Europas größte CO2-Quelle ist bei uns, 24.07.

Der Bergbau zerstört wichtige Naturressourcen und beschleunigt mit der Verbrennung die Gefährdung des Weltklimas. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, müssten die CO₂-Emissionen aus der Energieerzeugung weltweit drastisch reduziert werden, doch  die Interessen der Energiekonzerne haben noch immer global die Überhand.

In der Lausitz und im rheinischen Revier soll bis Mitte des Jahrhunderts Braunkohle abgebaut und in heimischen Kraftwerken verfeuert werden. Außerdem importieren Energiekonzerne wie RWE, EON und die Steag für ihre Kraftwerke große Mengen an Steinkohle, u.a. aus Südafrika, Kolumbien und Russland. Die drei Braunkohle Tagebaue und fünf Kraftwerke des Rheinischen Reviers bilden dabei zusammen Europas größte CO2-Quelle. Dieses Jahr soll der Widerstand gegen die Braunkohle auf ein neues Level gehoben werden. Im August treffen sich verschiedene Teile der Protestbewegung auf zahlreichen Klimacamps und bei gemeinsamen Aktionstagen im Rheinischen Revier. Mit dabei ist auch „Ende Gelände“, eine Initiative, die in einer Massenaktion des zivilen Ungehorsams die Infrastruktur im Revier blockieren will. Vom 24. bis zum 29. August findet die gleichnamige Veranstaltung „Ende Gelände“ im Rheinischen Braunkohlerevier statt.

Zu diesem Thema hat das Klimabündnis Niederrhein für Montag, 24. Juli 2017, 19.30 Uhr eine Aktivistin aus dem Braunkohlewiderstand eingeladen. Sie wird über den Kampf der verschiedenen Bürgerinitiativen, Waldbesetzer*innen, Aktivist*innen und NGOs vor Ort und die aktuelllen Planungen berichten. Ort: Auf dem Dohlhof – Café und Naturkost, Hauptstege 5a, 46485 Wesel-Fusternberg

Weitere Veranstaltungen haben wir hier für euch zur Verfügung gestellt:

  • Samstag, 29.Juli 2017, 11 bis 18 Uhr
    2. Aktionskonferenz zur Vorbereitung der Proteste zum Klimagipfel in Bonn
    DGB-Haus, Bonn, Endenicher Straße 127
  • Montag, den 7. August um 18.00 Uhr
    Dortmund, Die Grünen, Königswall 8
    In welche Richtung treibt die STEAG?
  • 18. – 29. August 2017
    Klimacamp im Rheinland
  • 24. bis zum 29. August
    „Ende Gelände“ im Rheinischen Braunkohlerevier
  • Samstag, 26. August 2017, 12.00 Uhr
    Rote Linie – Klima schützen! Wald retten! Bagger stoppen!
    Aktion am Tagebau Hambach
  • 26. September 2017, 19.00 Uhr
    Nach uns die Sintflut? – Der Klimawandel betrifft uns alle!
    Ort: Grammatikoff Saal, Dellplatz 16a, 47051 Duisburg
    Gäste: Irene Knoke, Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene, Bonn
    A.G. Saño, Künstler und Umweltaktivist, Philippinen
    Klaus Kubernus-Perscheid, Klimabündnis Niederrhein
  • 11. November 2017
    Klimagerechtigkeit und Umweltschutz erfordern unseren Druck
    Großaktion am 11.11. 2017 in Bonn

 

Grüner Bundestagskandidat bei Podiumsdiskussionen

Patrick Voss hat für den Bundestagswahlkampf bisher an einigen Podiumsdiskussionen in Dinslaken und Oberhausen teilgenommen. Zuletzt war unser Listen- und Wahlkreiskandidat beispielsweise zu Gast bei den KAB-Verbänden und der evangelischen Kirchengemeinde oder zu Gast beim Berufskolleg und äußerte deutliche Kritik am aktuellen Steuersystem und der Wohlstandsverteilung in unserem Land. Ausrutschern wie der von CDU-Frau Marie-Luise Dött, welche festhalten wollte, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland nicht auseinader gehe, stellte er sich damit entschieden entgegen.

Es gelte aber bei der Wahlentscheidung im September noch deutlich mehr Aspekte zu beachten. „Wenn wir uns ansehen, was die anderen Parteien fordern, dann wird spätestens dort deutlich wozu es Grüne braucht. Keine der anderen Parteien setzt sich für den Klimaschutz wirklich aktiv ein. Dabei reden wir hier über eine essenzielle Aufgabe für die Menschheit, der wir uns stellen müssen, wenn wir unsere Lebensgrundlagen nicht weiter gefährden möchten.“

Beim Thema Gerechtigkeit wirft er der SPD vor, zu wenig getan zu haben. Noch immer steigen beispielsweise die Mieten rapide an und immer mehr Menschen könnten von ihrer Arbeit nicht leben. Das müsse sich ändern.

Müllaktion mit Oberhausener Grünen, 13.07.

Die Grünen in Dinslaken beteiligen sich an der Aktion zur Müllvermeidung am 13. Juli der Grünen in Oberhausen. Los geht es gegen 16.30 Uhr – parallel zum Feierabendmarkt – vor dem „Freiraum“, dem grünen Parteibüro, in der Nähe des Bahnhofes, Paul-Reusch-Straße 26.

12 Kilogramm Verpackungsmüll erzeugt jeder Mensch in Deutschland pro Jahr, 25 Kilogramm mehr als noch vor zehn Jahren. Nur ein Beispiel: 460.000 coffee-to-go-Becher werden allein in Berlin jeden Tag weggeworfen. Stapelt man die Berliner Jahresmenge aufeinander, ergibt das eine Becherstrecke von 50 Kilometern. Die Jahresmenge von drei Milliarden Bechern in ganz Deutschland aufeinandergestapelt, reicht sieben Mal um die Erde. Im Pazifik treibt bereits ein Strudel aus Plastikmüll in der Größe Mitteleuropas. Und trotzdem nehmen der Verpackungsmüll allgemein und besonders die Einwegverpackungen für Getränke bei uns zu.

Die Oberhausener GRÜNEN bieten ab sofort gegen eine Schutzgebühr Mehrwegbecher an, die sich für den Kaffee für unterwegs bestens eignen. Zudem möchten sie mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch über Müllvermeidung kommen. Die ist in vielen Fällen gar nicht von großen Entbehrungen begleitet, sondern kann einfach umgesetzt werden: Akkus statt Batterien, Obst und Gemüse unverpackt auf dem Wochenmarkt kaufen oder statt zu vielen kleinen zu einer großen Packung von Waschmittel, Duschgel & Co. greifen und bei der nächsten Party wird auf Wegwerfbesteck und -geschirr verzichtet.

Entsorgung von Ölpellets auf der Deponie Nottenkämper?

Erneuter Umweltskandal in Gahlen. Wie sich die Bilder gleichen: Im Jahr 2001 sahen sich die Gahlener Bürger durch erhebliche Geruchsbelästigung beeinträchtigt. Ursache war die ungenehmigte Ablagerung von 13.000 t mineralölhaltigem Boden bei der Firma Nottenkämper. Der Kreis sah damals von einer Ordnungsverfügung ab, um das Verfahren nicht noch vor Gericht austragen zu müssen und damit die ordnungsgemäße Entsorgung zu verzögern. Trotzdem dauerte es geraume Zeit bis die Firma Nottenkämper das Material entfernte.

Ulrike Trick, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Wesel, ist empört: „Jetzt geht es wieder um die Entsorgung von mineralölhaltigem Material. Diesmal wurden 30.000 t Ölpellets mit zugelassenem Material vermischt, gleich untergearbeitet und einplaniert. Und alles angeblich ohne Wissen der Firma Nottenkämper. Der Geschäftsführer erklärt seine Firma gar zum Opfer krimineller Machenschaften.“ Das Ganze sei letzlich das Ergebnis von unzureichenden Eingangskontrollen, die der Gesetzgeber zulässt, weil es sich beim Mühlenberg um eine Abgrabung und nicht um eine Deponie handelt.

Trick: „Selbstverständlich ist der Betreiber der Verfüllung auch für die korrekte Deklarierung des Verfüllmaterials verantwortlich. Dieser Verantwortung wurde die Firma Nottenkämper nicht gerecht.“
Der eigentliche Skandal, so Trick weiter, sei aber die Frage, wie oft schon solche falschen Einlagerungen stattgefunden haben: „Die Geschäftsführerin des Naturpark Hohe Mark wünscht sich eine Erhöhung der Abgrabung Mühlenberg. Man fragt sich, was die Touristen dann außer Ölpellets noch unter ihren Füßen haben.“ Solche unrechtmäßigen Ablagerungen mit gefährlichen Inhaltsstoffen gefährdeten die Gesundheit der Bürger, denn sie könnten eine Verunreinigung des Grundwassers bewirken. Nicht umsonst gebe es für gefährliche Stoffe Sonderabfalldeponien mit gründlichen Eingangskontrollen. Aber hier sei die Entsorgung auch teurer. Ulrike Trick verweist hier auf einen weiteren brisanten Punkt: „Wer übernimmt die Kosten für Maßnahmen, die ggf. im Zusammenhang mit Folgewirkungen und Sanierungsmaßnahmen entstehen? Und kann sichergestellt werden, dass nicht der Kreis Wesel – wie im Fall des Altöl-Lagers bei einer ehemaligen Gärtnerei in Xanten – die Kosten der ggf. notwendigen Sanierung und Entsorgung übernehmen muss?

Die Grüne Kreistagsfraktion hat zu dieser Thematik eine Anfrage eingebracht, um die Hintergründe dieses Umweltskandals aufzuhellen. Ulrike Trick geht fest davon aus, dass die Verwaltung zu diesem aktuell bekannt gewordenen Skandal einen Bericht im Umweltausschuss des Kreises am 28. Juni gibt und schon einen Großteil der Fragen der Grünen Fraktion beantworten kann.

ExtraSchicht mit großem Angebot, 24.06.

In diesem Jahr steht die Zentralwerkstatt des Kreativ.Quartier Lohberg im Fokus der ExtraSchicht in Dinslaken. Das Gebäude war zu Bergbauzeiten ein elementarer Baustein für den Betrieb, denn dort wurde unter großem Zeitdruck und Lärm repariert, was unter Tage nicht wieder in Stand gesetzt werden konnte. Internationale Acts und einheimische Globetrotter sind unter dem Motto „Lohberg total global“ zu Gast. Für afrikanische Feelings sorgt die 20-köpfige Company Otumfu und die internationale Budoelite rund um „Taepoong & Baekho“ lädt ein den „Spirit of Asia“ zu erleben. Daneben ist für Rumbacoustic mit Latinvibes und eine interkulturelle Streetfoodarea gesorgt. Dinslakener Weltenbummler präsentieren eine Fotoausstellung und es gibt Reiseberichte von Travelern, Urban Dance Acts, Grafitti Art, neue Führungen, einen begehbaren Heißluftballon und Inszenierungen der Künstler*innen des Kreativ.Quartiers.

Auch die vielen verschiedenen kulturellen Vereine aus unserer Stadt sind in diesen Tagen in Lohberg aktiv. Der Verein Kraftwerk wird von 18:00 – 2:00 präsent sein und lädt zu „Extralicht im Bergpark“ ein. Mit Einbruch der Dunkelheit soll versucht werden den Bergpark mit CO2 neutral produziertem Fahrradstrom zum Leuchten zu bringen. Es wird herzlich dazu eingeladen seine eigenen Taschenlampen oder andere Lichter mitzubringen.

Der Verein Parkwerk startet ab 18:00 Uhr mit dem Musiker und Entertainer Norbert Labatzki in den Abend und bietet durchgehend Getränke und Snacks im Wasserturm an. Um 21:55 lädt der Verein zum gemeinsamen Fastenbrechen am letzten Abend des Fastenmonats Ramadan ein. Ab 22:00 Uhr wird der junge Musiker Raphael Beck das gemeinsame Iftar-Essen am Wasserturm musikalisch begleiten und den Besucher*innen wird die ein oder andere wandernde Überraschung versprochen.

Grüne in Berlin erfolgreich

Unsere Delegierten und interessierten Mitglieder aus Dinslaken und dem Kreis Wesel haben ein spannendes und erfolgreiches Wochenende in der Hauptstadt verbracht. Auf der Bundesdelegiertenkonferenz, welche einmal im Jahr stattfindet, wurde das Wahlprogramm für die Bundestagswahl verabschiedet. Dabei wurden auch einige Anträge und Änderungsanträge von unseren Mitgliedern vom Niederrhein übernommen.

Besonders freuen konnten sich die Grünen unserer Stadt dabei über die Abstimmung zu „V-01“ am ersten der drei Tage. Der Antrag im Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ unter dem Titel „Grüne Inhalte international kommunizieren!“, welcher von Niklas Graf eingereicht und vorgestellt wurde, wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen. Durch diesen Antrag werden in Zukunft die zentralen auf unseren Bundesdelegiertenkonferenzen abgestimmten Leitanträge ins Englische übersetzt, diese unseren Parteifreund*innen unter dem Dach der European Greens zur Verfügung gestellt, ein englisches Parallel-Angebot für unseren Online-Auftritt erarbeitet sowie die grüne Bundestagsfraktion aufgefordert sich der Partei anzuschließen.

Nach vielen Diskussionen, Debatten und Abstimmungen wurden klare rote Haltelinien ins Wahlprogramm geschrieben. Unumgänglich für uns ist die Einführung der Ehe für alle, das Abschalten der 20 dreckigsten Kohlekraftwerke in der kommenden Legislaturperiode, sowie die Einleitung des Endes vom Verbrennungsmotor. Damit unterstreichen wir unsere Aussage, dass der Umweltschutz wichtiger denn je ist und setzen uns neben der Agrarwende, auch weiter konsequent für die Energie- und Verkehrswende ein. Weitere zentrale Punkte sind für uns auf Bundesebene, dass wir mehr soziale Gerechtigkeit brauchen, wir neue Ideen für Integration einbringen, sowie die Demokratie entschlossen verteidigen wollen.

Eine Übersicht zu unseren Themen aus unserem mehr als 100-seitigen Wahlprogramm und dem 10-Punkte-Programm findet ihr hier: http://www.gruene.de/themen/themen-von-a-bis-z.html.

Demoaufruf gegen AKW Tihange, 25.06.

Greenpeace Niederrhein organisiert einen Bus zur Menschenkette gegen Atomkraft. Am 25. Juni soll eine 90 km lange symbolische Kette von Tihange nach Aachen gebildet werden, um die sofortige Abschaltung der Kraftwerksblöcke Tihange 2 und Doel 3 zu fordern. Die maroden Kraftwerke mussten im Zuge von Störfällen immer wieder abgeschaltet werden. Kommt es zu einer Reaktorkatastrophe, kann sich die Strahlung auch schnell bis zum Niederrhein ausbreiten. Denn von Wesel aus sind die beiden Kraftwerke nur etwa 160 bzw. 180 Kilometer entfernt.

Der Bus startet um 10 Uhr in Wesel am Bahnhof und um 10.30 Uhr in Duisburg am Bahnhof.

Es ist höchste Zeit, wieder für ein urgrünes Anliegen auf die Straße zu gehen. Die alten, hochgefährlichen Atomreaktoren in Belgien müssen schnellstens vom Netz genommen werden. Der Ortsverband Dinslaken beiteiligt sich daher an der Aktion der Grünen aus Wesel, welche bereits Plätze für Mitglieder, Freundinnen und Freunde der Grünen im Greenpeacebus von Greenpeace Niederrhein reserviert haben. Meldet euch, wenn ihr an der Demo teilnehmen wollt.

Zur Abgrabung in Hünxe

Die grüne Kreistagsfraktion stellt eine interessante Anfrage zur geplanten Umgestaltung der Abgrabung Mühlenberg in Hünxe und bittet um die Beantwortung der folgenden Fragen:

Die Abgrabung Mühlenberg ist einschließlich Wiederverfüllung mit inertem Material genehmigt worden. Nun steht in Rede, dass auf dem wiederverfüllten Areal eine Aufschüttung erfolgen soll.

• In welcher Größenordnung soll die Aufschüttung erfolgen?
• Welche Materialien wären für die Aufschüttung zulässig?
• Welche Sicherungsmaßnahmen gegen möglichen Austrag von Schadstoffen wären zu treffen?
• Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um eine Aufschüttung zu geneh-migen?
• Liegt für die Aufschüttung ein Antrag vor?
• Wer wäre hierfür die Genehmigungsbehörde?

Wir sind gespannt auf die Antworten der Kreisverwaltung und hoffen, dass sich die bisherigen Bedenken als unbegründet herausstellen werden.

Klimabündnis diskutiert STEAG-Zukunft, 29.05.

Das Klimabündnis Niederrhein lädt zu einer spannenden Veranstaltung zur Zukunft der Kohleverstromung bei uns vor Ort ein. In der Einladung heißt es:

„Die STEAG wird noch in diesem Jahr 3 Kraftwerksblöcke (1000 MW) stillgelegen. Zwei Blöcke in Voerde wurden bereits abgeschaltet, der Block in Herne soll im Juni folgen. Die Entscheidung der STEAG ist nicht auf klimapolitische Entscheidungen, sondern auf das derzeit niedrige Strompreisniveau zurückzuführen. Weiter macht die STEAG mit einer fossilen Kraftwerksleistung in Deutschland von über 5000 MW. Hinzu kommen die Auslandskraftwerke in der Türkei, Kolumbien und auf den Philippinen. Wir meinen, dass dieses Geschäftsmodell nicht zukunftsfähig ist, da die Gewinne auf Kosten des Klimas und der Gesundheit von Menschen geht.

Wir möchten Euch daher ganz herzlich zu einem informellen Treffen einladen, zu der wir erst einmal alle einladen, die sich im letzten Jahr gegen den STEAG-Vattenfall-Deal gewehrt haben. Bei diesem Treffen wollen wir versuchen die derzeitige STEAG Strategie einzuschätzen. Im zweiten Teil machen wir einige Vorschläge für ein abgestimmtes Vorgehen in den Kommunen der STEAG Eigner.“

Wann: Montag, 29. Mai um 18 Uhr; Wo: DIE LINKE. Dinslaken, Geschäftsstelle, Friedrich-Ebert-Straße 46, 46535 Dinslaken

Stadtradeln geht in Jubiläumsrunde, 20.05.-09.06.

STADTRADELN geht in die 10. Runde. 21 Tage wird wieder gemeinsam für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität geraddelt! Unsere Stadt wird sich vom 20.05 bis 09.06.2016 erneut am deutschlandweiten Wettbewerb (www.stadtradeln.de) beteiligen.

Das Anraldeln wird am 20.05.2017 von 10:00 – 11:00 Uhr am Rathaus im Innenhof stattfinden. Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, wird es neben der bundesweiten Prämierung auch eine lokale Preisverleihung geben.

Unser Bürgermeister zu der erneuten Beteiligung Dinslakens: „Mehr als die Hälfte aller Autofahrten innerhalb des Stadtgebietes sind kürzer als fünf Kilometer und können damit leicht und emissionsfrei mit dem Fahrrad bewältigt werden. Die Förderung des Radverkehrs führt auf lange Sicht zu einer erheblichen CO2- Reduktion und einer Einsparung von Schadstoffemissionen und leistet so einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität. Auch die vielen Platzprobleme in der Stadt, die vom motorisierten Individualverkehr herrühren, werden durch einen höheren Fahrradanteil gemildert.

Das Fahrrad ist für viele Strecken im Nahbereich die intelligente Alternative: gesund, kostengünstig und umweltschonend. Deswegen gebührt ihm ein größerer Stellenwert als bisher – auf unseren Straßen und auch im Bewusstsein vieler Menschen. Die Kampagne Stadtradeln leistet hierzu einen Beitrag, und deshalb war die Teilnahme für die Stadt Dinslaken selbstverständlich.“

Über die STADTRADELN-App (für Android- und iOS-Systeme) können Sie noch bequemer Ihre Kilometer für Ihr Team und Ihre Kommune gutschreiben! Entweder händisch – ein Einloggen über das Internet ist dann nicht mehr notwendig – oder via GPS-Funktion: Die exakte Route wird aufgeführt und die zurückgelegten Kilometer direkt berechnet. Verschiedenste Ergebnisübersichten sind ebenfalls einsehbar und über eine Kommentarfunktion kann mit dem eigenen Team kommuniziert werden, um sich z. B. für gemeinsame Touren zu verabreden oder sich gegenseitig für mehr Radkilometer anzufeuern.

Grüne Berlinfahrt ausgebucht, 19.-22.07.

Der Besuch bei unserer grünen Spitzenpolitikerin Bärbel Höhn im Bundestag ist bereits ausgebucht. Alle Interessenten erhalten oder haben bereits weitergehende Informationen dazu erhalten.

Die letzte Gelegenheit eine Berlinfahrt zu Bärbel Höhn in den Bundestag zu unternehmen findet dieses Jahr zwischen dem 19.07. – 22.07. statt. Die ehemalige Umweltministerin von NRW und aktuelle Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auf Bundesebene wird bei der kommenden Bundestagswahl nicht ein weiteres Mal antreten. Für die erste Schulferienwoche von Mittwoch bis Samstag bieten die Grünen kostenfreie Plätze für die Reise nach Berlin an. Auf dem Programm stehen u.a. der Besuch des Bundestags und verschiedener Museen. Abfahrt ist am Duisburger Hbf am 19.07. um 10:10. Alle Interessierten wurden in der Lokalzeitung eingeladen sich zeitnah zu melden. Der Parteivorstand freut sich über die große Resonanz und versucht das begrenzte Kontingent zu erweitern, um alle Bewerber*innen nach Berlin mitnehmen zu können.

Dinslakener Forderungen zur LTW

Einen weiteren Artikel, welchen wir zur Landtagswahl für unser Wahlmagazin produziert haben stellen wir euch wie versprochen auch noch auf unserer Homepage zur Verfügung.

Mehr Busse, Bahnen und frische Luft… weniger Lärm

Guter öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist Daseinsvorsorge und ermöglicht ein besseres Leben, da Autoverkehre verlagert werden. So kann die Luftqualität insbesondere in Städten erheblich verbessert werden. Ein qualitativ hochwertiger ÖPNV bedeutet nicht nur Klimaschutz und weniger Verschmutzung, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. In Dinslaken gibt es einen guten Bahnanschluss, aber bei den Busverbindungen sehen wir GRÜNE noch dringenden Handlungsbedarf. Insbesondere in den Abendstunden und an den Wochenenden müssen künftig mehr Busse fahren.

NRW liegt im Herzen Europas und bildet damit auch einen Knotenpunkt für den Güterverkehr. Um Umwelt und Straßen zu entlasten muss der Gütertransport verstärkt auf Schienen erfolgen. Dazu ist es an vielen Stellen notwendig, die Schienennetze zu verbessern und auszubauen. In Dinslaken betrifft dies den Ausbau der Betuwe-Linie. Höchste Priorität hat für uns, dass die Anwohner*innen vom Lärm entlastet werden und ihre Sicherheit entlang der Strecke gewährleistet ist. Wir werden uns auch weiterhin gemeinsam mit den Bürger*innen und den Bürgerinitiativen dafür einsetzen.

Um den ÖPNV zu fördern und attraktiver zu gestalten, haben wir GRÜNE in den letzten Jahren viele Projekte im ganzen Land umgesetzt. Mit dem Sozialticket stellen wir die Mobilität derjenigen sicher, die sich diese sonst nicht leisten könnten und tragen so zu mehr sozialer Gerechtigkeit bei. Auf unseren Druck hin erhält NRW mehr Geld für den ÖPNV, damit das Angebot ohne zusätzliche Belastung der Kommunen verbessert werden kann. Aber auch künftig stehen uns noch viele Herausforderungen bevor, die wir bewältigen möchten.

Wir GRÜNE wollen:

  • Lärmschutz im Bereich von Straßen und Schienenwegen stärken
  • Orte und Quartiere, die mehr als 4.000 Einwohner*innen haben, mit öffentlichem Nahverkehr mindestens im Stundentakt versorgen
  • Schnellbusse zwischen ländlichen Zentren (wo keine Schienenstrecken existieren)
  • 100 Premium-Mobilstationen zur optimalen Verbindung der verschiedenen Verkehrsmittel schaffen
  • ein landesweites Netz mit Radschnellwegen aufbauen
  • im Straßennetz den Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ sowie Bürger*innenbeteiligung in allen Verfahren durchsetzen
  • das NRW-Ticket für alle

Artikel aus unserem Wahlmagazin

Auf Anfrage von interessierten Wähler*innen stellen wir die Artikel aus dem Magazin „Blatt:GRÜN“ auch hier zur Verfügung. Zunächst die Forderungen und Wünsche aus Dinslaken und von unserem Listenkandidaten Niklas Graf zu den Themen Ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Tierhaltung.

„Wir GRÜNE setzen uns für eine ökologische Landwirtschaft und saubere Böden und Gewässer ein. Insektenfreundliche Saatmischungen, sinnvolle Fruchtfolgen, die Pflege von Streuobstbeständen und Blühstreifen sollen Bestandteile einer ökologischeren Landwirtschaft sein. Zusätzlich soll ein Netz von öffentlichen Grünflächen Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere bieten. Dies ist notwendig, um die Artenvielfalt zu erhalten, die durch eine intensive Landwirtschaft drastisch reduziert wurde. Gleichzeitig würde dies den Wohnort Dinslaken deutlich attraktiver machen.

In NRW sind Böden und Gewässer durch eine intensive Tiermast stark belastet. Die Hälfte der Landesfläche wird für den Anbau von Lebens- und Futtermitteln und für die Viehhaltung genutzt. Teile des Niederrheins gehören zu den Gebieten mit einem besonders hohen Anteil an intensiver Nutztierhaltung. Zunehmend setzen die Betriebe auf immer höhere Bestände, um zu geringen Kosten zu produzieren. So reduziert sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit kleinen Tierbeständen auch im Kreis Wesel.

Wir GRÜNE wollen Klasse statt Masse. Die Tierhaltung muss sich an Kriterien des Tier-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes orientieren. Nicht die Tiere dürfen den Haltungsbedingungen angepasst, sondern die Haltungsbedingungen müssen tiergerecht verbessert werden. Der bäuerlichen Landwirtschaft sollen verlässliche Rahmenbedingungen geboten werden. Wir wollen die Stellung der landwirtschaftlichen Erzeuger*innen in der Wertschöpfungskette stärken. Diesen Weg werden wir gemeinsam mit den Verbänden aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz gehen. Unser Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines Nachhaltigkeitskodex für die Landwirtschaft.

Ein besonderes Problem ist die Wasserverunreinigung unter anderem durch die intensive Masttierhaltung. Rund 40 Prozent der Grundwasserkörper in NRW gelten als chemisch im schlechten Zustand. In einigen Teilen des Landes liegt der Nitratwert mit 300 Milligramm pro Liter um das sechsfache höher als der festgelegte Grenzwert.

Wir wollen die Belastungen durch Dünger, Pestizide und Gülle aus der Landwirtschaft verringern, damit sich die Wasserqualität und die Artenvielfalt zu Land und im Wasser erholen können. Im Kreis Wesel haben wir dazu eine Initiative für eine Modellregion für grundwasserschonende Landwirtschaft auf den Weg gebracht, mit der wir zum landesweiten Vorreiter werden wollen.“

Wir GRÜNE wollen:

  • einen Nachhaltigkeitskodex für die Landwirtschaft entwickeln
  • ein Netz von öffentlichen Grünflächen
  • die Haltungsbedingungen an die Tiere anpassen – statt umkehrt
  • Stellung der lokalen landwirtschaftlichen Erzeuger*innen stärken
  • die Belastung unserer Böden und des Grundwassers deutlich reduzieren

Danke für’s Klimaretten!

Die Dinslakener Grünen sagen allen Bahn- und Radfahrer*innen ein ausdrückliches Danke für ihren täglichen Beitrag zum Klimaschutz. Deswegen haben wir als kleine Geste Sattelschoner an den Stellflächen am Bahnhofsvorplatz in Dinslaken verteilt. Für alle Interessierten gab es ein gemeinsam mit den Oberhausener Grünen produziertes Magazin zur Landtagswahl auf die Gepäckträger dazu. In NRW fordern wir für einen attraktiveren ÖPNV ein einheitliches Ticket mit dem man für 2 Euro am Tag durch unser ganzes Bundesland fahren kann.

Im Kontext der Neugestaltung des Bahnvorplatzes setzen wir uns für eine moderne Mobilitätsstation ein. Dazu gehören unserer Meinung nach mehr Stellplätze für Fahrräder, Ladestationen für E-Bikes und E-Autos, Mehretagen-Parken für Pendler*innen und eine bessere Taktung für Busse und Straßenbahn.