaken scheinen.

Doch das Wetter ist nicht überall so angenehem. Es spielt vermehrt verrückt. Es gibt immer mehr Extremwetter. Überschwemmungen in Houston und Mumbai, Starkregen in Berlin, Hitzewellen in Spanien und Portugal. Die Wetterextreme überall auf der Welt zeigen, das Klima spielt verrückt. Schuld daran ist die Klimakrise. Nur Grün will echten Klimaschutz. 

Es muss sich jetzt etwas ändern! Lasst uns anpacken und nicht aussitzen. Wir müssen jetzt handeln, damit wir auch morgen noch gut leben können. Wir brauchen endlich saubere Energie, eine Mobilitätswende und den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle. „Umwelt ist nicht alles. Aber ohne Umwelt ist alles nichts.“

Überregionale NRZ-Kinderseite interviewt Voss

Unser Direkt- und Listenkandidat Patrick Voss ist nicht nur einer der jüngsten Kandidaten für die anstehende Bundestagswahl im September, er ist auch einer der aktivsten Kandidat*innen in den sozialen Netzwerken. Auf Instagram, Snapchat, Twitter, Facebook und WhatsApp ist er unterwegs und jederzeit für interessierte Wähler*innen ansprechbar. Journalist Robin Kunte hat es ausprobiert. Hier findet ihr das volle Inteview:

Wir wählen grün!

…und wir wissen auch warum. Einer unserer Wahlspots fasst die vielen guten Gründe am 24. September grün zu wählen gut zusammen. So gut, dass wir ihn auch mit euch im Dinslakener Kino teilen möchten.

Lokalzeitung fragt Direktkandidaten

Die NRZ-Redaktion hat gefragt, wer unser Direktkandidat Patrick Voss ist und hat ihn etwas genauer unter die Lupe genommen. Wir teilen mit euch die Fragen und Antworten des Interviews. Zum Steckbrief:

Alter: 18 Jahre, Abiturient, politisch aktiv: seit 2013

Warum sind Sie Politiker geworden?

Politisch aktiv geworden bin aus Unzufriedenheit mit der Politik der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung, der Erkenntnis dass es nicht besser wird wenn ich mich nur darüber ärgere und nichts aktiv für einen Politikwechsel unternehme und dem Verständnis, dass Entscheidungen, die heute in der Politik getroffen werden, noch Jahre lang mein Leben beeinflussen werden. Da ich noch nicht wählen durfte, mein Veränderungswille aber sehr groß war, habe ich mich entschieden in eine Partei einzutreten und so diese zu unterstützen. 

Umweltschutz war mir Jahre zuvor sehr wichtig und da die Grünen die einzige Partei ist, die sich wirklich für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einsetzt, habe ich mich seit 2012 mit ihnen beschäftigt. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Grünen neben Umweltschutz auch für soziale Gerechtigkeit und eine offene Gesellschaft streiten. So habe ich vor der Bundestagswahl 2013 beschlossen Mitglied in der Grünen Jugend und später auch von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN zu werden. 

Warum wollen Sie in der Bundespolitik aktiv werden?

Viele Probleme lassen sich nur auf Bundesebene lösen. Wenn die Bundespolitik keinen ambitionierten Klimaschutzplan hat, dann sind die Möglichkeiten in den Kommunen auch begrenzt. Der Bund muss den Kommunen mehr Möglichkeiten, beispielsweise durch die blaue Plakette, zur Luftreinhaltung geben, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen und die Gesundheit der Menschen zu schützen. Das ist nur ein Beispiel, warum ich in die Bundespolitik gehen möchte. Diese Liste könnte man noch viel weiter ausführen.

Warum sollten die Leute am 24. September wählen gehen?

Das Wahlergebnis betrifft uns alle und das über eine Legislaturperiode hinaus. Wählen gehen zu können ist ein Privileg und mit Verantwortung für die Gesellschaft heute, aber auch für die Gesellschaft von morgen verbunden. Jede Stimme hat Auswirkungen auf das Wahlergebnis. Wer nicht wählen geht, gefährdet die Demokratie und verspielt so die Chance gehört zu werden. Denen, die sagen, dass „die Politiker“ und Parteien alle gleich seien und nur das machen, was sie wollen entgegne ich: Es macht einen Unterschied, ob man SPD oder die Grünen wählt, es macht einen Unterschied ob man Christian Lindner oder die Linken wählt und es macht einen Unterschied ob man AfD oder CDU wählt. Deshalb: Bitte gehen Sie am 24.09. wählen! Und wenn Sie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Menschlichkeit wählen möchten, kann ich Ihnen die Wahl der Grünen nur ans Herz legen.

Kreistagsfraktion benennt Missstände

Wie viele Pressesprecher*innen braucht Landrat Dr. Müller (SPD) für die Kreisverwaltung?

Die Pressestelle des Kreises Wesel ist mit vier Personen und einer Volontärin, die zum 1.8. ihre Arbeit aufnimmt, derzeit schon sehr gut ausgestattet. Nun schreibt der Kreis Wesel erneut eine Stelle als stellvertretende Pressesprecher*in für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises Wesel aus.

Hubert Kück, Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion Wesel, fragt: „Warum diese Ausschreibung? Hat Landrat Dr. Müller (SPD) seine Pressestelle nicht bereits üppig mit Personen ausgestattet? Ich halte dies für überzogen! Die GRÜNE Kreistagsfraktion ist angetreten, auch die Kreisverwaltung Wesel auf unnötige oder überzogene Personalbesetzungen zu überprüfen. Und hier sehe ich keine Notwendigkeit, eine weitere Stelle auszuschreiben.
Immerhin handelt es sich um eine freiwillige Leistung. Es muss alles bezahlt werden und es ist stets zu bedenken, dass dies das Geld der Steuerzahler ist.“

Als Grüne in Dinslaken schließen wir uns dieser Stellungnahme an und erinnern an die Aktion der Grünen Jugend Kreis Wesel aus dem Frühjahr 2016. Unter dem Motto „Den Landrat gibt’s nicht für lau“ wurde damals auf die prekäre Situation im Kreishaushalt und die ungewöhnlichen Beschäftigungspraktiken von Landrat Dr. Müller verwiesen.

Mitgliederversammlung, 07.08.

Am Montag, den 7. August 2017, um 18:30 Uhr trifft sich unser Ortsverband im Parteibüro (Duisburger Str. 50) zur nächsten Mitgliederversammlung. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Nachwahlen zum Vorstand, ein Rückblick auf den Landtagswahlkampf und eine Besprechung des aktuellen Stands zur Bundestagswahl sowie diverse Berichte und Diskussionen dazu.

So wird der Vorstand in seinem Bericht beispielsweise über die aktuelle Entwicklungen in Dinslaken, aber auch über den Bezirksrat in Düsseldorf, 31.05. die Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin, 16.-18.06., das Ortsvorständetreffen mit Mona Neubaur, 29.06., die Landesdelegiertenkonferenz in Dortmund, 01.07. und die Kreismitgliederversammlung mit Monika Düker, 07.07., die wichtigsten Informationen zusammenfassen. Darauf folgt der  Bericht der Fraktion und der Grünen Jugend.

Autokartell: Grüne kritisieren Untätigkeit der Regierung

Die Grünen erheben erneut Vorwürfe gegen Kanzlerin Merkel und Bundesverkehrsminister Dobrindt und befürchten Schäden für gesamtdeutsche Wirtschaft. In der letzten Woche hat der Spiegel über das deutsche Autokartell berichtet, welches unter anderem geheime Absprachen zu eingesetzten Technologien abgestimmt haben soll. Patrick Voss, Grüner Bundestagskandidat, dazu: „Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, reden wir vom größten Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegsgeschichte. Noch dramatischer ist aber, dass die Bundesregierung in Form von Kanzlerin Merkel und dem Verkehrsministerium fester Bestandteil des Betrugs von Millionen Kundinnen und Kunden ist.“

Das Kraftfahrtbundesamt habe bereits vor Bekanntwerden des Dieselskandals von Grenzwertüberschreitungen gewusst, ist aber untätig geblieben. Die Grünen fürchten massive Arbeitsplatzverluste in der gesamten deutschen Industrie. „Wenn eine Schlüsselindustrie solche schweren Imageschäden erfährt, verliert „Made in Germany“ allgemein an Bedeutung und Ausstrahlung. Die Bundesregierung gefährdet gemeinsam mit der Automobilindustrie durch das Aussitzen von Problemen Millionen Arbeitsplätze.“ 

Wahlkreis-Besuchergruppe in Berlin

Auf Einladung unserer Bundestagsabgeordneten Bärbel Höhn besuchten letzte Woche zum letzten Mal 50 Personen aus dem Wahlkreis unsere Spitzenpolitikerin in Berlin. Die Gruppe besuchte den Bundestag und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Zum politischen Bildungsprogramm gehörte neben der Stadtrundfahrt, das sich an  politischen Punkten orientierte, auch das Denkmal der ermordeten Juden Europas und die Gedenkstätte Potsdam-Museum, eines der Untersuchungsgefängnisse der Stasi. Das umfangreiche Programm wurde ergänzt durch eine Führung und Informationsgespräch im DeutschlandRadio, dem Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Str. und dem Informationsgespräch im Bundesrat in der  Leipziger Str. Nach der Besichtigung der Reichtagskuppel endete die  Reise mit dem obligatorischen Fototermin.

Ohne Umwelt ist alles nichts!

In 64 Tagen, am 24. September, entscheidet Deutschland über die Richtung für die kommenden Jahre. Am gestrigen Freitag wurde unsere Kampagne für den Bundestagswahlkampf 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Kernanliegen findet sich diesmal besonders deutlich in unserem Motto „Umwelt ist nicht alles. Aber ohne Umwelt ist alles nichts. Wir erhalten, was uns erhält – das ist für uns ein klarer Grundsatz und von diesem aus buchstabieren wir Politik. Wir haben nur einen Planeten und diesen von unseren Kindern nur geborgt.

Unsere grüne Kampagne bringt unsere Botschaft  Darum Grün auf die Straße, an die Haustüren, ins Netz und  zu den Bürgerinnen und Bürgern. Unsere Themenplakate sagen klar und deutlich was zu tun ist: denn „Integration muss man umsetzen. Nicht aussitzen“, „Kinderarmut kann man kleinreden. Oder groß bekämpfen“ und „Von weniger Europa hat keiner mehr.“ Dies und noch vieles mehr findest du hier.

Während die CDU abwartet, die SPD ankündigt gehen wir Grüne mutig und entschieden voran. Es geht darum, Ideen zu entwickeln, wie die Welt von morgen aussehen kann. Und es geht darum, einen Plan zu haben, wie wir dorthin kommen. Klar ist: Man muss mehr über das Machen reden. Wir führen einen Zukunftswahlkampf, denn Grün ist die mutige, kreative Triebkraft für ein gutes Morgen. Wir packen heute die Veränderungen an, die notwendig sind, damit wir auch morgen noch gut leben können. Darum Grün!