Volles Haus im Ulcus mit Terry

Die Grünen luden am 08.05. zum Kneipenquiz ins Ulcus 3.0. Die teilnehmenden Teams quizzten sich durch über 50 Fragen rund um Europa. Das Gewinnerteam, welches erst durch eine Stichrunde und einem Schätzduell gewonnen wurde, durfte sich über Pralinen aus Brüssel freuen, die Terry Reintke nach Dinslaken brachte.

„Durch dieses Quiz möchte ich das oft fern empfundene Europa spielerisch näherbringen. Es freut mich, dass auch heute wieder so viele Menschen gekommen sind.“, erläutert die Europaabgeordnete den Hintergrund des Kneipenquizes. Das Fachwerkhaus sei eine hervorragende Kulisse für den Themenabend gewesen. Für Reintke, die sich selbst als Pottkind und Kreuzworträtselliebhaberin bezeichnet, war dies weder ihr erster, noch ihr letzter Besuch in Dinslaken. „Ich komme gerne wieder!“, sagte sie zum Abschluss der Veranstaltung und kündigte einen Besuch für das Europawahljahr 2019 an.

Nottenkämper: Weiter viel im Unklaren!

Die neuesten Presseberichte aus dem Prozess im Umweltskandal Nottenkämper machen deutlich: Es war und ist gut, dass die GRÜNE Fraktion im Kreistag Wesel hier weiter nachbohrt. Denn offensichtlich ist die Sachlage nicht so einfach, wie bislang von der Kreisverwaltung dargestellt. Der angeklagte Prokurist belastet nun die Geschäftsführung der Firma Nottenkämper. Auch an früheren Prozesstagen ist deutlich geworden, dass die Überprüfung durch Bezirksregierung und Kreisverwaltung unter Umständen doch lückenhaft war.

Dazu erklärt Ulrike Trick, stellvertretende Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion:
„Besonders ärgerlich ist, dass das Gericht der einzige Ort ist, an dem überhaupt so etwas wie Aufklärungsarbeit geleistet wird. Die Kreisverwaltung mauert und blockt weiterhin. Gerade jetzt, wo die These, dass ein einzelner Krimineller für den Schaden verantwortlich ist, ins wanken gerät, ist das umso unverständlicher. Wir fordern eine konsequente Aufklärung des gesamten Vorfalls. Dies muss gründlich untersucht und diskutiert werden, im Gericht, aber auf jeden Fall auch in den gewählten, politischen Gremien! Dafür muss der Landrat endlich die Unterlagen freigeben, ganz konkret die Gutachten und Analyseergebnisse. Als gewählte Vertreter*innen ist es unsere Aufgabe die Verwaltung zu kontrollieren, nicht aber bei ihr um Informationen zu betteln. Auch die Öffentlichkeit hat endlich ein Recht darauf zu erfahren, wie die Verwaltung in den Vorgang involviert ist. Das Wegducken muss jetzt ein Ende haben, Herr Dr. Müller!“

Skandal um CDU-Umweltministerin weitet sich aus

Warum hat Ministerin Schulze Föcking die Stabsstelle Umweltkriminalität abgeschafft? Die aktuelle Berichterstattung des WDR wirft dazu neue Fragen auf. Steht das Aus in Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den Vorgängen auf dem Hof Schulze Föcking? Hat sie das Parlament wissentlich getäuscht? Sie schaffte die – bundesweit einzigartige – Stabsstelle Umweltkriminalität ab. Die Ministerin sagte unter anderem wortwörtlich: „Die weit überwiegende Tätigkeit der Stabsstelle bezog sich auf – ich habe mir das noch einmal herausgeholt – die Artenschutzkriminalität.“ Nach Recherchen des WDR stimmt dies so nicht. So seien nur rund zehn Prozent der Akten mit Unterlagen zu diesem Thema gefüllt, andere Themen waren etwa die Umweltskandale bei Envio und Shell. Daher hat die grüne Landtagsfraktion um eine der ersten Amtshandlungen von Christina Schulze Föcking als Ministerin besser nachvollziehen zu können eine Aktuelle Stunde für April beantragt.

Am Mittwochnachmittag vom 18.04. sagte die Ministerin laut WDR, dass sie aus einem Bericht des LANUV zitiert habe. In einem Tweet des WDR hieß es, sie habe eingeräumt, dass sie den Landtag falsch informiert habe. Das sei aber nicht absichtlich geschehen. Sie selbst sei nicht mit den richtigen Informationen versorgt worden. Am Donnerstag erklärte ein Sprecher des Ministeriums laut Funke Mediengruppe „die Ministerin habe vor Journalisten nur die nachträgliche Prüfung ihrer Einlassungen im Landtag angekündigt“. Besonders delikat wird die Schließung der Stabsstelle aber, weil eine der letzten Akten, die dort angelegt wurde, laut dem WDR den Titel trägt: „Schweinehaltung Betrieb Schulze Föcking – Stern TV am 12.07.2017“. 

Die geforderte Aufklärung für die Plenarsitzung am 26.04. blieb die Ministerin allerdings schuldig, da sie weder alle Fakten auf den Tisch legte noch Widersprüche ausräumen konnte. Am 9. Mai kommt der Umweltausschuss des Landtags nun zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Mit einer Berichtsanfrage bittet die grüne Landtagsfraktion zu diesem Termin um die Beantwortung der offen gebliebenen Fragen zur Abschaffung der Stabsstelle Umweltkriminalität. Dazu erklärt Norwich Rüße, Sprecher für Landwirtschaft, Natur- und Tierschutz:

„Trotz wiederholter Nachfragen hat Ministerin Schulze Föcking den Landtag auch in der vergangenen Woche nicht ausreichend über die Umstände der Abschaffung der Stabsstelle Umweltkriminalität informiert. Insbesondere die Fragen, wer die Abschaffung innerhalb des Ministeriums in Auftrag gegeben hat und in welchem Zusammenhang diese mit den Ermittlungen gegen den eigenen Familienbetrieb steht, sind nach wie vor unbeantwortet. Darüber hinaus hat sich die Ministerin erneut in Widersprüche verstrickt, die es aufzuklären gilt.

Selbstverständlich kann die Ministerin als Leiterin ihrer Behörde interne Umorganisationen veranlassen. Doch es ist äußerst fragwürdig, warum und wie dies im Fall der Stabsstelle Umweltkriminalität geschehen ist und in welcher Art und Weise die Ministerin das Parlament und die Öffentlichkeit darüber informiert. Daher beantragen wir, die Debatte am 9. Mai im Umweltausschuss fortzuführen – einmal mehr in der Hoffnung, dort die ausstehenden Antworten zu erhalten.“

Aktuelle_Stunde CSF April 2018 (Größe: 6.4 K, Dateityp: pdf)

Kreis-JHV dieses Jahr in Wesel, 11.05.

Die Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Wesel findet dieses Jahr am Freitag, 11.05.2018, ab 18:30 Uhr im Kolpinghaus Wesel, Am Nordglacis 43, 46483 Wesel, statt.

Der Kreisvorstand, welchem aus Dinslaken aktuell mit Patrick Voss, Niklas Graf und Petra Schmidt-Niersmann gleich drei Mitglieder angehören, schlägt folgende Tagesordnung vor:

1. Formalien
2. Berichte
  a) Bericht des Vorstandes
  b) Bericht von der LDK und dem LPR
  c) Bericht der Kreistagsfraktion 
  d) Berichte aus den Ortsverbänden
  e) Berichte der Grünen Jugend
3. Bericht der Rechnungsprüfer*innen
4. Entlastung des Vorstands für das Jahr 2017
5. Wahlen von Delegierten zur Landesdelegiertenkonferenz
6. Vorbesprechungen
  a) LDK am 15./16. Juni in Troisdorf
7. Verschiedenes

Mit Terry durch Europa quizzen, 08.05.

Es ist soweit – im Ulcus wird wieder gequizzt!

Oder besser gesagt, es wird „getwizzt“. Denn dieses Mal findet das Quiz nicht unter Leitung des Ulcus’ statt, sondern wird von der Europaabgeordneten Terry Reintke geleitet. Terry hat ihre Wurzeln im Ruhrgebiet, sitzt für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Europaparlament und kämpft dort für ein fortschrittliches und gerechtes Europa.

Am 08.05. (19:00 Uhr) kommt sie nach Dinslaken um mit uns ein – wie sollte es anders sein – Quiz rund um Europa zu spielen. Europa ist schließlich präsenter denn je! Es wird also Zeit, Wissen zu testen und beim Twiz das ein oder andere aufzufrischen! Aber keine Sorge, den Vertrag von Lissabon müsst Ihr nicht auswendig können 😉

Das Gewinner-Team wird natürlich nicht mit leeren Händen nach Hause gehen und auch alle anderen haben im Anschluss die Chance, Terry kennenzulernen, ihr Fragen zu stellen oder mit ihr zu diskutieren.

Die Teams: 

·         2-6 Personen groß

·         Keine Startgebühr

·         Anmeldung bei Facebook (Messenger) oder per Mail

Zuschauer*innen sind natürlich herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Euch! Anmeldung zum Twiz per Mail oder über Facebook

Maikundgebung 2018, 01.05.

Wie jedes Jahr zum 1. Mai lädt der DGB-Ortsverband Dinslaken-Voerde-Hünxe zum Demonstrationszug vom Bahnhof Dinslaken zur Kundgebung im Burgtheater Dinslaken ein. Los geht es am Dienstag, 01.05., traditionell um 10.30 Uhr. Beginn der Reden ist um 11.00 Uhr.

Die Begrüßung wird von Alexander Lazarevic, DGB, gehalten und von einem Grußwort von Bürgermeister Dr. Michael Heidinger begleitet. Die MAI-REDE 2018 hält Antonia Kühn, stellvertretende Regionalleiterin IG BAU im Rheinland. Sie ist damit Nachfolgerin von Jürgen Trittin, welcher letztes Jahr die Hauptrede übernahm und anschließend mit uns längere Zeit über die aktuelle politische Lage diskutierte.

Jahreshauptversammlung 2018, 17.04.

Liebe Freund*innen und Interessierte,

hiermit laden wir Euch zur Jahreshauptversammlung am Dienstag, den 17.04. um 19:00 Uhr in unserer Ortsgeschäftsstelle ein. Neben Vorstandswahlen stehen u.a. auch Wahlen der Kreisdelegierten und der Rechnungsprüfer*innen an. Der Vorstand schlägt folgende Tagesordnung vor:

TOP 1: Regularien
TOP 2: Rechenschaftsbericht des Vorstands
– Bericht des Vorstands
– Bericht des Schatzmeisters zur Finanzlage
– Bericht der Rechnungsprüfung
TOP 3: Entlastung des Vorstands
TOP 4: Vorstandswahlen
TOP 5: Wahl von Rechnungsprüfer*innen
TOP 6: Wahl der KDV-Delegierten
TOP 7: Finanzen
– Beschluss des Haushalts
TOP 8: Aktueller Stand Bahnhofsvorplatz
TOP 9: Bericht der Fraktion
TOP 10: Verschiedenes

Wir freuen uns auf Euch!
Viele Grüße
Martin, Laura, Niklas, Jonas und Patrick

Schlagworte:

Holemans-Gutachten kann Bedenken nicht entkräften

Am 13.03.2018 legte die Firma Holemans ein neues Gutachten zu den geohydrologischen Folgen der geplanten Abgrabung Histenbruch vor. Bei dieser weiteren Auskiesung sollen zusätzlich fast 100ha Niederrheinlandschaft abgebaggert werden. Dabei geht nicht nur eine einmalige Kultur-Landschaft unwiederbringlich verloren, es drohen auch Gefahren für die schon hochwassergeplagte Region.

Dazu erklärt Gabriele Obschernicat, sachkundige Bürgerin der grünen Kreistagsfraktion:
„Das neue Gutachten kann unsere Bedenken nicht entkräften. Im Gegenteil: Es lässt die unbequemen Fragen aus und ignoriert die berechtigten Zweifel. Dadurch drängt sich der Verdacht auf, dass die Verantwortung für die Situation auf den Isselverband oder andere Verbände abgeschoben werden soll. Die Bedenken für die Hochwasserregion Hamminkeln sind mit diesem Gutachten auf jeden Fall nicht ausgeräumt. Denn insbesondere die Grundwasserwerte nach dem Katastrophenjahr 2016 sind nicht berücksichtigt worden.

Zwar stellen wir nicht infrage, dass zusätzliche Baggerseen bei Starkregenereignissen eine kurzfristige Entlastung bieten, aber es ist auch klar: Dadurch werden mittel- und langfristig die Grundwasserpegel und damit auch die Hochwassergefahr für die Region steigen. Wir fordern, dass ein unabhängiger, neuer Gutachter, ein ganzheitliches dreidimensionales Grundwasserfließmodell mit einem Niederschlagsabflussmodell erstellt und dabei die Werte von 2016 explizit mit einbezieht!“

Frühlingsfest und Höhn-Abschied, 14.04.

Liebe Freund*innen,

Es liegt ein hartes Wahlkampfjahr hinter und ein spannendes politisches Jahr vor uns. Wir wollen ins Gespräch kommen, untereinander, mit euch und dabei gleichzeitig ein schönes Fest für den Frühling feiern.

Daher lädt der grüne Kreisvorstand recht herzlich zum Frühlingsfest am 14. April, 12 Uhr im Scala (Wilhelmstr. 8) in Wesel ein.

Wir nutzen dieses Frühlingsfest, um uns offiziell bei Bärbel Höhn für ihre langjährige Tätigkeit als Bundestagsabgeordnete und damit auch als wichtige Ansprechpartnerin in Berlin zu bedanken und sie offiziell zu verabschieden.

Für Getränke und einen leckeres Buffet ist gesorgt.

Grüne Fraktion beantragt die Aufschiebung einer geplanten Dienstreise der Ratsmitglieder

die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt, die Verwaltung möge die Aufschiebung der vom 15. bis 16. April geplanten Dienstreise zum Zwecke der Information zur Errichtung und Nutzung eines automatisierten Fahrradhauses in der Stadt Offenburg beschließen.

Begründung:

In der Ratssitzung vom 20.03.2018 wurde das Bürger*innenbegehren zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes (Vorlage Nummer 1512) mehrheitlich abgelehnt.

Somit findet ein Bürger*innenentscheid statt, welcher bereits für den 10. Juni 2018 terminiert ist. Das Ergebnis dieses Entscheids ist noch völlig unklar.

Die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt daher, die zur weiteren Information über die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes geplante Dienstreise bis zu einem Zeitpunkt nach dem geplanten Bürger*innenentscheid zu verschieben.

Bahnhofsvorplatz sicherer und attraktiver gestalten

Unsere Pressemitteilung zum Bahnhofsvorplatz:

Die Grünen begrüßen, dass durch das Bürgerbegehren zum Bahnhofsvorplatz die Debatte um die Neugestaltung in der Stadtgesellschaft angekommen ist. Sie distanzieren sich jedoch vom Inhalt des Begehrens. Das beschloss vor kurzem eine Mitgliederversammlung.

Unterschiedliche Verkehrsarten zusammen denken

„Wir sind dankbar dafür, dass nun in einer breiten öffentlichen Debatte um die Ausgestaltung des Platzes gerungen wird. Wir möchten die Verkehrsführung jedoch grundlegend verändern.“, erklärt der Sprecher der Dinslakener Grünen, Patrick Voss, „Momentan werden die verschiedenen Verkehrsteilnehmer gegeneinander ausgespielt. Fahrradfahrer und Fußgänger sind gefährdet. Besonders am Bahnhof müssen jedoch die verschiedenen Verkehrsarten zusammen gedacht werden. Das lässt die bisherige Verkehrsführung nicht zu.“

Fahrradabstellplätze mindestens verdoppeln

Die Grünen stellen sich zwar hinter den Grundgedanken des aktuellen Planungsentwurfs der Verwaltung, sehen aber noch Verbesserungspotential. So sollen die bisherigen Fahrradabstellkapazitäten auf mindestens 720 Plätze verdoppelt werden, um dem Bedarf auch in Zukunft nachzukommen. Voss dazu: „Die bisherigen Plätze reichen bei weitem nicht aus. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage bereits heute höher ist, als von der Verwaltung prognostiziert. Wenn Dinslaken fahrradfreundlicher wird, dürfte diese weiter steigen.“

Grünflächen statt Stein und Beton

Auch fordern die Grünen in der Planung mehr Grünflächen vorzusehen und Flächenversiegelungen zu vermeiden.Dies diene der Aufenthaltsqualität und dem städtischen Mikroklima. Auch Ladestationen für E-Bikes und Elektrofahrzeuge sollen errichtet werden. Außerdem regen die Grünen an, dass in Zukunft zur Entlastung der Wilhelm-Lantermann-Straße der Bahnhof durch einen Durchstich von zwei Seiten erreichbar sein soll.

„Wir freuen uns nun auf eine breite Debatte und erwarten von der Verwaltung, die angekündigten Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger ansprechend zu gestalten.“

Anfrage zu Baumersatzpflanzungen auf den ausgewiesenen Ausgleichsflächen im Stadtgebiet Dinslaken

Sehr geehrter Herr Dr. Heidinger,
die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN möchte Antworten auf folgende Fragen:
• Gibt es eine zentrale Auflistung der auf städtischer Fläche ausgewiesenen Ausgleichsflächen für Baumersatzpflanzungen?
• Sind die ausgewiesenen Ausgleichsflächen den entsprechenden Baumaßnahmen zuzuordnen bzw. ist erkennbar welcher Ausgleich für welche Baumaßnahme hier erfolgte?
• Gibt es ausgewiesene Ausgleichsflächen auch im Stadtinnern (keine Randlage)?
Darüber hinaus möchte die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN wissen, ob durch Wahl und Pflege der ausgewiesenen Ausgleichsflächen die wichtigen Funktionen der Bäume als „Sauerstoff-Spender und Schadstoff- und Lärm-Reduzierer“ im Stadtgebiet Dinslakens – auch im Stadtkern – nachhaltig erhalten bleiben bzw. weiter verbessert werden. Konkret möchten wir dabei wissen:
• wie dies „gemessen“ wird und welche Kriterien dem zugrunde liegen.

Begründung:
Gerade in der Innenstadt ist es zur Luftreinhaltung wichtig ausreichend „Sauerstoffoasen“ vorzuhalten. Oft müssen gerade jedoch innerstädtisch im Zuge von Baumaßnahmen Ausgleichsflächen geschaffen werden, weil alter Baumbestand weichen muss und dieser nicht bzw. nicht in qualitativ adäquater Form neu errichtet werden kann.

Antrag der Fraktion auf konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Senkung der Luftschadstoffbelastung

Um die Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 27.02.2018 auf die Stadt Dinslaken zu ziehen, brachte die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN folgenden Antrag in die Ratssitzung am 20.03.2018 ein:

Sehr geehrter Herr Dr. Heidinger,
die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt, die Verwaltung möge umgehend ein Umsetzungskonzept erstellen und Fachausschüssen/Rat vorlegen, mit welchen konkreten Maßnahmen zur nachhaltigen Senkung der Luftschadstoffbelastung in der Stadt, sie im Einzelnen auf das Urteil vom 27.02.2018 reagieren will.

Begründung:
Das Bundesverwaltungsgericht hält Diesel-Fahrverbote in Städten nach geltendem Recht für grundsätzlich zulässig. Es wies mit seinem Urteil vom 27.02.2018 die Revision der Länder Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gegen die von örtlichen Verwaltungsgerichten geforderten Fahrverbote zurück. Deren Urteile seien nicht zu beanstanden, erklärte das Bundesverwaltungsgericht. Fahrverbote könnten verhältnismäßig ausgestaltet und umgesetzt werden. Die Städte müssten aber ihre Luftreinhaltepläne auf Verhältnismäßigkeit prüfen.
Die Verwaltungsgerichte in Düsseldorf und Stuttgart hatten entschieden, dass Luftreinhaltepläne verschärft werden müssten – dabei seien auch Fahrverbote in Betracht zu ziehen. Die Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg argumentierten dagegen, es brauche eine neue bundesweite Rechtsgrundlage. Diese Auffassung wies das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig nun höchstrichterlich zurück.
Nach Schaffung der Rechtssicherheit sollten konkrete Maßnahmen zur Luftverbesserung in der Stadt Dinslaken kurzfristig in Umsetzung gehen.

Drohende Fahrverbote in Dinslaken sind hausgemacht

Unsere Pressemitteilung zu den nun auch in Dinslaken drohenden Fahrverboten:

Drohende Fahrverbote sind hausgemacht – ÖPNV und Radverkehr in Dinslaken müssen gestärkt werden
 
Das Bundesverwaltungsgericht hat Fahrverbote für rechtlich zulässig und verhältnismäßig erklärt. Auch in Dinslaken könnten nun Fahrverbote angeordnet werden, sollte die gesundheitsgefährdende Stickoxidbelastung nicht zurückgehen. Besonders von Stickoxiden belastet ist die Hünxer Straße, die Wilhelm-Lantermann-Straße und die Hans-Böckler-Straße. An der Hünxer Straße werden seit Jahren die europäischen Grenzwerte überschritten.
 
„Das Urteil sollte nun wirklich jeden wachgerüttelt haben. Seit Jahren wird in Dinslaken bei dem Thema geschwiegen, das Problem lässt sich so aber nicht lösen. Wir brauchen endlich eine konsequente Radverkehrsförderung und einen ÖPNV, der keine absolute Katastrophe ist. Alternativen zum Auto müssen attraktiver werden. Momentan haben wir zu viele Autos in der Stadt. Das rächt sich nun.“, erklärt Patrick Voss, Sprecher der Dinslakener Grünen.
 
Voss weiter: „Es kann nicht sein, dass in dicht besiedelten Wohngebieten nur ein Mal die Stunde von 6-22 Uhr ein Bus kommt, in einigen Stadtteilen Sonntags gar keiner. Da braucht man sich nicht wundern, dass das Angebot nicht angenommen wird und das Auto für den Weg in die Stadt die erste Wahl ist. Wenn sich daran nichts ändert, wird man sich bald Gedanken machen müssen, wie ein Fahrverbot umgesetzt werden könnte. Wir wollen, dass es nicht so weit kommt.“
 
Auch müssten die Fahrzeughersteller Autos, deren Emissionsausstoß nicht den Grenzwerten entspricht, auf eigene Kosten nachrüsten. Elektromobilität solle durch weitere Ladesäulen gefördert werden. Alle Maßnahmen zusammen könnten die Luft sauberer machen, so die Grünen.
 

Wir begrüßen die Radschnellwegpläne für Dinslaken!

Unsere Pressemitteilung zu den Plänen des RVR in Zukunft zwei Radschnellwege durch Dinslaken verlaufen zu lassen:
 
Ginge es nach den Planern des Regionalverbands Ruhr, würde das Radschnellwegnetz des Ruhrgebiets in den nächsten Jahren auf eine Streckenlänge von 360km anwachsen. Das regionale Radverkehrsnetz soll eine Gesamtlänge von 1900km umfassen. Das geht aus einer Pressemitteilung des RVR vom 21.02. hervor. Das Gesamtkonzept soll am 28.02. präsentiert werden.
 
Dinslaken soll nach den Planungsentwürfen durch zwei Radschnellwege mit den Nachbarkommunen verbunden werden. Einer führt aus Richtung Oberhausen über Hiesfeld und die Innenstadt weiter nach Voerde und Wesel. Der Zweite verläuft von der Innenstadt weiter in Richtung Duisburg.
 
Patrick Voss, Sprecher der Dinslakener Grünen, begrüßt die Pläne des RVR: „Radschnellwege sind ein wichtiger Teil erfolgreicher Radverkehrsförderung. Sie machen Radfahren schneller, sicherer und komfortabler. Radschnellwege sind im Vergleich zu herkömmlichen Straßen oder gar Autobahnen äußerst günstig im Erhalt und Bau, leisten aber einen unschätzbar wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Neuausrichtung der Verkehrsinfrastruktur.“
 
Der aktuell sich im Bau befindliche Radschnellweg Ruhr von Duisburg bis Hamm (RS1) hat international für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Tausende Autofahrten sollen durch ihn vom Auto auf das Rad verlagert werden. Bereits jetzt seien erste Erfolge sichtbar.
„Durch Radschnellwege werden die Straßen entlastet. Davon profitieren Anwohner, Autofahrer, Umwelt und die kommunalen Haushalte.“, so Voss, „Wir würden uns freuen, wenn die Erfolgsgeschichte Radschnellweg Ruhr auch in Dinslaken fortgeschrieben werden würde.“ Die Grünen fordern die Stadt auf, den RVR bei der Realisierung von Radschnellwegen in Dinslaken zu unterstützen.
 
Hintergrundinfo:
Ein Radschnellweg ist ein mindestens 4m breiter Radweg mit abgetrennten, mindestens 2,5m breitem Fußgängerweg. Er ermöglicht vom Autoverkehr nahezu isoliertes Fahrradfahren auf einer meist eigenen Trasse.
 
Momentan entsteht mit dem RS1 zwischen Duisburg und Hamm der längste Radschnellweg der Welt mit einer Länge von über 100km. Erste Teilstücke zwischen Essen und Mülheim sind bereits fertiggestellt. Das Land NRW prognostiziert, dass durch ihn bis zu 50.000 Autos pro Tag von der Straße geholt werden.