Grüne fahren zweimal in den Hambacher Forst, 06.10. und 07.10.

Die Grünen in Dinslaken laden dazu ein sich gemeinsam am 06. Oktober mit auf den Weg zu machen, um sich ab 12 Uhr am S-Bahnhof Buir in Kerpen bei Köln an der vorverlegten Großdemonstration zum Erhalt des Hambacher Forst zu beteiligen. Geplante Abfahrtszeit ist 09:18 Uhr mit dem RE5. In Köln wird umgestiegen. Treffpunkt soll am Samstag um 9:00 Uhr am Bahnhof in Dinslaken sein.

Am Tag darauf, Sonntag, 07. Oktober, wird zur gleichen Uhrzeit wieder eine Gruppe der Grünen in Dinslaken den gleichen Weg fahren, um am ca. 2-stündigen Landesparteirat teilzunehmen. Dort wird die Endstation Kerpen-Buir sein, um sich dann direkt an die Abbruchkante in einem großen Zelt auf dem Grundstück des BUND in Manheim zu treffen. Anschließend an die Sitzung ist eine große Aktion direkt an der Grenze zur RWE-Mondlandschaft geplant, um eine weitere Zerstörung der ökologisch wertvollen Landschaft zu verhindern.

Alle Menschen aus dem Kreisgebiet sind herzlich eingeladen sich unter info@gruene-dinslaken.de zu melden, um sich der offenen Gruppe anzuschließen. Die Rückfahrt wird je nach Gruppengröße per Bahn flexibel geplant. Für die Fahrtkosten wird um einen Eigenbeitrag gebeten, wobei der Ortsverband von Bündnis‘90/Die Grünen sich an der Gesamtsumme beteiligen wird.

 

Dinslaken braucht faire Verteilung der Schulformen

Der Ortsverband der Dinslakener Grünen sieht in der Elternbefragung in Dinslaken einen wichtigen Entscheidungsfaktor für die zukünftige Entwicklung in der städtischen Schulpolitik. Ein Fehler sei es jedoch gewesen, dass sowohl die Eltern von Kindern an Dinslakener Kindergärten als auch zukünftige Eltern in keiner Weise in die Erhebung mit einbezogen wurden und einige Ergebnisse so vor allem ein Spiegelbild der Anmeldezahlen sind. Die hohe Beteiligung an der Umfrage verstehen die Grünen als Zeichen für die positive Einstellung gegenüber direktdemokratischen Elementen und sprechen sich dafür aus, den Willen der Eltern für mehr Gesamtschulplätze und ein integratives Schulsystem nun auch ernst zu nehmen.

Ähnlich wie die GEW oder die AsF präferieren die Grünen eine zweite Gesamtschule und sehen eine mögliche 8-Zügigkeit einer erweiterten Ernst-Barlach-Gesamtschule, an dann beispielsweise drei Standorten, als zu große Belastung für Lehrer- und Schülerschaft an. Vielmehr gelte es die Gesamtschulen in Hünxe und in Schermbeck als gute Vorbilder zu nehmen und neben den Gymnasien der Stadt einen breitflächigen Bildungsaufstieg für möglichst viele junge Menschen zu ermöglichen.

Dabei sei es den Dinslakener Grünen wichtig in der Innenstadt und im Hiesfelder Stadtteil durch zu erhaltende und zukünftige Kooperationen eine Maximalzahl an Leistungskursen zu realisieren. Die räumliche Nähe einer zweiten Gesamtschule zum GHZ Gymnasium sei dabei essentiell. Beide Schulstandorte bräuchten zumindest je eine Gesamtschule und ein Gymnasium. Es gelte ein Gleichgewicht zwischen gegliedertem und integrativem Schulsystem zu finden und auf die fachliche Perspektive des Schulgutachtens zu vertrauen. Bei der 6-zügigen EBGS und dem zusammengerechnet 7-zügigen Gymnasiums-Angebot sollte die Befürwortung der Bezirksregierung für eine Zusammenlegung der Gymnasien in der Innenstadt nicht vergessen werden. Um eine faire Verteilung der Schulformen in Dinslaken zu ermöglichen, wäre die Verlagerung der letzten Realschule an einen der Innenstadt näheren Standort ratsam. Dazu verweisen die Grünen auf die zurückliegenden Empfehlungen der Bezirksregierung, welche bereits damals empfahl Real- und Sekundarschule nicht parallel existieren zu lassen. Aufgrund der Zustimmung der Eltern für die Fortführung der Realschule müsse diese nun von den 7 Mio.-Investitionen am freiwerdenden Standort profitieren, um dort die anerkannt gute Arbeit an der Sekundarschule fortführen zu können und so mit den anderen Schulformen angemessen mithalten zu können.

Maaßen-Beförderung: „Das ist irre!“

Die Beförderung von Hans-Georg Maaßen zum Staatssekretär im Bundesinnenministerium und seine Absetzung als Verfassungsschutzpräsident kommentiert Hubert Kück, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag Wesel, wie folgt:

„Herr Maaßen hat durch Unwahrheiten und falsche Behauptungen das Vertrauen in den Verfassungsschutz zerstört. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz zu verharmlosen. Als Belohnung wird er von der großen Koalition zum Staatssekretär befördert! Und Frau Andrea Nahles von der SPD unterschreibt diesen Deal. Die SPD brüstet sich damit, wesentlich dafür gesorgt zu haben, dass Herr Maaßen abgesetzt wurde. Die Menschen in den Städten und Gemeinden verstehen das Verhalten der SPD nicht mehr!

Diese Einigung im Fall Maaßen ist ein Schmierentheater und beschädigt das Vertrauen in die Politik auf allen Ebenen. Politikverdrossenheit wird so gefördert! Es geht der SPD und der CDU nur noch um Machterhalt, nicht mehr um Sachpolitik.“

Großdemo im Hambi auf 6.10. vorverlegt

Die Grünen in Dinslaken unterstützen die gemeinsame Presseerklärung von BUND, Campact, Greenpeace und NaturFreunde Deutschlands vom 18. September 2018:

Nachdem RWE vergangene Woche mit der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Wald begonnen hat, ziehen auch Umweltschützer ihre Proteste vor. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Greenpeace und die NaturFreunde Deutschlands verlegen ihre gemeinsame Demonstration gegen die Rodung des Waldes auf Samstag, 6. Oktober 2018, um RWE vor dem möglichen Start der Abholzung ab 15. Oktober 2018 ein klares Stopp-Signal zu senden. Ursprünglich war die Demo am Tag zuvor (14.10.) geplant.

„Durch die Räumung der Baumhäuser macht der Kohlekonzern RWE jeden Tag Druck. Mit der Demonstration ,Wald retten! Kohle stoppen!’ wollen wir ein Zeichen für den Erhalt dieses einzigartigen Waldes und für einen schnellen Kohleausstieg setzen. Wir dürfen nicht zulassen, dass noch mehr klimaschädliche Braunkohle abgebaggert wird. Das ist Klimapolitik von vorgestern”, sagen die Organisatoren der Demonstration.

Über die Zulässigkeit dieser Rodung wird aktuell wegen einer Klage des BUND vor dem Oberverwaltungsgericht Münster verhandelt. Vor der gerichtlichen Entscheidung Fakten zu schaffen, ist eine Provokation von RWE, die auch die Arbeit der Kohle-Kommission in Berlin schwer belastet. Auf Druck des Gerichtes hat RWE erklärt, nicht vor dem 14. Oktober 2018 mit den Baumfällarbeiten zu beginnen.

Schon jetzt regt sich breiter Protest gegen die Abholzung. An die 500.000 Menschen unterstützen den Appell „Hambacher Wald: Retten statt roden“, in dem die verantwortlichen Politiker im Bund und in Nordrhein-Westfalen aufgefordert werden, sich für den Erhalt des Hambacher Waldes einzusetzen. Zu den sonntäglich stattfindenden Waldspaziergängen reisen bereits jetzt tausende Menschen an, um persönlich ein Zeichen zu setzen.

 

Demonstration: Wald retten! Kohle stoppen!

Datum: 06. Oktober 2018, 12 Uhr,
Ort: Bahnhof Buir, Hambacher Wald

Den Appell und weitere, aktuelle Informationen finden ihr unter:

www.bund.net/hambi-retten

www.bund.net/mitmachen/demo-wald-retten-kohle-stoppen

Grüne nehmen aus Wesel viel mit zurück

Auf der Kreismitgliederversammlung der Grünen im Kreis Wesel trafen sich am zurückliegenden Wochenende knapp 50 Leute und diskutierten unter anderem zu dem Schwerpunktthema „Flächenabbau am Niederrhein“. Die lebendige Diskussion ging zum Teil hoch her, doch war sie keinesfalls so emotional wie bei der Verabschiedung unseres langjährigen Kreisschatzmeisters Karl-Heinz Hemmerich aus Alpen. Er wird den Kreisverband und Deutschland für seinen nächsten Lebensabschnitt nach Spanien verlassen und wurde daher in allen Ehren als Dank für seine zurückliegende jahrelange Arbeit für die Partei auf kommunaler und landesweiter Ebene verabschiedet.

Des Weiteren wurden auf der Veranstaltung die Delegierten für die kommenden Bundesdelegiertenkonferenzen für die Periode bis zum Ende des Jahres 2019 gewählt. Darunter fallen auch die spannenden nationalen Versammlungen der Grünen zur Listenaufstellung für die Europawahl. Für die Grünen in Dinslaken dürfen sich Patrick Voss, Petra Schmidt-Niersmann, Niklas Graf, Laura Bieder und Pia Neerfeld über die Berufung in das wichtigste Parteigremium auf bundesdeutscher Ebene freuen.

Auch in den Berichten auf der Kreismitgliederversammlung traten Dinslakener*innen in den Vordergrund. So hielt Sebastian Schleiken, an der Seite von GJKW-Schatzmeister Simon Thölke, seinen ersten Bericht auf der KMV als Sprecher der Grünen Jugend Kreis Wesel. Für den Ortsverband Dinslaken berichtete der politische Geschäftsführer Niklas Graf über die letzten Entwicklungen vor Ort und freute sich über die große Beteiligung bei Veranstaltungen wie der Seenotrettungs-Kundgebung, der Fahrt nach Chemnitz, der Mitgliederversammlung mit Planungsdezernent Dr. Palotz, der Demo und dem Rock-Konzert gegen Rechts mit insgesamt über 1.000 Teilnehmer*innen, dem RhineCleanUp-Tag an der Emschermündung, wo mehr als 1 Tonne Müll gesammelt wurden, sowie dem anhaltenden Mitgliederzuwachs in der Partei. Als nächstes werde eine Fahrt zum Hambacher Forst geplant und versucht über den Kreisvorstand diese Aktion über die Ortsebene hinaus zu bewerben.

Demo und Rock gegen Rechts, 14.09.

Wir sind motiviert um am 14.9.2018 in unserer Stadt ein starkes Zeichen gegen rechte Hetze zu setzen! Für Respekt, Menschenwürde, Solidarität und Mitmenschlichkeit. Nach unserer gemeinsamen Fahrt nach Chemnitz und Aktionsbeteiligungen in Duisburg und Essen, sowie der Seenotrettungs-Kundgebung in Dinslaken freuen wir uns, dass nun auch unser Dinslakener Bündnis gegen Rechts sich erneut formiert und breite Unterstützung findet.

Lasst uns am Altmarkt (18 Uhr) und am Tenterhof (Burghofbühne ab 19.30 Uhr) zusammen kommen und gemeinsam Gesicht zeigen gegen rechte Hetze! Für ein freies, friedliches und demokratisches Deutschland, welches geprägt ist durch Solidarität und Mitmenschlichkeit. Für ein angstfreies Miteinander.

Wir haben etwas bei den Vorbereitungen für die Veranstaltung geholfen und hoffen euch gefallen unsere Schilder.

Die Kundgebung startet um 18 Uhr am Altmarkt in Dinslaken und zieht über Duisburger Str., Neustr. und Bahnstr. zum Bahnhof Dinslaken.

Ab 19.30 Uhr spielen dann im Tenterhof der Burghofbühne Dinslaken vier regionale Bands gegen rechte Hetze auf. Der Eintrit ist frei. Die Facebook-Veranstaltung findet ihr hier.

#wirsindmehr geht in Essen weiter, 13.09.

Wir rufen dazu auf, am Donnerstag, 13. September ab 18.00 Uhr bei der #wirsindmehr-Demo in Essen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für eine offene und demokratische Gesellschaft zu setzen!

Wir GRÜNE treffen uns bereits um 17.30 Uhr vor der Essener Geschäftsstelle am Kopstadtplatz 13 um uns mit grünen Fahnen auszustatten und gemeinsam zum Willy-Brandt-Platz zu gehen.

Die Essener Vorsitzenden Gönül Eğlence und Kai Gehring MdB äußerten sich in der Einladung zu der Veranstaltung wie wichtig es ist jetzt auf der Straße ein Zeichen zu setzen:

„Die Ereignisse der vergangenen Wochen in Chemnitz oder spontane Demos von Rechtsextremen in Köthen am Sonntag, machen deutlich, dass es nun an der Zeit ist, dass sich alle Demokatinnen und Demokraten offen gegen Fremdenfeindlichkeit, Hass und rechte Hetze stellen. Spätestens wenn Hetzjagden auf Menschen veranstaltet werden, reicht es nicht, dies im stillen Kämmerlein zu missbilligen – dann heißt es raus auf die Straße! Für uns GRÜNE und unser Grundgesetz sind alle Menschen gleich und gleich viel wert: In Essen, bundes- und weltweit müssen gleiche Menschenrechte für alle gegen Rechtsextreme dringender denn je verteidigt werden!

Deshalb unterstützen wir den Aufruf von ‚Essen stellt sich quer‘ nicht nur persönlich sondern auch als Kreisverband. Für Rechtsextremismus gibt es in diesem Land keinen Platz – besonders nicht im Ruhrgebiet, wo wir seit Jahrzehnten in einer Einwanderungsgesellschaft zusammenleben. Wir hoffen deshalb, dass viele Menschen am Donnerstag in der Innerstadt ein friedliches und deutliches Zeichen für eine offene und demokratische Gesellschaft setzen! “

Grüne unterstützen Demo im Hambacher Wald, 09.09.

Im Hambacher Wald haben die Rodungen begonnen. Allerdings endete die Rodung schon nach einem Baum – RWE und Polizei haben sich wegen einer Klage des BUND aus dem Wald zurückgezogen.

Wir rufen am Sonntag zu einer friedlichen Demo für den Ausstieg aus der Kohle und für den Hambacher Wald auf! Um 16 Uhr starten wir am Bahnhof Buir (https://goo.gl/maps/Lymvp2HF3Hw) mit einer Tanzdemo, ziehen über die L276 und 257 zur Mahnwache (Einfahrt Kiesgrube) zu einer Zwischenkundgebung. Danach folgen wir der L257 weiter, um zur Wiesenbesetzung zu ziehen. Nach den Auflagen der Polizei, bringt bitte einen Lichtbildausweis oder Ähnliches mit. Lasst bitte waffenähnliche Gegenstände, aber auch Werkzeuge oder Vergleichbares zu Hause. Lebensmittelspenden werden von der Polizei nur an der Mahnwache zugelassen.

Zur gemeinsamen Anreise nach Buir haben wir euch folgende Abfahrtzeiten rausgesucht:

Der Zug nach Buir fährt nur von Köln aus:
Köln – Buir: 15.40, Gleis 11

Für die Anfahrten nach Köln empfehlen wir:
Duisburg – Köln:         14.22, Gleis 4, RE1

Lasst uns laut und viele sein. Lasst uns RWE deutlich machen, dass sie mit der Räumung und der Rodung des Hambacher Waldes zuweit gehen!
Im Anschluss bringen wir die Bagger zum beben, in dem wir sie mit Musik wegbassen. Kommt also am Sonntag, 16 Uhr zum Bahnhof Buir.

Kurdisches Friedensfest wäre in Dinslaken wünschenswert gewesen

Die Dinslakener Grünen haben auf ihrer gestrigen Mitgliederversammlung über das in Dinslaken untersagte kurdische Friedensfest mit bis zu 25.000 erwarteten Teilnehmenden beraten. Grünen Sprecher Patrick Voss erklärt dazu: „Wir können als Partei nicht beurteilen, ob die geplante Veranstaltung den Sicherheitsanforderungen entsprochen hätte oder nicht. Dafür sind die Behörden und Gerichte zuständig und haben entschieden. Die Entscheidung respektieren wir absolut. Für uns ist aber klar: Es wäre für die Stadt, bei Einhaltung aller Formalitäten und Sicherheitsanforderungen, eine Veranstaltung gewesen, die wir – auch wegen der landes- und bundesweiten Außenwirkung – begrüßt hätten. Eine Stadt mit hervorragender Verkehrsanbindung am Rande des Ruhrgebiets sollte in der Lage sein, dieses Fest durchführen zu können.“

Kommunalpolitische Workshop-Tage, 12.-14.09.

Auch dieses Jahr veranstaltet die Jugendpflege der Stadt Dinslaken gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung die “Kommunalpolitischen Workshoptage”. Der dreitägige Workshop soll SchülerInnen einen Eindruck über die Kommunalpolitik bringen. 

Im vielfältigen Programm wird es z.B. ein Speed-Debating mit Mitgliedern aus Verwaltung und Kommunalpolitik geben. Durch das Bilden von eigenen ‘Fraktionen’, erarbeiten eigener Anträge und Simulationen ganzer Ratssitzungen unter der Leitung des Bürgermeisters von Dinslaken, Dr. Michael Heidinger, wird den Schülern spielerisch die Kommunalpolitik näher gebracht.

Wann? 12. bis 14. September 2018

Für Verpflegung ist gesorgt. Die TeilnehmerInnen erhalten ein Zertifikat. Die Anmeldung kann digital, per Fax oder Post zu Händen des städtischen Jugendpflegers, Simon Bleckmann, erfolgen. 

Ansprechpartner für Rückfragen:

Simon Bleckmann
Jugendpfleger und Betreuer des Kinder- und Jugendparlamentes Dinslaken
Stadthaus, Zimmer 504
Wilhelm-Lantermann-Str.65
46535 Dinslaken
02064 66 456
Simon.bleckmann@dinslaken.de

Grüne organisieren Fahrt nach Chemnitz, 03.09.

Die Grünen in Dinslaken machen sich gemeinsam mit engagierten Bürger*innen auf den langen Weg nach Chemnitz, um in Sachsen ein Zeichen gegen die überwiegend rechtsorientierten Kundgebungen und Ausschreitungen der letzten Tage zu setzen. Ein Ziel der Reise soll das kostenfreie Konzert am Karl-Marx-Monument sein für die sich Bands wie die Toten Hosen, Casper, Marteria, Kraftklub, K.I.Z. und Feine Sahne Fischfilet angekündigt haben.

Alle Menschen die Zeit finden am frühen Montag loszufahren sind herzlich eingeladen sich unter info [at] gruene – dinslaken.de zu melden, um sich der offenen Gruppe anzuschließen. Die Rückfahrt, welche je nach Gruppengröße per Bus, Bahn oder Individualverkehr, flexibel geplant wird, ist für den späten Montagabend vorgesehen. Für die Fahrtkosten wird um einen Eigenbeitrag gebeten, wobei der Ortsverband von Bündnis‘90/Die Grünen sich an der Gesamtsumme beteiligen wird. Bei der Organisation der Fahrt wird sich unter anderem an dem Hashtag #wirsindmehr und mittlerweile mehreren Gruppen und Diskussionen in den sozialen Medien wie Facebook und Twitter orientiert.

Öffentliche MV mit Dr. Palotz, 06.09.

Am 06.09. werden die Grünen ab 19:00 Uhr in ihren Räumlichkeiten (Duisburger Straße 50, 46535 Dinslaken) gemeinsam mit Dr. Thomas Palotz über die anstehenden und aktuellen städtebaulichen Projekte der Stadt im Rahmen einer öffentlichen Mitgliederversammlung diskutieren. Gesprächsstoff sollen u.a. der neue Bahnhofsvorplatz, der von den Grünen unterstütze Hitzeaktionsplan sowie die Zukunft des Trabrennbahnareals bieten.

„Die städtebaulichen Projekte, die wir heute umsetzen, werden Dinslaken für mehrere Jahrzehnte prägen. Umso wichtiger ist es, dass wir nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung betreiben, von der wir in der Stadt auch in 30 Jahren noch profitieren.“, stellt Grünen Sprecher Patrick Voss in den Vordergrund. Für die Grünen sei dabei besonders wichtig, dass keine weiteren Flächen versiegelt werden, Frischluftschneisen nicht zugebaut werden, die Verkehrsinfrastruktur fahrradfreundlicher wird und mehr sozialer Wohnungsbau gefördert wird, damit in Dinslaken alle ein Zuhause finden könnten.

Die Grünen laden alle interessierten Bürger*innen zu ihrer traditionell öffentlichen Mitgliederversammlung ein, um gemeinsam mit ihnen und Dr. Palotz über die Zukunft Dinslakens zu diskutieren.

Fraktion beantragt Konzept zur Vermeidung von umwelt- und gesundheitsschädigendem Müll im Stadtgebiet

die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt, der Rat der Stadt Dinslaken möge ein Konzept zur Vermeidung von Gesundheits- und Umweltschädigenden Zigarettenfiltern im Stadtgebiet beschließen.
Begründung:
Bislang wird das achtlose Entsorgen von „Zigarettenkippen“ im öffentlichen Raum als Ordnungswidrigkeit mit einem geringen Bußgeld von 10 € bis 35 € geahndet. Jedoch zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse das hohe Gefahrenpotenzial, der auf diese Weise in die Umwelt eingebrachten Giftstoffe.
Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO machen Zigarettenstummel immer noch etwa 30 bis 40 Prozent des Abfalls aus, der bei Aufräumaktionen in Städten gesammelt wird. Wobei ein Zigarettenstummel bis zu 7000 verschiedene Chemikalien enthält, von denen mindestens 50 krebserregend sind. (Quelle „Welt, Artikel von Christiane Oelrich, 31.05.2017.)
Nicht allein, dass ein Zigarettenfilter aus Cellulose Acetat nicht biologisch abbaubar ist und erst nach Jahrzehnten zerfällt, er speichert auch bis zu 50 Prozent des im Zigarettenrauch enthaltenen Teers. Im Resttabak eines Zigarettenstummels finden sich neben Nikotin und Teer auch Giftstoffe wie beispielsweise Arsen, Aceton und Blausäure. Allein aus einer einzigen Zigarettenkippe können mit dem Niederschlag zwei Milligramm Nikotin in Böden und Gewässer gespült werden.
Die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN sieht hier einen akuten Handlungsbedarf, dieser Gefahr für Mensch und Umwelt – und nicht zuletzt zum Wohle insbesondere der jüngsten Bürger*innen dieser Stadt – effektiv entgegen zu treten.

Fraktion beantragt Baumpatenschaften und Hochzeitsbäume

die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt, die im Folgenden aufgeführten Punkte als Maßnahmen für den Klimaschutz vom Rat der Stadt Dinslaken beschließen zu lassen.
– die Stadtverwaltung Dinslaken möge für Hochzeits- oder Jubiläumspaare das Angebot machen, sogenannte „Hochzeitsbäume“ zu pflanzen. Im Rahmen eines festlichen Aktes können sich Paare zu den Orten in der Stadt begeben, an denen Neupflanzungen notwendig sind und dort gemeinsam „ihren“ Baum einpflanzen.
– Alternativ hierzu kann das Angebot um Baumpatenschafen ergänzt werden. Interessierte Bürger*innen suchen sich einen Baum einer städtischen, öffentlichen Grünanlage, beispielsweise an einer Straße oder einem Platz, aus und erhalten eine „Paten-Urkunde” sowie fachkundige Informationen von Mitarbeiter*innen des DIN-Service dazu. Während die fachliche Baumpflege, (z. B. beschneiden der Äste) weiterhin Aufgabe des Umweltbetriebes bleibt, nehmen Baumpat*innen verschiedene, andere Aufgaben wahr, wie beispielsweise:
• Melden von eventuellen Veränderungen oder Schäden am Baum.
• Wässern des Baumes in Trockenperioden.
• Säubern des direkten Baum-Umfeldes, die so genannte Baumscheibe, von Müll, Unrat, Laub, etc.
• Eventuell bepflanzen der Baumscheibe mit niedrig wachsenden Bodendecker und/oder Blühpflanzen.
Begründung:
Ein Baum kann bis zu 1,7 Kilogramm Sauerstoff in einer Stunde produzieren. Dabei feuchtet er die Luft an und filtert sie von Schadstoffen. Im Zuge der zu erwartenden Klimaerwärmung ist also eine Investition in die städtische Aufforstung eine Investition in eine gesunde Zukunft.
Die Bürger*innen der Stadt dabei einzubeziehen, kann zu einem höheren Verantwortungsbewusstsein und letztlich auch zu intensiverer Identifizierung mit unserer Heimatstadt führen.
Darüber hinaus ist dieses Angebot sicher für viele Paare eine Bereicherung für ihren Hochzeits- oder Jubiläumstag.

Sechs Mitglieder der Kohlekommission protestieren gegen RWE-Rodung

Anlässlich der angekündigten Rodung im Hambacher Wald durch den Energiekonzern RWE sind heute Mitglieder der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ – kurz Kohlekommission – vor Ort, um sich zu informieren. Sie übernehmen mit der Hängung von fünf Holztafeln symbolische Baumpatenschaften im ökologisch besonders wertvollen Kerngebiet des Waldes. Auf den Tafeln steht „Hambacher Wald: Dieser Baum darf nicht für Kohle sterben“ und der Name des Baumpaten. Damit protestieren sie für dessen Erhalt und gegen die bewusste Provokation durch den Energieriesen RWE, Rodungen für den Kohleabbau durchführen zu wollen, noch während die Kommission tagt. Durch den jahrzehntelangen Kampf um den Erhalt des uralten Waldes ist er zu einem starken Symbol für die Pariser Klimaziele und die Klimabewegung geworden.

Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbandes Deutscher Naturschutzring (DNR): „RWE hat die Lunte für eine unnötige Eskalation entzündet. Während Politik und Kohlekommission versuchen, einen sozial- und umweltverträglichen Kohleausstieg zu vollziehen, will RWE sowohl das Klima wie auch gesellschaftliche Konflikte anheizen. Eigentum verpflichtet – das gilt auch für RWE.“ 

Martin Kaiser, Geschäftsführer Greenpeace: „Der Hitzesommer 2018 hat endgültig die Perspektive umgedreht: Der Hambacher Wald blockiert nicht die Bagger, sondern die Bagger blockieren den Klimaschutz.“

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Wenn die Chance besteht, einen höchst wertvollen Wald zu retten, sollte diese dringend genutzt werden. Wenn RWE unnötig Fakten schaffen würde, obwohl der Klimaschutz auch den Tagebauen neue Grenzen setzt, wäre das besonders fatal. Denn das Ziel der Kommission, der gesellschaftliche Konsens über einen sozial gerechten und klimaverträglichen Kohleausstieg, wird dadurch akut gefährdet.“

Antje Grothus, Initiative „Buirer für Buir“ und Vertreterin der Tagebaubetroffenen im Rheinischen Revier: „RWE eskaliert die Konflikte  und schafft Fakten: Zwangsumsiedlungen, Zwangsenteignungen und die Vernichtung des Hambacher Waldes. Das muss zum Schutze der Menschen und des sozialen Friedens endlich aufhören. Wer sich jetzt nicht darum bemüht die unmittelbar bevorstehenden Räumungen und Rodungen  abzuwenden, ist verantwortlich für die zu erwartenden massiven Auseinandersetzungen.“

Reiner Priggen, Vorstandsvorsitzender Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.: „Es ist bedauerlich, dass RWE immer nur den Konflikt mit den Umweltverbänden sucht und die Chance die in der Energiewende liegt bis heute nicht erkannt hat.“

Auch Hannelore Wodtke, als Vertreterin der Tagebaubetroffenen im Lausitzer Revier in die Kohlekommission berufen, solidarisiert sich mit der Baumpflanzung/Aktion: „Wir Lausitzer Tagebaubetroffenen blicken mit Sorge ins Rheinland. Das Verhalten eines Tagebaubetreibers torpediert im ganzen Land die konstruktive Diskussion um den Kohleausstieg.“

Gemeinsam fordern die genannten Mitglieder der Kohlekommission den Konzern RWE auf, auf die geplante Rodung im Hambacher Wald zu verzichten und den Ergebnissen der Kommission im Sinne des Klimaschutzes nicht vorzugreifen. Ziel ist es, den Wald dauerhaft zu erhalten. Die Bundesregierung müsse ihr ganzes Gewicht in die Waagschale werfen, um RWE zur Umkehr zu bewegen. Insbesondere wird die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen aufgefordert, die anhaltenden Angriffe auf die Arbeit der Kommission zu unterlassen und ihre Einflussmöglichkeiten für die Abwendung der Rodungen endlich zu nutzen, um so eine Eskalation zu verhindern. Die Mitglieder kritisieren zugleich scharf den verstärkten Druck für Umsiedlungen am Tagebau Garzweiler und forderten auch hier eine Aussetzung.

Die Mitglieder der Kohlekommission stehen für friedlichen und gewaltfreien Protest. Gewaltanwendung im Hambacher Wald verurteilen sie scharf.