Landesgleichstellungsgesetz gelungen

Der nordrhein-westfälische Landtag hat das Gesetz zur Neuregelung des Gleichstellungsrechts beschlossen. Die Dinslakener Grünen schließen sich dazu einer Stellungnahme des grünen Kreisverbands in Oberhausener an und begrüßen diesen rechtlichen Fortschritt. „Der Anteil der weiblichen Beschäftigten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Aber es gilt nach wie vor: Je höher die Position, desto geringer der Frauenanteil“, bemerkt Eva Kauenhowen über die strukturelle Benachteiligung der neun Millionen Mädchen und Frauen in NRW.
Die Sprecherin der Landesarbeitsgruppe Frauen sowie Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Oberhausen stellt nun fest: „Frauen erhalten mit dem neuen Landesgleichstellungsgesetz endlich dieselben Chancen auf beruflichen Aufstieg wie Männer.“ Die Leistung der Reform besteht im verfassungsrechtlich gebotenen Ausgleich zwischen Bestenauslese und der Gleichstellung der Geschlechter. Durch die neue Quotenregel sehen wir Grüne das „Die Hälfte der Macht für Frauen-Ziel“ ein Stück näher.

Zudem wird durch die Reform die Rolle der Gleichstellungsbeauftragten gestärkt, denen die Verwirklichung der Gleichstellung in den Kommunen zufällt. Zukünftig erhalten diese ein umfangreiches Informationsrecht. Maßnahmen, bei denen die Gleichstellungsbeauftragte nicht ordnungsgemäß beteiligt wurden, sind gesetzeswidrig. Außerdem erhalten sie ein Klagerecht und können bei strittigen Fragen auch externen Sachverstand einholen.

Die Türkei nach dem Putschversuch: Veranstaltung am 30.11.

Wir laden Euch zu unserer Veranstaltung mit Felix Banaszak „Die Türkei nach dem Putschversuch – zwischen demokratischem Aufbruch und Autoritarismus“ am 30.11. um 19:15 in unserer Geschäftsstelle (Duisburger Straße 50, 46535 Dinslaken) herzlichst ein!

Massive Einschränkungen von Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit, Verhaftungen von Oppositionellen und Journalist*innen, ein Bürgerkrieg in den kurdischen Gebieten und eine zumindest zweifelhafte Verbindung zum islamistischen Terrorismus: Die bereits seit einigen Jahren sichtbare Entwicklung der Türkei hin zu autoritärer Herrschaft hat in den letzten Monaten und vor allem nach dem gescheiterten Putschversuch eine Dramatik und Geschwindigkeit entwickelt, die sprachlos macht – allen voran die Bundesregierung und die Europäische Union, die angesichts des Flüchtlingsabkommens nicht müde wird, die Rolle des „strategischen Partners“ zu betonen. Der Vortrag soll die Entwicklungen der letzten Monate beleuchten und analysieren. Darauf aufbauend können mögliche Reform- und auch Interventionsperspektiven diskutiert werden. Dabei soll auch die Rolle Europas sowie die Frage besprochen werden, wie sich der vermeintlich „innertürkische“ Konflikt auf die von Einwanderung geprägte Gesellschaft der Bundesrepublik auswirkt und welche Rolle progressive Kräfte darin spielen könnten.

Referent: Felix Banaszak, 27, Vorstandssprecher der Grünen in Duisburg, hat Sozial- und Kulturanthropologie und Politikwissenschaft studiert und leitet seit 2014 das NRW-Europabüro von Terry Reintke und Sven Giegold in Düsseldorf. Er hat 2014 als Bundessprecher einen Jugend-Austausch nach Istanbul mitorganisiert und ist seit 2011 regelmäßig in der Türkei. Zuletzt war er in diesem Juli zur Instanbul Pride vor Ort.

Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung wird gebeten.

Erfolgreiche grüne Kandidatenkür

Auf unserer gemeinsamen Mitgliederversammlung mit den Oberhausener Grünen haben die Parteimitglieder die Direktkandidaten der Partei für die Bundes- und Landtagswahl in 2017 gewählt. Grüne Kreis Wesel und die Grüne Jugend Kreis Wesel dürfen sich seitdem über einen weiteren Kandidaten aus ihren Reihen freuen. Unser Sprecher Patrick Voss tritt nun im Wahlkreis Oberhausen – Wesel III (Wahlkreis 117) bei der Bundestagswahl im ehemaligen Wahlkreis von Bärbel Höhn für die Grünen an. Damit gesellt er sich zu Niklas Graf, welcher auf der zurückliegenden LDK von den Landesgrünen in Oberhausen auf Listenplatz 44 für die Landtagswahl 2017 gewählt wurde.

Der Jungpolitiker Voss, welcher sich schwerpunktmäßig der Mobilitätspolitik widmet, setzte sich mit überwältigender Mehrheit gegen seine Oberhausener Mitbewerberin Regina Wittmann durch. Er kritisierte Bundesverkehrsminister Dobrindt für seine nicht zukunftsfähige Verkehrspolitik. “Ein Verkehrsminister, der es sich auf die Stirn geschrieben hat, Autobahnen auszubauen statt Staus durch Verkehrsverlagerung zu beseitigen und trotz fehlender prognostizierter Gewinne an seiner Maut festhält, ist keine weitere Amtszeit tragbar!”, führt er an und erhält reichlich Zustimmung. Durch seine Kandidatur möchte er auch junge Menschen wieder für Politik begeistern und ihnen zeigen, dass sie trotz ihres Alters die Politik verändern können.

Für die Landtagswahl und den gemeinsamen Wahlbezirk 56 Oberhausen II – Wesel I konnte der Oberhausener Stadtverordnete Norbert Axt die stimmberechtigten Mitglieder hinter sich vereinen. Axt, der seinen Schwerpunkt seit Jahrzehnten in der Umweltpolitik hat, wird sich für die Grünen im Landtagswahlkampf starkmachen. So verwies der 58-jährige Studienrat, welcher Lehrer an einem Gymnasium in Duisburg und seit 1994 für die Grünen in der Kommunalpolitik aktiv ist, in seiner Rede vor den Mitgliedern auf den „unsinnigen Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen“, gegen den er seit Monaten ankämpft. Weiterhin erklärte er unter anderem „Im Oberhausener Norden und  in Dinslaken ist die Verkehrs-und Lärmbelastung sehr hoch. Hier muss es im Landtagswahlkampf darum gehen die Zielsetzung der GRÜNEN zum Ausbau des ÖPNV und zum Lärmschutz darzustellen. Es darf keine weitere Freifläche an den Autoverkehr verloren gehen.“

Grüne im Kreistag fordern Hochwasserschutzkonferenz

Die grüne Kreistagsfraktion hat beantragt auf der nächsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 30.11.2016 einen Tagesordnungspunkt „Starkregenereignisse und Wasserregulierung: Einberufung einer Hochwasserschutzkonferenz – kreisweit und überregional“ aufzunehmen und sich kreisweit endlich grundlegend und zukunftsbewusst mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Im Antrag heißt es: „Aufgrund der Starkregenereignisse im Frühsommer 2016 wurden vor allem Gemeinden im Norden des Kreises Wesel, hier insbesondere Hamminkeln, stark betroffen. Bei der Issel drohten die Dämme zu brechen. Grundwasser drang über viele Wochen in zahlreiche Gebäude und Keller. Zu beobachten war auch, dass das Wasser für mehrere Wochen in Wiesen und Feldern stand und nicht ablief. Wasser stand in den Gräben, diese liefen über. Dieser Zustand besteht z.T. noch bis zum heutigen Tag.

Die Sachschäden an Immobilien, Infrastruktur und landwirtschaftlichen Flächen können bis heute nicht beziffert werden. Dies kann seine Ursache in der geologischen Beschaffenheit vor Ort haben, aber auch durch Auskiesungen, örtliche Senkungen, unzureichende Abflussmöglichkeiten, immer noch hohe Grundwasserstände usw. hervorgerufen sein. Es ist daher dringend geboten, diese zukünftig vermehrt zu erwartenden Wetterereignisse umfassend zu betrachten und in die Schutzkonzepte einfließen zu lassen. Dabei ist eine selektive Betrachtung (auf eine Stadt, Gemeinde oder gar Ortschaft) nicht zielführend, denn Wasser ist ein komplexes System, das insgesamt erfasst werden muss: Wasser hält sich weder an politische Grenzen noch an eine Aufteilung in „unten und oben“, sprich Grund- und Hochwasser.

Wie bereits u.a. in Pressegesprächen der GRÜNEN Kreistagsfraktion der Öffentlichkeit mitgeteilt, halten wir die Einberufung einer Konferenz – kreisweit und überregional –, die das Fachwissen und die Verantwortlichkeiten der Verbände in Land-Kreis-Kommunen, insbesondere in der Bezirksregierung, bündelt, benennt und Bürger*Innen aus den Städten und Gemeinden einbezieht, für unbedingt erforderlich. Hierbei sind die Hochwasserschutzkonzepte der Vergangenheit zu überprüfen, anzupassen und mit der Regulierung des Grundwassers zusammenzubringen.

Vor diesem Hintergrund beantragen wir:
Der Kreis Wesel beruft eine Hochwasserschutzkonferenz ein. Hierzu sind die jeweiligen zu beteiligenden Akteure von Landes- und kommunaler Ebene einzubeziehen. Zusätzlich bitten wir hierbei um Beantwortung der nachstehenden Fragen, sofern dies im Rahmen der Ausschussvor- oder Nachbereitung (über die Niederschrift) geleistet werden kann. Die übrigen Fragen sind dann im Rahmen einer Hochwasserschutzkonferenz zu betrachten und aufzugreifen:

• Welche Gebiete im Kreis Wesel sind in besonderem Maße von Hochwasser durch Starkregenereignisse gefährdet? Welche Wohnbaugebiete wären im erneuten Hochwasserfall besonders betroffen?
• Welche Faktoren sind nach Auffassung der Verwaltung maßgeblich für das Ausmaß der Beeinträchtigungen und Schäden verantwortlich (Geologie, bergbaubedingte Senkungen, hydrogeologische und hydraulische Situation, Auskiesungen etc.)?
• Welches Wassermanagement existiert für die betreffenden Gebiete und wer nimmt es im Detail wahr?
• Können die Entwässerungsgräben/Vorfluter ihre Funktion aktuell wahrnehmen?
• Sind Entwässerungsgräben und ihre Vorfluter in der Vergangenheit aufgegeben worden? Wenn ja, wo und welche?
• Werden Oberflächenwässer sofort in den Rhein gepumpt? Wenn ja, wo geschieht das und durch wen?
• Werden Oberflächenwässer in Baggerseen „geparkt“? Falls ja, wo geschieht das?
• Welche Erkenntnisse liegen zur Interaktion der Kiesseen mit dem Rheinpegelstand und damit in Verbindung, dem Anstieg oder Abfall des Grundwasserstandes im betreffenden Gebiet vor?
• Wer gab ggf. die Anweisung oder Genehmigung, das Oberflächenwasser in die Kiesseen zu leiten und diese quasi als Wasserrückhaltebecken umzufunktionieren?
• An welchen Baggerseen wird/wurde so ebenfalls verfahren? Bitte alle Maßnahmen nennen.
• Wie viele Wochen wurde so verfahren und dauert es noch an?
• Ist man so verfahren, obwohl der Rhein noch aufnahmefähig war?
• Aufgrund welcher hydrogeologischer Fachgutachten wurde so entschieden?
• Wurde im Rahmen der Genehmigung der Kiesabgrabungen ein Grundwassermodell erstellt? Wurde insbesondere die Beeinflussung von
Gebäuden untersucht? Wurden Auswirkungen des Wasserparkens auf das ursprüngliche Entwässerungssystem geprüft? Welche räumliche Abgrenzung besitzt das Grundwassermodell?
• Wenn ja: Wurde das Grundwassermodell für das Aufgeben des Abpumpens neu aufgestellt?
• Kann das „Wasserparken“ ursächlich mit dem hohen Anstieg des Grundwasserstandes zusammenhängen? Wenn nein, auf welche Fachgutachten stützt man sich? Wenn ja, welche Konsequenzen werden daraus gezogen?
• Mit dem Einleiten von Grabenwasser in Kiesseen können landwirtschaftliche Pestizide und Nährstoffe eingetragen werden. Ein Baggersee steht dauerhaft im Austausch mit dem Grundwasserleiter. Wird hier das Verschlechterungsverbot für die Grundwasserkörper nach der EU-WRRL berührt? Wenn nein, mit welcher Begründung? Wenn ja, was ist die Konsequenz?“

Förderverein der Burghofbühne wächst

Die grüne Partei in Dinslaken unterstützt die Aktion des Fördervereins Landestheater Bürghofbühne e.V. „Sei einer von Tausend“.

In den nächsten zwei Jahren soll versucht werden dieses Ziel zu erreichen, um die finanzielle Unterstützung, welche von Seiten des Kreis Wesel nicht mehr gezahlt werden kann und stufenweise ausläuft, anteilig auszugleichen, um den Kulturstandort in Dinslaken zu sichern. Die Vorsitzende des Fördervereins Frau Cornelia Lesemeister hat dazu bereits öffentlich betont: „[…] Die Burghofbühne mit ihren vier bis fünf Premieren im Tribünenhaus an der Trabrennbahn (ist) noch das wirtschaftlichste der vier Landestheater in Nordrhein-Westfalen“.

Das Wandertheater, welches in über 120 Städten und Gemeinden in NRW und bundesweit auftritt und ebenso theaterpädagogische Projekte an Schulen und Kindertageseinrichtungen unterstützt, versucht aktuell über Einsparungen den Betrieb aufrechtzuerhalten. Als kulturelle Institution in unserer Region braucht sie nun aber Unterstützung von Seiten der Gesellschaft und wir hoffen, dass auch über die Stadtgrenzen hinaus sich engagierte Spender*innen finden lassen.

Der Jahresbeitrag für eine Mitgliedschaft soll mindestens 30 Euro betragen und es ist Kulturliebhabern selbstversändlich freigestellt mehr zu überweisen. Neben der Rettung der Burghofbühne genießen die Vereinsmitglieder auch noch andere Vorteile wie zum Beispiel die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen werfen zu dürfen, einen kostenlosen Zugang für die Hauptproben oder zum Beispiel eine Einladung zum Jahresfest mit dem ganzen Ensemble zu erhalten.

Weitere Informationen und den Mitgliedsantrag findet ihr auf der Facebook-Seite des Fördervereins und seiner Homepage.

Divestment im Kreis Wesel, 22.11.

Als Mitglied des Klimabündnis Niederrhein möchten wir ebenso für die Veranstaltung „Divestment Raus aus der Kohle – raus aus RWE“ in Wesel 22.11.2016, 19:30 Uhr im Haus am Dom, Willibrordiplatz 10, 46483 Wesel, welche von  ATTAC-Niederrhein veranstaltet wird, werben.

„Die Klimakrise nimmt immer erschreckendere Ausmaße an, und es sind fossile Industrien, die durch gewaltige Mengen von Kohlendioxid (CO2) den menschengemachten Klimawandel entscheidend befeuern. Diese Industrien, die ihr Geschäft mit dem Bereitstellen und Verbrennen von Kohlenstoffen wie Öl, Erdgas und vor allem Kohle machen, bedrohen unser aller Lebensgrundlagen. Deswegen hat die weltweite Fossil-Free-Bewegung die Strategie eines Kapital-Boykotts entwickelt, sie fordert den Abzug von Kapital, ein Divestment aus den fossilen Industrien.

In Deutschland hat Fossil Free gemeinsam mit Greenpeace die Kampagne „Raus aus der Kohle – raus aus RWE entwickelt“, weil RWE durch die Braunkohle-Verstromung Europas klimaschädigendstes Unternehmen ist. Dazu kommt, dass Städte, Kommunen, Landkreise und Sparkassen, überwiegend in NRW, mit insgesamt 25% der größte Anteilseigner von RWE sind und sie leiden unter den fallenden Kursen der RWE-Aktien. Und das bei der sowieso schon schlechten Haushaltslage der meisten Städte.

Welche Erfolgsaussichten hat die Fossil-Free-Strategie? An wen richtet sie sich? Welche Triebkräfte gibt es für Divestment, welche Widerstände? Welche Erfolge gibt es bereits weltweit und in Deutschland? Welche Resonanz findet die Forderung „Raus aus RWE“ in der Region Rhein-Ruhr, die traditionell besonders stark mit RWE verbunden ist? Und wenn eine Stadt, ein Pensionsfonds, eine Versicherung ihr Kapital aus RWE abzieht, worin sollte reinvestiert werden? Welche Ansatzpunkte für Divestment gibt es im Kreis Wesel?“

Referent: Prof. Rolf Schwermer, Essen; bis 2013 Hochschullehrer in Hannover; 2009 Gründung der Solargenossenschaft Essen eG, seitdem geschäftsführendes Vorstandsmitglied; seit 2013 aktiv bei Fossil Free Essen 

Grüne in Dinslaken und Oberhausen wählen Direktkandidat*innen, 22.11.

Der Ortsverband Dinslaken und der Kreisverband Oberhausen werden am 22.11.2016 ab 19:00 Uhr die gemeinsamen Direktkandidat*innen für die kommenden Landtags- und Bundestagswahlen in 2017 wählen. Die Bewerber*innen werden sich und ihre Ideen für NRW und Deutschland vorstellen und sich dem Votum der versammelten grünen Mitglieder stellen.

Des Weiteren haben wir uns vorgenommen einen gemeinsamen Arbeitskreises für die Wahlen zu besetzen und das gemeinsame Wahlkampfbudget zu verabschieden.

Alle Mitglieder und Interessierte sind für diese spannende Veranstaltung in die Geschäftsstelle „Freiraum“, Paul-Reusch-Str. 26, 46045 Oberhausen eingeladen.

Partei fordert mehr Transparenz im Rat

Livestreams sollen es Allen ermöglichen, Ratssitzungen mitzuverfolgen.

In Essen und Bottrop ist es bereits seit einiger Zeit möglich: Die Ratssitzungen können online mitverfolgt und auch später in einer Mediathek abgerufen werden. Nun sollen, wenn es nach der grünen Partei geht, auch in Dinslaken die Ratssitzungen im Internet live übertragen werden. „Wir möchten, dass es leichter wird die kommunalen Entscheidungsprozesse nachzuvollziehen“, so Grünen-Sprecher Patrick Voss, „Ein direktes und offeneres Internetangebot könnte ein Schritt zu einer lebhafteren Kommunalpolitik sein. Uns geht es um mehr als Transparenz: Uns geht es um Demokratieförderung.“ 

Die Grünen schlagen vor, dass in einer Pilotphase dieses Angebot mit geringerem technischen Aufwand getestet wird und verweisen auf Erfolge in anderen Kommunen NRWs. „Jede Person, die wir durch dieses Angebot erreichen und dadurch animieren können sich zu engagieren, ist ein Gewinn für die Debatte.“ ergänzt Niklas Graf und verweist auf das aktuell vorherrschende Bild- und Tonverbot in den Ratssitzungen, das aus grüner Sicht unhaltbar sei. Man müsse sich öffnen für neue Beteiligungsplattformen und die entsprechenden Vorschriften der Geschäftsordnung des Rates umgestalten.  

BUND-App gegen Chemikalien!

Der BUND engagiert sich für weniger Giftstoffe in Alltagsprodukten und weist daraufhin, dass Tests immer wieder schädliche Chemikalien in Spielsachen nachgewiesen werden. Es stelle sich beispielsweise die Frage in welchem Planschbecken ein Gift-Cocktail stecke und in welchem nicht.

Mit dem ToxFox hat der BUND bereits vor drei Jahren eine App entwickelt, die Verbraucher*innen hilft, Schadstoffe in Kosmetik aufzuspüren und aus dem Einkaufskorb zu verbannen. Nun wurde die App erweitert – und sie hilft auch in Punkto Spielsachen und Co.

 

Wie? Mit der Giftfrage! Denn Hersteller sind verpflichtet, innerhalb von 45 Tagen offen zu legen, ob ihre Produkte besonders gefährliche Stoffe enthalten. Deshalb soll die App dabei helfen das Auskunftsrecht zu nutzen und nachzufragen welche Schadstoffe in einem Produkt sind. So schütze man nicht nur seine Liebsten, sondern helfe auch anderen ToxFox-NutzerInnen.

Die Antwort der Hersteller fließt in die App ein. Für alle, die in der Folge den Barcode des Produktes scannen ist sie als fertige Info abrufbar. Der ToxFox wird immer schlauer – und mit ihm seine Nutzer*innen. Der BUND schreibt unter anderem weiter, dass mehr als eine Millionen Menschen bereits für Gesundheit, Transparenz und bessere Produkte scannen. Wir möchten diese Initiative hiermit ausdrücklich unterstützen und dafür werben daran teilzunehmen.

Grüne Solidarität mit der Wallonie

Die GRÜNE Fraktion hatte in ihrer Sitzung vom 25.11.2016 Hélène Ryckmans, Abgeordnete des wallonischen Regionalparlaments für die belgischen Grünen (ECOLO), zu Gast. Thema waren die Ablehnung des Freihandelsabkommens CETA durch die Wallonie. Dazu erklären Stefan Engstfeld, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und europapolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW, und Hélène Ryckmans:

Stefan Engstfeld: „Wir GRÜNE sind uns mit der Mehrheit des wallonischen Regionalparlaments einig, dass das Handels- und Investitionsabkommen CETA mit Kanada in seiner aktuellen Fassung gestoppt und auf transparenter Grundlage neu verhandelt werden muss. Der innerbelgische und internationale politische Druck ist immens. Um unsere Solidarität mit den Abgeordneten der Wallonie auszudrücken, hat die Fraktion heute einstimmig ein Positionspapier beschlossen, in dem wir uns hinter die zentralen Kritikpunkte des wallonischen Regionalparlaments stellen.

Nur ein fairer Handel kann ein freier Handel sein – das Handelsabkommen zwischen Kanada und der EU ist aber alles andere als fair. In seiner aktuellen Fassung hätte CETA zahlreiche negative Auswirkungen auf die Städte und Gemeinden in NRW. CETA steht für eine Politik, die hart erkämpfte Rechte und Standards bedroht, statt sie zu stärken. CETA schwächt die Demokratie und Rechtstaatlichkeit gegenüber den Interessen von Unternehmen, es etabliert die zwischen Industrieländern gänzlich unnötigen Klageprivilegien für Unternehmen.“

Hélène Ryckmans: „Nach sieben Jahren geheimen Verhandlungen wird nun endlich öffentlich über die grundlegenden Inhalte von CETA verhandelt. Aus Hinterzimmerpolitik wird jetzt ein öffentliches Verfahren. Bereits seit zwei Jahren hat sich das wallonische Parlament mit dem geplanten Freihandelsabkommen auseinandergesetzt. Schon im Oktober 2015 traf der wallonische Ministerpräsident Paul Magnette die EU Handelskommissarin Malmström, trug die Bedenken des Parlaments vor und stellte die Zustimmung in Frage.

Es ist unser demokratisches Recht und unsere Pflicht, uns gegen Gefahren für unsere Daseinsvorsorge und unsere Gerichtsbarkeit zu wehren. Unser Ziel ist ein neues verbessertes Abkommen, das unsere Europäischen Standards stärkt statt sie abzusenken. Wir wollen CETA nicht verhindern, sondern besser machen.“

Das einstimmig beschlossene Positionspapier ist hier abrufbar: http://gruene-fraktion-nrw.de/fileadmin/user_upload/ltf/Publikationen/Positionspapiere/161025-Fraktionsbeschluss-CETA.pdf

 

Lesung im Café Kostbar

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Dinslaken lädt zur Lesereihe „Frauen, die lesen, sind….“ ein.

Bekannte Frauen aus Dinslaken stellen ihre Lieblingsbücher vor und gestalten, jede ganz auf ihre Weise, in entspannter Atmosphäre einen inspirierenden Abend.

Für die FRAKTION BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat Barbara Muhr, die als sachkundige Bürgerin die Fraktion im Kultur- und Partnerschaftsausschuss vertritt, berührende, spannende und komische Texte ausgesucht.

Am 30. November um 17.30 Uhr liest uns Barbara Muhr im Café Kostbar aus ihren Lieblingsbüchern vor.

Die Gleichstellungsstelle bittet zur besseren Planung um Anmeldung unter gleichstellungsstelle@dinslaken.de, aber auch spontane Besucher*innen sind willkommen.

Partei wählt neuen Vorstand und Wahlkampfteam

Auf unserer Mitgliederversammlung am 21.10. haben wir einstimmig einen neuen Vorstand gewählt und fünf neue Mitglieder in der Partei begrüßt.

Schatzmeister Niklas Graf und Beisitzer Martin Tenbieg wurden im Amt bestätigt. Patrick Voss ist neuer Sprecher des Ortsverbandes.

Er erklärt: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und die vor uns liegenden Aufgaben. Mit den nun getroffenen Beschlüssen und dem motivierten Wahlkampfteam werden wir gut vorbereitet in die Wahlkämpfe einsteigen können.“

Bei Interesse für den Wahlkampf mitzuarbeiten oder euch über die kommende Urwahl zu informieren, freuen wir uns über eure Mails.

Der Wolf zurück am Niederrhein?, 26.10.

Nachdem im letzten Frühjahr zum ersten Mal ein Wolf, genauer gesagt eine Wölfin, in der Dingdener Heide aufgetaucht ist, möchte Euch die BUND Kreisgruppe zu einem Info-Abend  „Der Wolf zurück am Niederrhein?“ einladen:

Mittwoch, den 26.10.2016 –  19:00 Uhr, Gaststätte Majert, Weseler Str. 88,  46499 Hamminkeln-Brünen – freier Eintritt.

Der Naturschützer Uwe Tichelmann vom „Freundeskreis freilebender  Wölfe“ sowie der Wolfbeauftragte des NRW Schafzuchtverbandes Ulf  Helming werden jeweils aus ihrer Sicht darstellen, was beim Umgang mit der streng geschützten Art „Wolf“ zu beachten ist. Herr Helming wird  dazu über mögliche Schutzmaßnahmen für die Tiere, als auch über Erfahrungen von Tierhaltern in Landesteilen, in denen der Wolf schon heimisch wurde, berichten. Anschließend werden offene Fragen der Zuhörer beantwortet.

Lange galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet, doch seit der Jahrtausendwende besiedelt er von Osten kommend wieder unsere Landschaft. Im Frühjahr dieses Jahres hat eine Wölfin auf der Wanderschaft zum ersten Mal den Niederrhein erreicht. Dies bestätigte das Landesamt für Naturschutz anhand von Untersuchungen der drei von ihr gerissenen Ziegen in der Dingdener Heide und nach der Auswertung der sichergestellten genetischen Proben. Es handelt sich dabei um den elften Nachweis eines Wolfes in NRW seit seines ersten Auftretens in NRW in 2009.

War dies nur eine einmalige kurze Stippvisite eines Tieres oder wird der Wolf bald häufiger Gast oder sogar ständiger Bewohner am Niederrhein? Ist unsere dichtbesiedelte Landschaft überhaupt als Lebensraum für Wölfe geeignet, und wenn ja, was bedeutet dies für die hier lebende Bevölkerung und die hier lebenden Tiere? Mit welchen Problemen müssen berufsmäßige Tierhalter, – hier sind besonders die Schafs- und Ziegenzüchter betroffen, als auch Besitzer von Haustieren rechnen? Können Mensch und Wolf – mehr oder weniger friedlich – koexistieren?

4. Mitgliederversammlung 2016, 21.10.

Liebe Mitglieder,

hiermit laden wir euch herzlich zu unserer vierten Mitgliederversammlung in 2016 ein. Diese wird am Freitag, 21.10.2016, ab 19:00 Uhr in unserem Parteibüro auf der Duisburger Straße stattfinden.

Beginnen wollen wir mit der Aufnahme von Neumitgliedern. Die Neumitglieder werden sich uns vorstellen und wir freuen uns auf die Geschichten wie sie zu uns gefunden haben.

Darauffolgend werden wir eine Reihe möglicher Beschlüsse diskutieren, welche wir gemeinsam im Gespräch mit euch erarbeiten möchten. Der Wahlkampf für die Landtags- und Bundestagswahlen steht an und wir wollen gut gerüstet und mit klaren Zielen uns dieser Aufgabe gemeinsam stellen. Dazu wird es wichtig sein die Rahmenbedingungen für unseren Ortsverband zu besprechen und uns auf Eventualitäten vorzubereiten.

Mit diesen Grundpfeilern hoffen wir, nach der zurückliegenden personellen Trennung von Amt und Mandat, also Fraktions- und Parteiarbeit in Dinslaken, einen neuen Vorstand für unseren Ortsverband wählen zu können.

Abgeschlossen werden soll die Veranstaltung mit den Berichten aus unseren Gremien und den anstehenden Terminen, wie der Urwahl auf Bundesebene, und Verschiedenem. Im letzten Tagesordnungspunkt (TOP VI) freuen wir uns auch noch über Anregungen eurerseits.

Folgende Tagesordnung schlagen wir vor:
TOP I Regularien/ Formalia
TOP II Aufnahme von Neumitgliedern
TOP III Mögliche Beschlüsse
TOP IV Wahlen
TOP V Berichte
TOP VI Termine und Verschiedenes

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