NIAG-Fuhrpark gezielt umweltfreundlich modernisieren

Schon in der Vergangenheit hatte die GRÜNE Kreistagsfraktion ein stärkeres Engagement für umweltfreundliche Busse eingefordert. Vor dem Hintergrund der aktuellen Dieseldebatte trafen nun Mitglieder der GRÜNEN Kreistagsfraktion mit Vertretern der NIAG zusammen, um die Möglichkeiten auszuloten. NIAG-Vorstand Peter Giesen betonte, dass das Wirtschaftlichkeitsgebot für die NIAG zentrale Orientierung sei. Der Finanzierungsrahmen ist durch den Nahverkehrsplan vorgegeben. Ersatzinvestitionen ließen sich nur aus Fahrgasterlösen darstellen, darüber hinaus gehende Investitionen seien nicht angedacht. Auch wenn Kommunen ergänzende Busangebote haben wollten, wäre dies nur von den Kommunen selbst zu finanzieren.

Von den GRÜNEN Parlamentarier*innen wurden die Möglichkeiten einer sukzessiven Umstellung der Busse auf Gas-, Hybrid- oder Elektroantrieb abgeklopft. Auch die rasche Umsetzung aller Dieselbusse auf die Euro 6-Norm wurde thematisiert. In Spitzenlastzeiten werden noch Busse nach Euro 3 eingesetzt. Derzeit würden, so Herr Peter Giesen für die NIAG, jährlich 12 neue Busse nach Euro 6-Norm beschafft. Heute gibt es rund 50 Busse mit diesem modernen Standard, dies bei einem Gesamtbestand bei der NIAG von rund 190 Bussen. Man bemühe sich also kontinuierlich um eine Modernisierung. Hinzu kämen noch die vor Ort eingesetzten Busse der Subunternehmen. Insofern sei die vollständige Umstellung der Busflotte auf aktuelle Umweltstandards nicht so schnell zu haben. Bei der Gasantriebstechnologie sehe man derzeit Potenzial, weniger bei den Hybrid-Bussen und noch weniger bei der reinen Elektrotechnologie. Hier seien die Reichweite und die Versorgungsinfrastruktur noch ein Problem.

Die GRÜNEN wollen dennoch eine neue Initiative im Kreis starten. Die Schadstoffemissionen betreffen nicht nur hochverdichtete Wohngebiete in Metropolen, sondern auch die Menschen in den Innenbereichen unserer Städte und Gemeinden im Kreis Wesel. Wer findet es schon angenehm, wenn direkt vor der eigenen Nase ein alter lärmender und stinkender Bus vorbeifährt – ganz zu schweigen von der gesundheitlichen Problematik! Es gibt inzwischen viel Bewegung im Bereich des Bustransports. Auf rein innerstädtischen Linien wäre der Elektrobus schon möglich. In der Fläche ließe sich auch ein Hybrid- oder gasbetriebener Bus gut einsetzen. Andere Kommunen in Europa machen es vor! Hier sehen die GRÜNEN Parlamentarier*innen deutlichen Handlungsbedarf sowohl bei der NIAG als auch bei der Öffentlichen Hand, dem sie jetzt im Kreistag Nachdruck verleihen wollen.

Gemeindehaus in Dinslaken diskutiert Wolfsgebiete in unserem Umkreis, 03.12.

Der Dinslakener Regisseur Adnan Köse sagt: „Wir sollten froh sein, wenn die Natur zurückkehrt.“ Zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde in Dinslaken hat er nun gemeinsam eine Veranstaltung zum Thema Wolf geplant.

Am Montag, dem 3. Dezember, findet um 19:00 Uhr im Gemeindehaus Duisburger Straße eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema statt. Der Filmemacher Köse hat dazu Wolfsexpert*innen eingeladen: Angekündigt sind u.a. Eckhard Schwedhelm, der seit 40 Jahren das Verhalten der Wölfe studiert und sie fotografiert, sowie der Niederländer Jos de Bruin, der eine Auffangsstation für Wölfe und Wolfshybriden betreibt. Das Anliegen ist, Gegner *innen wie Befürworter*innen des Wolfsgebietes Schmermbeck auf breiter Ebene zu informieren, Ängste zu nehmen und Lösungsvorschläge zu diskutieren.

In Nordrhein-Westfalen konnte 2009 erstmals wieder ein Wolf nachgewiesen werden. Nachdem jahrelang nur einige Durchzügler*innen in NRW gesichtet wurden, geht das Landesumweltamt aufgrund genetischer Nachweise davon aus, dass im Verlauf des Jahres 2018 im Bereich Schermbeck (Kreis Wesel) ein weibliches Tier standorttreu geworden ist. Das Umweltministerium NRW hat in dem betreffenden Landschaftsraum mit Wirkung zum 01.10.2018 deshalb das erste nordrhein-westfälische „Wolfsgebiet“ ausgewiesen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt den Wolfsnachweis im Bereich des Wolfgebietes Schermbeck: In Hünxe wurden am 19. September 2018 zwei tote Schafe gefunden. Das Senckenberg Forschungsinstitut konnte anhand von Speichelproben erneut den weiblichen Wolf mit der Kennung GW954f nachweisen. Jos de Bruin äußerte sich unter anderm in der Lokalzeit des WDR zu  dem erneuten Riss von 10 Hirschkühen (Gatterwild) bei Dinslaken Ende Oktober. Er sagt „Wölfe sind intelligente Tiere und durch die vielen Risse hat unsere Wölfin gelernt, dass Nutztiere leichte Beute sind. Es wird immer schwieriger ihr diese „Jagdtechnik“ abzugewöhnen“. Er empfahl, dringend den Herdenschutz zu verbessern, denn aus seiner Sicht würde damit zu zögerlich umgegangen.

Die betroffenen Schafhalter wurden über die aktuellen Ergebnisse informiert. Sie können über die „Förderrichtlinie Wolf“ des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere sowie angefallene Tierarztkosten erhalten. Die aktuelle Förderrichtlinie Wolf ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist. Die Halter von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck können Förderanträge zum Herdenschutz über die Förderrichtlinien Wolf des Umweltministeriums stellen. Weitergehende Informationen sind im Wolfsportal des LANUV zu finden.

 

Mehr Informationen des BUND zum Wolf finden Sie unter:

https://www.bund.net/tiere-pflanzen/tiere/saeugetiere/wolf/

Grüne unterstützen L4n-Proteste

Der Grüne Ortsverband in Dinslaken hat sich dazu entschlossen den Aufruf der betroffenen Anwohner*innen im Kontext der L4n-Planungen unterstützend zu veröffentlichen. Wir hoffen auf eure private und persönliche wie digitale Weiterleitung. Des Weiteren haben wir euch ebenso die Unterschriftenliste zum direkten Download hinzugefügt.

„Hallo ihr Lieben,

zwischen den südlichen Seen, ca 300m südlich des breiten Tendringsweg, soll eine weitere, neue Landstraße (L4n) gebaut werden. So die fortgeschrittene Planung. […]

Es ist unfassbar, dass hier eine renaturalisierte Naturlandschaft und ein Naherholungsgebiet für Dinslakener Bürger zerschnitten, abgeholzt und zerstört werden soll. Tendringsweg und Schwarzer Weg sind bereits vorhanden und können, ohne Naturschaden, geringfügig verbreitert und befestigt werden. Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40km/h würde einen schmaleren Ausbau Schwarzerweg zulassen können. Ein Fahrradweg kann sicherlich beschottert zwischen den Seen geführt werden, Fußwege sind dort bereits vorhanden. Ist in Holland so gang und gebe…

Wir können nicht zulassen, dass wir unser Naturgebiet von der Hünxener Exekutive oder anderen (privaten oder wirtschaftlichen) Interessen zerstören lassen!!!

Eine Zerstörung unseres bitter benötigten, soeben renaturalisierten, Naturbereiches mit der Verschwendung von Steuergeldern kann von uns nicht gebilligt werden. Wir müssen um den Erhalt der Seenlandschaft kämpfen! Bitte sammelt auf der Arbeit, in euren Familien, bei euren Freunden und Kunden usw. so viele Unterschriften gegen diesen Plan, wie es Euch möglich ist. Bitte sendet diese [Information] an alle Eure Freunde, Bekannten, Kollegen, Kunden und Verwandte.“

Pressegespräch „Stopp der Ölpellets-Verbrennungen“, 01.12.

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits sechs Wochen sind vergangen seit dem Appell des Gelsenkirchener Rates an BP und Uniper, die Verbrennung der umstrittenen Ölpellets im Kohlekraftwerk Gelsenkirchen-Scholven auszusetzen – zumindest so lange, bis der Sachverhalt geklärt ist. Getan hat sich vonseiten der BP und der Kraftwerksbetreiber jedoch gar nichts. Noch immer werden ohne Rücksicht auf den Ratsbeschluss und die Bevölkerung die umstrittenen Ölpellets verbrannt. Bereits seit 2016 werden zudem Ölpellets illegal in einer Tongrube in Hünxe im Kreis Wesel deponiert.

Auf diesen unhaltbaren Zustand möchten Vertreter*innen der GRÜNEN aus Gelsenkirchen, den Kreisen Wesel und Recklinghausen, der GRÜNEN Fraktion im Ruhrparlament zusammen mit Vertreter*innen des BUND in Wesel und dem Gahlener BürgerForum im Rahmen eines Informationsstandes verbunden mit einer Aktion und einem Pressegespräch vor dem BP-Werk aufmerksam machen! Sie möchten wir dazu herzlich einladen:

Datum: Samstag, den 01.12.2018

Ort: Vor BP-Werksgelände Tor Süd (Feldhauser Straße/Ecke Dinslakener Straße)

In der Zeit zwischen 12 Uhr und 13 Uhr stehen wir Ihnen für Pressegespräche und Fotos der Aktion gerne zur Verfügung.

Für Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

 

Mit freundlichen Grüßen

Holger Schoel

Vorsitzender Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Kreisverband Wesel und Ortsverband Schermbeck

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Arnela Sacic

Fraktionsgeschäftsführerin

Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen

Finanzierung der Linie 903 muss sichergestellt werden

DVG, Kreis- und Stadtverwaltung sollen gemeinsam Finanzierungsfrage klären. Dinslakens Grüne nehmen mit Verwunderung zur Kenntnis, dass bei der Klärung der Weiterfinanzierung der Straßenbahn nach Duisburg keine Fortschritte erzielt wurden. Grünen-Sprecher Voss erklärt:

„Wir sind in der Debatte an der gleichen Stelle wie vor einem Jahr. Da fragt man sich: Was ist in diesem Zeitraum passiert oder eben nicht passiert? Wir fordern alle Beteiligten auf, sich schnellstmöglich um eine Lösung des Finanzierungsproblems zu kümmern, sodass das einzig solide Dinslakener ÖPNV-Angebot auch in Zukunft genutzt werden kann.“

Den Grünen sei klar, dass eine alleinige Finanzierung der 903 durch die Stadt nicht hinnehmbar sei. Die Kreisverwaltung müsse Dinslaken einen finanziellen Ausgleich schaffen und „darf nicht die Kosten alleine auf die Stadt abwälzen. Andernfalls wird das Solidarmodell des Kreises durch die Kreisumlage in Frage gestellt.“, ergänzt Voss. Dennoch dürfe der Streit der Verwaltungen nicht auf den Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden. Die Grünen verwiesen auf den Erfolg der Linie. Die 903 zeige, dass man mit einem attraktiven Angebot auch in Dinslaken einen gut ausgelasteten ÖPNV anbieten kann. Patrick Voss dazu: „Es reicht aber nicht, wenn eine Linie im 15 Minutentakt verkehrt. Wir brauchen attraktive Takte im gesamten Stadtgebiet, um den Ansprüchen einer dicht besiedelten Stadt am Rande des Ruhrgebiets gerecht zu werden.“

Radfahr-Test mitmachen, bis 30.11.

Macht Radfahren in Dinslaken Spaß oder ist es Stress? Vom 01. September bis zum 30. November können Radfahrende in Deutschland wieder über das Radklima in ihrer Stadt abstimmen. Wie die Städte im Einzelnen 2016 abgeschnitten haben, verrät die interaktive Karte. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse 2018! Deine Stimme zählt!

Mehr Teilnehmer, mehr Städte: Über 120.000 Bürgerinnen und Bürger (2014: 100.000) haben 2016 das Fahrradklima in 539 Städten (2014: 468) beurteilt. Per Fragebogen können Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Jahr wieder beurteilen, ob beispielsweise Radwege im Winter geräumt werden oder ob sie sich sicher fühlen, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Ergebnisse geben Verkehrsplanern und politisch Verantwortlichen lebensnahe Rückmeldungen zum Erfolg ihrer Radverkehrsförderung und nützliche Hinweise für Verbesserungen.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet 2018 zum achten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den Fahrradklima-Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020.

Der ADFC-Fahrradklima-Test 2018 beschäftigt sich erstmals genauer mit dem Thema Familien und Kinder. Durch Zusatzfragen rund um das Radfahren von Familien und Kindern soll die Familienfreundlichkeit von Städten und Gemeinden bewertet werden. Neuigkeiten zum Fahrradklima-Test postet der ADFC auf Twitter und Facebook unter #fkt18 und #radklima. Radbegeisterte werden gebeten, die Informationen weiter zu verbreiten. Der Test wird umso aussagekräftiger, je mehr Menschen mitmachen. Bei Fragen oder Anmerkungen schicken Sie uns eine Mail an fahrradklimatest@adfc.de

Unterstützt wird der Fahrradklima-Test 2018 von den beiden Kampagnen „Stadtradeln“ und „Mit dem Rad zur Arbeit“.

Fraktion beantragt beitragsfreie Kitas

die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt, der Rat der Stadt Dinslaken möge beschließen, die Elternbeiträge in Kindertagesstätten abzuschaffen.
Begründung:
– Bildung ist die Grundlage einer demokratischen Gesellschaft und sollte daher im Sinne der Chancengleichheit stets kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt für die schulische Bildung ebenso wie für die frühkindliche. Sprachkompetenz, soziale Fähigkeiten und die Grundlagen des Lernens sind das Fundament weiterführender Bildungsmaßnahmen. Das Einkommen der Eltern darf hier kein Kriterium für den Zugang dazu sein.
– Die Vereinbarung von Familie und Beruf sollte in einer modernen Gesellschaft eine selbstverständliche Möglichkeit für alle sein.
Kinder sind unsere Zukunft. Alle Kinder, egal aus welchem Haushalt, sollten das Recht auf eine kostenlose Betreuung haben.
Wichtig ist ebenfalls, das Ziel der Beitragsfreiheit nicht gegen das Ziel eines höheren Qualitätsniveaus auszuspielen. Beide sind von hoher Bedeutung und es ist eine Frage der Prioritätensetzung, beide Ziele anzustreben und zu erreichen.

L4n-Planung erinnert an B8n-Desaster

Im Landesstraßenbedarfsplan von 2008 war zum ersten Mal eine Neubaumaßnahme „L4n“ vorgesehen. Damals noch ohne Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens. Nun kommt die Frage einer neuen Straße, welche durch die Baggerseen verlaufen solle, wieder auf den Tisch. Nach knapp einem Jahrzehnt ohne konkrete Behandlung steht die Thematik in Dinslaken wieder im Fokus, weil der RVR vom Land verpflichtet worden ist, die konkrete Planung für die Gebietsentwicklung voranzutreiben.

Anwohner*innen befürchten vor allem ein erhöhtes Verkehrsaufkommen von täglich bis zu 10.500 Fahrzeugen. Die zu erwartenden Mehrbelastungen durch die Zunahme von Schwerlastverkehr, Stickstoff- und Kohlenstoffdioxid-Emissionen, sowie der Luftbelastung durch Rußpartikel, Lärm und der Entwertung der Grundstücke erhitzen dabei die Gemüter. Begründet wird dies mit der dann umgeleiteten Anfahrt für die Kiesindustrie, einer direkten Verbindung von B8 und Autobahnauffahrt, sowie möglichen Ausweichrouten für den Hafen in Voerde und DeltaPort in Wesel.

Konflikte sehen die Grünen insbesondere in den gemeinsamen Planungen zwischen der Gemeinde Hünxe und Dinslaken, weil die jeweiligen Bebauungspläne der angrenzenden Kommunen betroffen sind und sich im Kontext der Planungen zur Nordtangente und der zukünftigen Bedeutung der Hünxer Straße schon deutliche Differenzen gezeigt haben. Die Stellungnahme der Verwaltung wird zur nächsten Ratssitzung erwartet, doch klang es aus dem Rathaus so, dass ohne einvernehmliche Lösung, auch keine neue Straße kommen soll. 1999 war vor Ort eine Bürgerinitiative gegen den Ausbau der Auskiesungen erfolgreich. Daher solle der Rat das Protestpotential der Bürgerinnen und Bürger vor Ort nicht unterschätzen und alte Proteste nicht auf ein Neues provozieren. Die Grünen schlagen daher ein Bürgerforum vor, um von städtischer Seite auf die Betroffenen zuzugehen. Dort solle auch die Frage beantwortet werden, warum sich nicht an den Vorgaben des Regionalentwicklungsplanes „Ausbau vor Neubau“ gehalten werde.

Im Besonderen empfehlen die Grünen den betroffenen Bürger*innen Einwendungen zu schreiben, um sich gegen die bisher zu wenig öffentlich diskutierten Neubaumaßnahmen zur Wehr zu setzen. Dabei ist wichtig, dass qualifizierte Einwendungen geschrieben werden müssen, die die persönliche Betroffenheit darstellen.

Kreismitgliederversammlung in Wesel, 23.11.

Die nächste KMV der Grünen im Kreis Wesel findet am 23.11.2018 im Ristorante Antonella am Yachthafen in Wesel statt.  Beginn ist um 18:00 Uhr. Die genaue Adresse lautet: Yachthafen 7, 46487 Wesel.

Auf der Tagesordnung stehen neben den Formalia Wahlen eines*r neue*n Kassierer*in und der Delegierten zum Landesfinanzrat an. Des Weiteren wird das Thema Kiesabbau am Niederrhein genauer beleuchtet. Ebenso gibt es Berichte von der Bundesdelegiertenkonferenz in Leipzig, von der Grünen Jugend, vom Vorstand, der Kreistagsfraktion und aus den Ortsverbänden.

Alle Interessierten Bürger*innen sind wie immer herzlich eingeladen einfach an der Sitzung teilzunehmen.

Dinslaken zur Smart City machen

Die Digitalisierung bietet viele Chancen für die Entwicklung einer nachhaltigeren und effizienteren Stadt: Intelligente Laternen, die nach Bedarf Licht spenden oder Ampelschaltungen, die sich der aktuellen Verkehrslage anpassen, können nicht nur den Energieverbrauch senken, sondern auch Staus minimieren.

„Wir möchten Dinslaken ins 21. Jahrhundert befördern und fit für die Zukunft machen. Wenn wir die uns heute zur Verfügung stehenden Technologien nutzen, können wir die Verkehrswende vorantreiben und Dinslakens Stromverbrauch reduzieren. Das spart Geld, Nerven und Ressourcen.“, erklärt Patrick Voss, Sprecher der Dinslakener Grünen.

Die Vorteile lägen auf der Hand: die modernen Ampelanlagen könnten Radfahrende priorisieren, um den Radverkehr in der Stadt zu beschleunigen. „Aktuell wird der Radverkehr an vielen Kreuzungen unnötig ausgebremst. Ohne auf den Radverkehr zugeschnittene Ampelschaltungen, wird Dinslaken nie eine wirklich fahrradfreundliche Stadt werden können.“, ergänzt Voss.

Lichtverschmutzung, die die Existenz vieler Insekten gefährdet, könne durch moderne Laternensysteme reduziert werden. Dies wäre nicht nur für die Insekten wichtig, sondern könne der Stadt langfristig zusätzlich Geld sparen.

Infoabend zu Energieversorgung mit Holz, 21.11.

Die Stadtwerke laden zur 2. Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwoch, 21. November, um 18.30 Uhr ein

Im letzten Jahr stellten die Stadtwerke Dinslaken ihren weiteren Schritt zur vollständigen, autarken und klimafreundlichen Energieversorgung in Dinslaken dar. Die Umsetzung des Projektes Dinslakener Holz-Energiezentrum ist zwischenzeitlich so weit fortgeschritten, dass zur versprochen Transparenz eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt wird. Deshalb laden die Stadtwerke Dinslaken alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich am Mittwoch, 21. November, um 18.30 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Ledigenheim Lohberg, Stollenstr. 1, 46537 Dinslaken, auf den aktuellen Stand bringen zu lassen.

Hier werden alle wesentlichen Eckpunkte und Planungsprämissen dargestellt. Das DHE ist ein wichtiger Baustein der künftigen Energieversorgung der Stadt. Mit der in  Kraft-Wärme-Kopplung produzierten Energie können die Haushalte der Stadt mit Strom und 17.000 Gebäude mit Fernwärmeanschluss mit Wärme versorgt werden – annähernd CO2-neutral und ohne den Einsatz von fossilen Brennstoffen  wie z. Bsp. Öl, Gas und Kohle.

Für die Informationsveranstaltung hofft man deshalb von Seiten der Stadtwerke auf ein reges Interesse der Bürgerinnen und Bürger.

Grüne auf Bundesparteitag in Leipzig

Vom 9.11. bis zum 11.11. 2018 besuchte der grüne Kreisverband die Bundesdelegiertenkonferenz in Leipzig, bei der die Bundesgrünen ihre Europa-Liste wählten und ihr Europa-Wahlprogramm beschlossen.

„Ich bin begeistert vom grünen Bundesparteitag in Leipzig, von der Geschlossenheit, der Stimmung der Zuversicht und der Überzeugung, dass es sich lohnt, für ein geeintes Europa zu kämpfen. Wir haben ein Europawahlprogramm verabschiedet, das zum Ausdruck bringt, dass alle Maßnahmen für den Klimaschutz sozial verträglich sein müssen.“ lautet Petra Schmidt-Niersmanns Fazit. „Die von uns gewählte Grüne Liste mit den Spitzenkandidaten Ska Keller und Sven Giegold sind Garant dafür, dass die Grünen im Europaparlament für den Klimaschutz in einem modernen, weltoffenen Europa kämpfen.“ so Schmidt-Niersmann weiter.

Patrick Voss sieht in den Ergebnissen der der BDK ein klares Signal für mehr Europa: „In Leipzig haben wir ein klares Signal für mehr Europa und weniger Nationalstaatlichkeit in die Welt gesendet. Nur gemeinsam können wir die großen Herausforderungen wie die weltweiten Fluchtbewegungen, den Kampf gegen Steueroasen und gegen die Klimakrise bewältigen. Es freut mich sehr, dass mit Terry Reintke und Sven Giegold, die eine großartige Arbeit geleistet haben, wieder zwei NRW-Grüne ganz vorne auf der Europaliste sind. Die großartige Arbeit der beiden wird uns also erhalten bleiben.“

„In vielen Gesprächen mit anderen Kreisverbänden und dem Landes- und Bundesvorstand konnte ich Anregungen und konkrete Planungen für die politische Arbeit der Grünen im Kreis besprechen. Auch aktuelle Themen wie giftige Öl-Pellets in Schermbeck oder den Umgang mit dem Wolf im Kreisgebiet konnte ich voran bringen. Das Wochenende war für mich arbeitsreich und motivierend.“ freut sich Holger Schoel über ein erfolgreiches Wochenende.

„Es war nicht mein erster Bundesparteitag, aber der erste der Grünen, den ich besucht habe. Die konzentrierte und gleichzeitig freudige Stimmung hat mich angenehm überrascht.“ ist der Eindruck von Manfred Schramm.

 

Drei intensive und arbeitsreiche Tage liegen auch hinter Barbara Ettwig, Petra Schmidt-Niersmann, Holger Schoel,  Patrick Voss, Gabi Schoel, Niklas Graf, Laura Bieder, Manfred Schramm sowie Peter Schmidt.

Quo vadis Wolf?

Die Grünen in Dinslaken veröffentlichen die Pressemitteilung der BUND Kreisgruppe Wesel:

„In unserer Kreisgruppe haben wir uns intensiv mit der Rückkehr des Wolfes an den Niederrhein beschäftigt, außerdem stehen wir in ständigem Austausch mit der AG Wolf des BUND-Landesverbands“, berichtet Angelika Eckel von der BUND-Kreisgruppe Wesel: „Nachdem vor zwei Jahren in der Dingdener Heide zum ersten Mal ein sog. Wanderwolf durchgezogen ist, hätten wir nicht erwartet, dass sich bereits zwei Jahre später eine Wölfin im Gebiet südlich der Lippe niederlässt.“ Alle Mitglieder der Kreisgruppe können verstehen, dass der Wolf von Nutztierhaltern nicht willkom-men geheißen wird. Er, bzw. sie, macht ihnen seit dem Frühjahr das Leben schwer und sorgt für bit-tere Momente, wenn ein Halter zur Weide kommt und seine Schafe vom Wolf gerissen vorfindet. Wie es Huber Weiger Vorsitzender vom Bundesverband des BUND in einer Presseerklärung vom 19.10.2018 jedoch formuliert: „Die Koexistenz von Wolf und Weidewirtschaft ist machbar, wenn der politische Rahmen stimmt.“ „Deshalb ist es dringend geboten, nun die Ausbreitung des Wolfes mit effektiven Maßnahmen zu begleiten, die das Zusammenleben von Mensch und Wolf erleichtern und zur Konfliktminimierung beitragen.“ ergänzt Günther Rinke von der BUND-Kreisgruppe in Wesel.

Gefragt ist schnelles, konsequentes Handeln: Der Wolf ist ein lernfähiges Tier und so ist es nicht verwunderlich, dass die Wölfin GW954f immer wieder Übergriffe auf Weidetiere unternimmt. Sie hat gelernt, dass es eine leichte Möglichkeit ist, Beute zu machen, viel erfolgreicher als hinter Rehen im Wald herzulaufen. Auf der anderen Seite haben wir es zugelassen, dass die Wölfin diese Erfahrungen machen konnte. „Im Wolfsschutz und –management ist dringend zu empfehlen, vorausschauend zu agieren, statt ausschließlich situationsbezogen zu reagieren.“, so Kluth, Reinhardt vom Wildbiologischen Büro LU-PUS (siehe unten).

Nutztierhalter nicht allein lassen: In Regionen, in denen Wölfe neu heimisch werden, müssen Weidetiere schnellstmöglich geschützt werden. Bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz ihrer Tiere sind Weidetierhalter, hier zu-nächst mal im besonderen Maße von Schafen, Ziegen und Gatterwild, weit umfassender zu unter-stützen, als dies der Wolfsmanagementplan vorsieht.

Fördergelder rückwirkend auszahlen: Es kann nicht sein, dass erst nach der Bewilligung des Förderantrages mit dem Bau von Zäunen begonnen werden darf. Stattdessen muss eine Möglichkeit gefunden werden, bereits erbrachte Schutzmaßnahmen nachträglich zu entschädigen. Vom Verhalten eines Wolfes her gedacht, hat ein Halter, der sich um den sofortigen Schutz seiner Tiere kümmert, alles richtig gemacht und darf dafür nicht bestraft werden. Der Wolfsmanagementplan verlangt aber – um den staatlichen Förderrichtli-nien Genüge zu tun – , dass die Tiere solange ungeschützt auf der Weide stehen, bis der Antrag bewil-ligt wurde und lädt den Wolf weiterhin zu einer einfach zu erreichenden Mahlzeit ein. Eine solche Regelung ist kontraproduktiv.

Tatkräftige Hilfe beim Errichten der Zäune: Die extensive Bewirtschaftung von Flächen muss unterstützt werden, leistet sie doch einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung einer artenreichen Kulturlandschaft im Gegensatz zu den landwirtschaftli-chen Flächen, die konventionell bewirtschaftet werden. Das Errichten von wolfssicheren Zäunen ist schwere Arbeit, da sie fest im Boden verankert werden müssen. Darüber hinaus müssen die Zäune streng genommen täglich kontrolliert werden. Bei dieser Arbeit werden die Schafhalter ebenfalls allein gelassen. Deshalb fordern wir die Übernahme der Finanzierung dieses zusätzlichen Arbeitsaufwandes durch die Allgemeinheit.

Wolf zurück – Natur intakt? Zum Abschluss sei noch darauf hingewiesen, dass die Rückkehr des Wolfes nichts über die Intaktheit der Natur aussagt. Wölfe kommen sehr gut im ländlichen Siedlungsraum zurecht. Sie benötigen genügend Nahrung und Rückzugsgebiete. Dass unsere Natur keinesfalls in Ordnung ist, beweisen Insektensterben, der dramatische Rückgang vieler Vogelarten und die nicht mehr bestreitbare Klimaerwärmung mit ihren Folgen.

 

Kontakt:
Angelika Eckel: 0281-56961, mobil: 0176 644 29 300
Günther Rinke: 02064-53543

Rüße: Jagdgesetz-Novelle ist ein massiver Rückschritt

Heute wurde der vorliegende Entwurf zur Novelle des Landesjagdgesetzes in einer Sachverständigenanhörung diskutiert. Dazu erklärt Norwich Rüße, Sprecher für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Tierschutz der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

„Schwarz-Gelb hat mit dem Entwurf für ein neues Jagdgesetz ein tierschutzpolitisches Armutszeugnis vorgelegt. Die Novelle ist in seiner Einseitigkeit ein massiver Rückschritt und nichts weniger als ein Kniefall vor der Jäger-Lobby. Die Jagd wird damit wieder zu einem reinen Selbstzweck, ein Ausgleich zwischen Natur- und Tierschutz auf der einen und der Jagd als notwendigem Instrument des Naturschutzes auf der anderen Seite findet damit nicht statt.

Das Vorhaben von Schwarz-Gelb, den „Nachweis der besonderen Schießfertigkeit“ durch einen so genannten „Schießübungsnachweis“ zu ersetzen, ist nicht nachvollziehbar. Wer jagen will, sollte nachweisen müssen, dass er oder sie dazu überhaupt in der Lage ist. Ärgerlich ist auch, dass die Landesregierung wieder zur alten Monopolstellung des Landesjagdverbandes als Jagdliche Vereinigung zurückkehren will. Anstatt kleinen Vereinigungen, die innovative und alternative Ansichten in den Prozess einbringen, den Rücken zu stärken und mehr Demokratie zu ermöglichen, macht sich die Landesregierung auch hier zum reinen Erfüllungsgehilfen des Landesjagdverbandes.

Dieser Gesetzesentwurf erfüllt nicht ansatzweise die Kriterien einer nachhaltigen und naturverträglichen Jagd – deshalb lehnen wir ihn auch mit aller Deutlichkeit ab.“

Dinslakener Bündnis gegen Rechts lädt zu Protest ein, 14.11.

Wir unterstützen die Veranstaltung „Wir sind Viele. Wir sind Mehr – Stoppt Nazis und Rassisten“ am 14.11. ab 18 Uhr an der Thyssenstr. 181 neben dem Gewerbehaus/gegenüber der Bowlingbahn.

Wir stellen uns hier in Dinslaken gegen die Werbeveranstaltung der rechtsextremen AfD. Lasst uns mit vielen Menschen zeigen, dass wir in Dinslaken keine Nationalisten und Rassisten in den Rats- und Gemeindevertretungen im Kreis Wesel wollen.  Mit Livemusik und kurzen Dialogen zum Thema:“Aus dem GESTERN lernen, In der GEGENWART wirken, Gegen NATIONALISMUS und RASSISMUS“.